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Weitere Vorteile der einzelnen Browser

22.10.2012 | 09:12 Uhr |

Eingebaute Tools für Webentwickler: Bei den Möglichkeiten der Seitenanalyse sind Firefox und Chrome gleichauf – im Bild der Werzeugkasten des Google-Browsers.
Vergrößern Eingebaute Tools für Webentwickler: Bei den Möglichkeiten der Seitenanalyse sind Firefox und Chrome gleichauf – im Bild der Werzeugkasten des Google-Browsers.

Werkzeugkasten
Nachdem Firefox seit 2011 die Synchronisierung der Lesezeichen und Erweiterungen integriert hat, sind auch in diesem Punkt beide Browser auf Gleichstand:
Entwickler-Tools: Beide Browser bieten die Möglichkeit, Webseiten live zu bearbeiten. Sie können zum Beispiel den CSS-Code ändern und sehen sofort, wie sich das auf die Seite auswirkt. Das ist natürlich für Webentwickler besonders interessant. Sollten Sie kein Testsystem haben, können Sie damit den Code anpassen, und wenn Ihnen die Änderungen gefallen, in Ihre Webseiten übernehmen. Bei Google finden Sie die Software unter „Tools ➞ Entwicklertools“. Bei Firefox klicken Sie auf „Extras ➞ Web-Entwickler“.

Synchrone Lesezeichen und Nutzerdaten: Chrome erledigt diesen Job besonders einfach, Firefox auf der anderen Seite bietet mehr Optionen.
Vergrößern Synchrone Lesezeichen und Nutzerdaten: Chrome erledigt diesen Job besonders einfach, Firefox auf der anderen Seite bietet mehr Optionen.

Synchronisierung: Beide Browser beherrschen eine geräteübergreifende Synchronisation. Der große Vorteil liegt auf der Hand: Die Synchronisierung der Lesezeichen und Erweiterungen geht automatisch und muss nicht mehr manuell durch Export und Import erledigt werden. Ist die automatische Synchronisation aktiviert, haben Sie auf jedem Gerät dieselbe Browser-Oberfläche. Bequemer geht es kaum. In Firefox finden Sie den Service unter „Bearbeiten ➞ Einstellungen ➞ Sync“, in Chrome am schnellsten mit der internen URL chrome://settings/syncSetup .

Experte: Chrome & Firefox mehr Lücken als IE, aber...

Das Einrichten in Chrome ist etwas einfacher, Firefox bietet andererseits den transparenten Dialog „Sync zurücksetzen “ , der unmissverständlich die Synchronisationsrichtungen erläutert. Generell dürfte es kritischen Anwendern eher zusagen, ihre Lesezeichen und Passwörter dem Mozilla-Server anzuvertrauen als Google – trotz Verschlüsselung. Obendrein kann Firefox die Daten optional auch auf einem beliebigen anderen Server abgleichen, etwa über die Domain des Anwenders.

Nicht Open Source
Eines der Hauptargumente gegen Google Chrome ist, dass dieser Browser unfreie Software mit sich bringt. Chrome ist Closed Source, basiert allerdings in weiten Teilen auf dem quelloffenen Chromium-Projekt. Chrome hat zum Beispiel auch Adobe Flash eingebettet und liefert die Sicherheits-Updates dafür zusammen mit dem Browser aus. Mozilla Firefox hingegen ist komplett Open Source und wird wohl nicht zuletzt deshalb bei vielen Distributionen erste Wahl bleiben.

Erweiterte Unterstützung: So sieht die Firefox-Entwicklung einschließlich Extended Support Releases bis zu Version 27 aus.
Vergrößern Erweiterte Unterstützung: So sieht die Firefox-Entwicklung einschließlich Extended Support Releases bis zu Version 27 aus.
© mozilla.org

Versionsstrategie und Zukunft
Mozilla gibt mittlerweile alle sechs Wochen eine neue Firefox-Version aus. Zusätzlich gibt es eine ESR-Version (Extended Support Release), die länger Bestand hat und gepflegt wird. Diese Version ist speziell für Firmen und Organisationen gedacht, die nicht alle sechs Wochen eine neue Version installieren können oder wollen. Die erste ESR-Variante war Version 10. Jede siebte Ausgabe wird eine ESR-Version. Die beiden nächsten sind also 17 und 24. Für die alte ESR-Version gibt es sechs Wochen später noch ein weiteres Update. Mozilla ESR, Mozilla-Ausgaben

Bei Chrome ersetzt eine neue große Ausgabe immer die Vorgängerversionen. Das Google-Entwicklerteam gibt ebenfalls alle sechs Wochen eine neue Version aus. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir als offiziell unterstützte und stabile Versionen Firefox 10 ESR, Firefox 13 und Chrome 20. Google wie Mozilla behandeln Entwicklerversionen sehr ähnlich. Sobald es eine neue stabile Version gibt, rückt das Nachfolgemodell in den Betastatus. Die Version danach geht in den Entwicklerkanal. Dieser nennt sich bei Chrome Dev und bei Firefox Aurora. Darüber hinaus stellen beide noch die Kanäle Nightly (Firefox) und Canary (Chrome) zur Verfügung. Hier gibt es tägliche Schnappschüsse der übernächsten Version.

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