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Wenn selbst der Drucker zum Spion wird...

13.04.2011 | 10:36 Uhr |

Ihr Büro-PC ist oft nur ein kleines Glied in einer ganzen Reihe von Überwachungsmechanismen. Die reichen von Ihrer Tastatur bis hin zu quasi jedem Stück Technik im firmeneigenen Netzwerk. Ja, in einigen Büros hat sogar der Kopierer "ein Auge auf Sie". Gehen Sie also davon aus, dass sämtliche Ihrer Netzwerk-Aktivitäten in irgendeiner Form irgendwo aufgezeichnet werden. Um zu vermeiden, dass Ihr Surfverhalten aufgezeichnet wird, müssen Sie das firmeneigene Netzwerk schlicht und ergreifend verlassen.

Dank der Verbreitung von 3G- und 4G-Datendiensten war es nie einfacher, einen kleinen, semi-privaten Surf-Ausflug im Büro zu unternehmen. Sie haben mehrere gute Möglichkeiten, Ihrem PC eine mobile Breitband-Verbindung zu spendieren. Sie können etwa einen PC mit bereits integriertem mobilen Breitband kaufen. Sie können ein entsprechendes USB-Gerät benutzen. Sie können ein kabelloses Tethering-Gerät wie das Novatel Wireless MiFi oder das Sierra Wireless Overdrive benutzen. Oder Sie tethern ganz einfach mit Ihrem eigenen Smartphone (das eigene, nicht das der Firma!). Wenn Sie sich fürs Tethern via Smartphone entscheiden, hängen Sie das Gerät unbedingt die ganze Zeit ans Ladekabel. Eine Stunde Tethering reicht oft schon, um den Akku eines Smartphones komplett leer zu saugen.

Wenn zusätzliche Kosten fürs anonyme Surfen für Sie nicht in Frage kommen, dann treffen Sie wenigstens eine simple Vorkehrung, bevor Sie das nächste Mal über den Firmenrechner surfen: geben Sie Ihrem Rechner einen anonymen Namen. Wenn Sie die voreingestellten Einstellungen beim Einrichten Ihres PCs übernehmen, wird Ihr Rechner Sie vermutlich namentlich im Netzwerk anmelden. Dort findet man Sie dann oft unter "Max Mustermanns PC" oder einer ähnlichen Bezeichnung. Dieser Name ist nicht nur für die IT-Abteilung Ihres Unternehmens sichtbar, sondern auch für jede andere Person im Netzwerk - Ihre Kollegen, Ihren Boss, die Buchhalterin, einfach für jeden.

Ändern Sie den Namen Ihres PCs in etwas harmloses und nichts beschreibendes. Am besten ändern Sie ihn in eine zufällige Buchstaben-Zahlen-Kombination wie 9873r54C. Dann sind Sie nicht mehr so einfach zu identifizieren und der Name verschwindet einfach in der langen Liste der anderen Geräte im Netzwerk. Selbst, wenn Sie sich außerhalb des Büros befinden oder Sie von zu Hause aus arbeiten, können Sie noch immer überwacht werden, wenn Sie sich mit dem firmeneigenen virtuellen Netzwerk verbinden. Die Lösung für dieses Problem ist allerdings simpel: Kappen Sie die Verbindung zum VPN wann immer Sie das Netzwerk nicht aktiv benutzen und konzentrieren Sie sich ausschließlich aufs Arbeiten, solang Sie verbunden sind. Also: keine Surf-Ausflüge nebenher.

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