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Welcher Xeon-Prozessor für welche Workstation?

Wenn ein Office-PC den Ansprüchen nicht mehr genügt, dann sind Workstations mit ihrer überlegenen Performance und dem Raum für künftiges Wachstum die richtige Wahl.
Vergrößern Wenn ein Office-PC den Ansprüchen nicht mehr genügt, dann sind Workstations mit ihrer überlegenen Performance und dem Raum für künftiges Wachstum die richtige Wahl.
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Eine Entry-Level-Workstation ist in der Regel mit einem einzelnen Prozessor bestückt. Für diese Geräte empfiehlt sich Intels Xeon-3000-Familie. Der stärkste Vertreter, der Xeon UP W3680, hat sechs CPU-Kerne (12 Threads), einen Grundtakt von 3,33 GHz und einen Turbo-Takt von 3,6 GHz je Kern, einen L3-Cache von 12 MByte, einen QPI-Durchsatz (Intel Quickpath Interconnect) von 6,4 GT/s und eine TDP von 130 Watt. Ein sparsames Familienmitglied wäre der Xeon UP L3406 mit zwei Kernen (vier Threads), einem Grundtakt von 2,26 GHz und einem Turbo-Takt von 2,53 GHz je Kern, einem L3-Cache von 4 MByte und einer TDP von 30 Watt.
 
High-End-Workstations integrieren in der Regel einen oder zwei Vertreter der Xeon-5000-Familie. Der stärkste 5000er ist der Xeon DP X5680 mit sechs Kernen (12 Threads), einem Grundtakt von 3,33 GHz und einem Turbo-Takt von 3,6 GHz je Kern, einem L3-Cache von 12 MByte, einem QPI-Durchsatz von 6,4 GT/s und einer TDP von 130 Watt. Wer einen günstigen, energieeffizienten 5000er-Xeon sucht, kann zu einem Modell wie dem L5630 greifen: Vier Kerne (acht Threads), ein Grundtakt von 2,13 GHz und ein Turbo-Takt von 2,4 GHz je Kern, ein L3-Cache von 12 MByte, ein QPI-Durchsatz von 5,86 GT/s und eine TDP von 40 Watt.

Für wen lohnt sich eine Workstation?

Die Vertreter der Xeon-5600-Modellreihe sind die stärksten Prozessoren, die Intel für Workstations herstellt.
Vergrößern Die Vertreter der Xeon-5600-Modellreihe sind die stärksten Prozessoren, die Intel für Workstations herstellt.
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Wer die üblichen Office-Programme auf seinem Rechner nutzt, kommt ohne Workstation aus. Für Word, Excel & Co. genügt auch die Leistung eines üblichen Business-PCs. Steigen aber die Ansprüche an die Anwendungen, wiegen die Vorteile, die bereits eine Entry-Level-Workstation bietet, schnell die zusätzliche Investition auf. Die Kostensteigerung ist moderat: Laut dem JPR-Workstation-Bericht vom Oktober 2008 beginnt der Preisunterschied zwischen einem Desktop-PC und einer Einsteiger-Workstation bei rund 100 Dollar.
 
Wenn Anwender nicht durch ihren Rechner ausgebremst werden, sind sie jedenfalls produktiver, effizienter und kreativer – und letztlich auch zufriedener. Nutzergruppen, die von einer Workstation profitieren, sind beispielsweise 2D- und 3D-Designer, Architekten, Ingenieure, Entwickler von Prototypen, Ersteller digitaler Inhalte, Finanzanalysten, Forscher sowie der eine oder andere "Power-User" in eigentlich klassischen Office-Umgebungen.
 
Generell spielen Workstations ihre Stärken aus, wenn rechen- und speicherintensive Operationen oder schnelles Rendering komplexer Grafiken gefragt sind. Denn Workstations können im Vergleich zu typischen Office-PCs mehrere Prozessoren gleichzeitig nutzen, die zudem deutlich leistungsfähiger sind. Außerdem setzen Workstations auf professionelle Grafikkarten und können mit der zwei- bis dreifachen Menge an Arbeitsspeicher sowie Terabytes an Festspeicher bestückt werden.
 
Eine Workstation hat zudem den Vorteil, dass sie mit den Bedürfnissen mitwachsen kann. Denn selbst wenn man Desktop-PCs recht gut nachträglich mit Arbeits- und Festspeicher oder anderen Komponenten erweitern kann, so lassen sich Workstations noch weiter skalieren. Der Anwender kann also mit einer konservativen und kostengünstigen Konfiguration beginnen und die PC-Leistung bei gestiegenen Ansprüchen entsprechend anpassen.

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