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Weitere Eigenschaften: Registerchips und ECC

26.09.2008 | 11:23 Uhr | Verena Ottmann

Neben den in Punkt 2 beschriebenen Speicher-Timings gibt es weitere Eigenschaften, die die Speichermodule etwas teurer machen, aber für die Datensicherheit wichtig sind. So werden manche Riegel als „registered“ bezeichnet: Die Module besitzen spezielle Registerchips, die die Signale durch die Adressleitungen führen. Diese Vorgehensweise verringert die elektrische Belastung des Mainboards und stabilisiert den Datenaustausch zwischen Chipsatz und RAM. Registered-DRAM-Bausteine kommen deshalb vor allem in Servern zum Einsatz.
Solche Speichermodule tragen auch meist den Zusatz „ECC“ (Error Correction Code) oder „Non-ECC“. ECC steht für ein Fehlerkorrekturverfahren, bei dem das Datenpaket vor der Übertragung zusätzliche Bits erhält, die die Zielseite zur Fehlererkennung und -korrektur nutzt. Übrigens: Manche Speichermodule – etwa die Hyper-X-Riegel von Kingston oder die Dominator-Reihe von Corsair – sind mit speziellen Kühlplatten (Heatspreadern) versehen. Allerdings haben diese beidseitig angebrachten Platten hauptsächlich optische Gründe – eine bessere Kühlung ist dadurch nicht gewährleistet. Weitere Arbeitsspeicher-Hersteller sind etwa Crucial , Geil und OCZ .

Windows XP: So viel Speicher brauchen Sie
Microsoft empfiehlt für den Betrieb von Windows XP (Home und Professional) mindestens 64, besser 128 MB Arbeitsspeicher. Doch jeder, der einen derart ausgestatteten Rechner zu Hause hat, weiß, dass sich damit nur eingeschränkt arbeiten lässt. Denn meist werden nach dem Hochfahren mehrere Programme gleichzeitig ausgeführt – etwa Browser, Mailprogramm, Messenger –, und da bringt mehr Arbeitsspeicher ein deutliches Plus an Tempo. Wie viel Arbeitsspeicher Sie am besten in Ihren PC packen, hängt vom Einsatzzweck ab. Wenn Sie den PC hauptsächlich für Büro-Anwendungen, für Mails und zum Surfen nutzen, reichen Ihnen 512 MB. Sind Sie Hobbyfilmer und möchten Videos bearbeiten oder HD-Movies ansehen, sollte Ihr Multimedia-PC mindestens 1 GB Arbeitsspeicher haben. Denn nur dann lassen sich große Datenmengen möglichst schnell verarbeiten. Und für Hardcore-Gamer kommt nur ein System mit mindestens 2 GB in Frage, damit die aktuellen 3D-Kracher auch ruckelfrei laufen. Ein weiterer großer Vorteil: Die Ladezeiten zwischen den einzelnen Levels/Kapiteln sind umso kürzer, je mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung steht.

Für den Dual-Channel-Modus gibt es Sets
Vergrößern Für den Dual-Channel-Modus gibt es Sets
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Windows Vista: So viel Speicher ist empfehlenswert
Bei Windows Vista hängen die offiziellen Systemvoraussetzungen von der verwendeten Version ab. So gibt Microsoft zwar bei allen als Minimum 512 MB Arbeitsspeicher an. Die empfohlene Kapazität beträgt jedoch 1 GB für die 32-Bit-Version und 2 GB für die 64-Bit-Ausführung von Vista. Allerdings gilt auch hier wie schon bei Windows XP: Planen Sie mehr Arbeitsspeicher ein, wenn Sie vernünftig arbeiten wollen. Für einen Büro-PC sollten Sie mindestens 2 GB einsetzen, ein Multimedia-PC braucht bereits 3 GB. Einem Spiele-PC können Sie durchaus 4 GB spendieren, auch wenn das Betriebssystem nur 3 GB erkennt. Denn mit zwei 2-GB-Riegeln können Sie den Dual-Channel-Modus nutzen, der Ihnen ein Tempoplus beschert.

Vorsicht bei Vista!
In der 32-Bit-Version unterstützt Windows Vista – wie übrigens auch Windows XP – nur einen Adressraum von 0 bis 4 GB. Davon werden bis zu 1,25 GB für den PCI-Adressbereich reserviert. Haben Sie also 4 GB Arbeitsspeicher eingebaut, können Sie nur etwa 3 GB nutzen, was Vista ohne Service Pack (SP) 1 in den Systeminformationen auch dementsprechend angibt. Mit dem SP 1 versucht Microsoft, diese Begrenzung zu kaschieren. Nach dem Update zeigt das System die vollen 4 GB an, obwohl Sie weiterhin nur Zugriff auf 3 GB haben! Möchten Sie mehr Arbeitsspeicher nutzen, müssen Sie auf die 64-Bit-Version von Windows Vista umsteigen.

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