807212

Speicher-, Akku- und Fokus-Frage geklärt

21.03.2011 | 10:00 Uhr |

Wenn Sie bereits eine Speicherkarte besitzen, die Sie in Ihrer neuen Kamera weiter benutzen möchten, achten Sie dabei auf die Kompatibilität. Die meisten Kameras auf dem Markt benutzen SD- oder SDHC-Karten. SDHC-Karten sind etwas teurer, bieten Speicherkapazitäten bis 32 Gigabyte und sind nicht abwärtskompatibel mit Standard-SD-Slots. Zudem gibt es ein relativ neues Format: SDXC, das Speicherkapazitäten bis zu 2 Terabyte bietet. Solche Karten sind selbstverständlich noch teurer und gleichfalls nicht kompatibel mit SD- oder SDHC-Steckplätzen.

Neben der Größe des Speicherplatzes sollten Sie auch die Schreib- und Lesegeschwindigkeit berücksichtigen. SD- und SDHC-Karten haben meistens mit einer "Decoding Class"-Nummer angegeben, wie schnell ihre Daten geschrieben werden. Je höher die Nummer, desto schneller die Schreibgeschwindigkeit. Wenn Sie auch Videos aufzeichnen wollen oder gerne Serienbilder schießen, greifen Sie mindestens auf eine 4er oder 6er Karte zurück.

Als wäre das nicht schon genug zu beachten, gibt es auch noch eine Reihe anderer Formate auf dem Markt. Einige Kameras unterstützen zum Beispiel MicroSD oder MicroSDHC - kleinere Versionen der normalen SD- und SDHC-Karten. Auch die sind nicht kompatibel mit den normalgroßen Kartenslots. Ältere Sony-Kameras benutzen MemoryStick-Karten, ältere Olympus-Modelle das XD-Kartenformat. Neuere Modelle beider Hersteller gebrauchen mittlerweile auch SD- und SDHC-Karten.

Akkulaufzeit
Kameras benutzen einen oder mehrere Batterie-Typen: AAs als nicht wiederaufladbare Alkaline-Version oder wiederaufladbares NiMH-Modell; CRV3s; oder fest integrierte Akkus aus eigener Produktion. Einige Digitalkameras brauchen enorm viel Batterieleistung. Besonders Alkalines sind recht schnell leer - das ständige Auswechseln wird zu einer kostspieligen und nervigen Angelegenheit. Der Preis einer Kamera spiegelt übrigens nicht unbedingt die Qualität Ihres Akkus wieder. Einige günstige Cams halten mit normalen Batterien eine halbe Ewigkeit und einige teure Modelle müssen fast täglich an die Steckdose. In jedem Fall ist es ratsam, stets einen geladenen Ersatzakku oder ein Päckchen Notfallbatterien dabei zu haben.

Manueller Fokus
Für Nahaufnahmen und Situationen, in denen der Autofokus einer Kamera schlapp macht, ist der manuelle Fokus oft die Rettung. Billige Kameras verzichten meist darauf oder bieten lediglich gestuftes Fokussieren an, das Sie dazu zwingt, aus verschiedenen, voreingestellten Entfernungen zu wählen. Es ist ratsam, den Autofokus einer Kamera im Laden auszuprobieren. Einige Modelle haben große Schwierigkeiten, einen Fokus korrekt zu setzen, vor allem im Tele- oder Makro-Modus. Das perfekte Foto können Sie dann nur noch mit dem manuellen Fokus schießen.

PC-WELT Marktplatz

807212