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Weitwinkelmotive

02.12.2005 | 14:32 Uhr |

Weitwinkelmotive

In erster Linie verwenden Sie die Weitwinkelperspektive für Landschaftsaufnahmen. Besonders gelungene Weitwinkelbilder bekommen Sie zum Beispiel, indem Sie sich auf den Boden legen und dadurch den Vordergrund betonen. Weil in der Weitwinkelperspektive mehr Platz auf dem Bild für einen strahlend blauen Himmel ist, fangen Sie interessante Wolkenstrukturen viel besser ein als im Telemodus.

Raum schaffen: Bei gleicher Entfernung zum Motiv erzielen Sie über die Weitwinkelperspektive mehr Tiefe
Vergrößern Raum schaffen: Bei gleicher Entfernung zum Motiv erzielen Sie über die Weitwinkelperspektive mehr Tiefe

Auch für Architekturaufnahmen, also beim Fotografieren von Gebäuden, Brücken und Ähnlichem, ist ein Weitwinkel hilfreich. Allerdings müssen Sie hierbei die Kamera möglichst waagerecht halten, um stürzende Linien zu vermeiden, wenn Sie beispielsweise ein größeres Motiv abbilden möchten. Falls ein Gebäude oben nicht vollständig auf das Bild passt, müssen Sie den Aufnahmestandpunkt erhöhen, etwa eine Treppe hinaufgehen oder eine Leiter verwenden, statt die Kamera nach oben zu kippen. Natürlich können Sie stürzende Linien auch als bildgestaltendes Element nutzen. Allerdings sollten Sie den Effekt nur sparsam einsetzen. Auch für Innenaufnahmen ist ein größerer Blickwinkel oft sinnvoll.

Ungeeignet ist die Weitwinkelperspektive dagegen für formatfüllende Portraits. Wenn Sie so nah an die Person herangehen, dass Sie das Gesicht einigermaßen groß abbilden, treten die typischen Weitwinkeleigenschaften zutage: Durch die Objektivverzerrung ragt die Nase auffällig aus dem Bild heraus, weil sie die Kamera als nahes Objekt übergroß abbildet. Alles, was vom Objektiv weiter entfernt ist, wirkt dagegen überproportional verkleinert, selbst wenn es sich nur um wenige Zentimeter handelt. Durch die Wechselwirkung beider Effekte entstehen groteske Verzerrungen, etwa in die Breite gezogene Personen.

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