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Wepad: iPad-Killer aus Deutschland?

28.05.2010 | 14:53 Uhr | Benjamin Schischka

Der deutsche Dienstleister Neofonie arbeitet an einem Tablet-PC namens Wepad . Dieser scheint zunächst frei von den Schwächen des iPads zu sein, bringt dafür aber eigene mit. Der Multi-Touch-Bildschirm des Wepads ist mit 11,6 Zoll und 1366 x 768 Pixel etwas größer als der des iPads. Jedoch ist das Wepad mit 288 x 199 x 13 mm auch etwas größer und mit 800 g beziehungsweise 850 mit UMTS-Chip auch ein gutes Stück schwerer.

Im Wepad werkelt eine 1,66-GHz-Intel-Atom-CPU, der Speicher von 16 oder 32 GB ist mit SD-Karten erweiterbar. Die 1,3-Megapixel-Kamera ist kein Ersatz für die Digitalkamera - aber immerhin macht sie das Wepad Videotelefonie-tauglich. Im Gegensatz zum iPad besitzt der Tablet aus Deutschland USB-Anschluss und einen Standard-SIM-Karten-Slot (Apple setzt auf das wenig verbreitete Micro-Format). Der Akku soll nur 6 Stunden lang durchhalten. Bluetooth 2.1 ist ebenfalls an Bord - GPS gibt’s aber nur in der UMTS-Variante. Das Wepad unterstüzt jedoch Java, Flash und Adobe Air für lückenloses Surfen. Das angepasste Linux-OS soll den Zugriff auf den Marketplace von Android - und damit rund 30.000 Apps - gestatten.

Mit 449 Euro beziehungsweise 569 mit UMTS ist aber auch das Wepad kein Schnäppchen. Was momentan gegen den angepeilten Marktstart ab Juli/August spricht, ist eine recht missglückte Pressekonferenz. Auf der war vor kurzem eine Windows-Fehlermeldung auf dem Wepad zu sehen, das offensichtlich noch nicht unter dem geplanten Linux-System läuft.

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