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Was Windows 11 besser macht als Windows 10

16.05.2022 | 16:25 Uhr |

Windows 11 bietet einige Funktionen, die einen Wechsel zum neuen Betriebssystem sinnvoll machen. Generell spricht ohnehin nichts gegen Windows 11, zumindest wenn die Hardware des Computers das mitmacht und auch ein TPM-Chip im PC oder Notebook verbaut ist.

Grundsätzlich kann in Windows 11 jedes Programm genutzt werden, das es auch für Windows 10 gibt. Es mag Ausnahmen geben, aber diese sind eher dünn gesät. Die Optik von Windows 11 ist an vielen Stellen deutlich moderner, Animationen laufen flüssiger und auch die Leistung des Betriebssystems ist nach vielen Benchmarks besser als in Windows 10. Das gilt vor allem, wenn moderne Treiber zum Einsatz kommen, die für Windows 11 optimiert sind.


Windows 11 ist für produktive Menschen und für Gamer ausgelegt

Windows 11 hat klar die Produktivität im Fokus. Das Betriebssystem ist für die Zusammenarbeit mit Microsoft 365 optimiert und kann wesentlich effektiver, schneller und übersichtlicher Dateien, Dienste und Dokumente anzeigen. Mit der direkten Anmeldung an Azure Active Directory (Azure AD) stehen in Windows 11 sofort alle Dokumente zur Verfügung, die in Microsoft 365, Sharepoint Online oder Onedrive for Business gespeichert sind.

Wer mit Windows 11 in erster Linie arbeitet, hat dabei mehr Freude als in Windows 10, da die komplette Oberfläche auf Effizienz und Zusammenarbeit mit Microsoft 365 und Microsoft Azure ausgelegt ist.

Ein kleines Beispiel ist der Menüpunkt "Als Pfad kopieren", um den Pfad eines Programms oder einer Datei in die Zwischenablage zu kopieren. Müssen in Windows 10 noch Shortcuts genutzt werden, steht dieser Befehl automatisch im neuen überarbeiteten Kontextmenü von Windows 11 zur Verfügung.

Das Windows-Terminal zur Bündelung von Eingabeaufforderung, Powershell, Azure Cloud Shell und Co ist automatisch in Windows 11 integriert. Zwar lässt sich diese Erweiterung auch in Windows 10 nachträglich installieren, aber diesen Schritt können sich Windows-11-Nutzer sparen.


Bessere Ansicht des Startmenüs und schnellerer Zugriff auf Dokumente

Das erste was Anwendern bei der Installation von Windows 11 auffällt, ist die neue Positionierung des Startmenüs. Viele Nutzer  stört das mittig angeordnete Startmenü. Aber auch das ist kein Problem, denn das Startmenü lässt sich ohne Probleme an die klassische Stelle auf der linken Seite verschieben.  Die Einstellungen dazu sind über das Kontextmenü der Taskleiste und aufrufen von "Taskleisteneinstellungen" zu finden. Bei "Verhalten der Taskleiste" kann über "Taskleistenausrichtung" mit der Option "Links" das Startmenü auf der gewünschten Seite platziert werden.

Das Startmenü in Windows 11 kann man auch links anordnen
Vergrößern Das Startmenü in Windows 11 kann man auch links anordnen

Das Startmenü ist aufgeräumter als in Windows 10 und zeigt im unteren Bereich auch die zuletzt und häufig verwendeten Dokumente an. Dadurch ist der Zugriff sehr viel schneller möglich als in Windows 10 und das Menü wirkt nicht so überfrachtet. Es gibt weniger vorinstallierte Apps in Windows 11 und die selten genutzten Live-Kacheln blähen das Startmenü nicht unnötig auf.

Die Ansicht des Startmenüs in Windows 11 ist aufgeräumter, Dokumente können schneller direkt aus dem Startmenü aufgerufen werden
Vergrößern Die Ansicht des Startmenüs in Windows 11 ist aufgeräumter, Dokumente können schneller direkt aus dem Startmenü aufgerufen werden


Sicheres Internet mit DNS über HTTPS in Windows 11

Windows 11 und Windows Server 2022 kommen mit der DNS-over-HTTPS-Funktion (DoH). Damit lassen sich alle Abfragen und Antworten zwischen DNS-Client und dem DNS-Server verschlüsseln. Die Funktion ist in den Einstellungen über "Netzwerk und Internet" bei "Ethernet" oder bei "WLAN" zu finden. Hier kann bei der Verwendung von kompatiblen DNS-Servern die Funktion aktiviert werden.

Aktivieren von DNS über HTTPS in Windows 11
Vergrößern Aktivieren von DNS über HTTPS in Windows 11

In den Einstellungen des Netzwerkadapters sind die Optionen bei „DNS-Einstellungen“ und „Bearbeiten“ verfügbar. Unterstützt der DNS-Server, den ein Client nutzt die verschlüsselte Übertragung, aktiviert sich automatisch das Feld "Bevorzugte DNS-Verschlüsselung". Welche DNS-Server aktuell diese Technik unterstützen, lässt sich in der Powershell mit dem Cmdlet "Get-DnsClientDohServerAddress" abfragen.

In der Powershell lässt sich prüfen, welche DNS-Server für DNS über HTTPS in Windows 11 genutzt werden können
Vergrößern In der Powershell lässt sich prüfen, welche DNS-Server für DNS über HTTPS in Windows 11 genutzt werden können


Bessere Anordnung von Fenstern mit Snap Assist und virtuellen Desktops

Windows 11 kann wesentlich besser verschiedene Fenster automatisiert per Mausklick anordnen. Beim Überstreichen mit der Maus und Ziehen an den Fensterrand schlägt Windows 11 eine optimierte Anordnung der Fenster vor.

Das geht schneller und einfacher als in Windows 10. Vor allem beim Einsatz mit mehreren Bildschirmen bietet Windows 11 eine deutlich bessere Snap-Steuerung als Windows 10, was für Anwender, die mit vielen Fenstern arbeiten, durchaus relevant ist. Windows 11 merkt sich außerdem, wie Apps und Fenster beim Einsatz mehrerer Bildschirme angeordnet waren und kann diese Ansicht bei Neustarts jederzeit wiederherstellen.

Windows 11 merkt sich die Position von Fenstern und Programmen beim Einsatz mehrerer Bildschirme
Vergrößern Windows 11 merkt sich die Position von Fenstern und Programmen beim Einsatz mehrerer Bildschirme

Snap ist ein Segen, wenn vier Fenster oder mehr optimal auf einem oder mehreren Bildschirmen angeordnet werden sollen. Mit der Tastenkombination Windows + Z lässt sich die neue Ansicht in Windows 11 ebenfalls nutzen.

Die Anordnung von mehreren Fenstern ist in Windows 11 sehr viel nutzerfreundlicher als in Windows 10
Vergrößern Die Anordnung von mehreren Fenstern ist in Windows 11 sehr viel nutzerfreundlicher als in Windows 10

Auch die virtuellen Desktops hat Microsoft in Windows 11 deutlich verbessert. Hier lassen sich verschiedene Desktops mit unterschiedlichen Hintergrundbildern definieren und sehr viel flexibler anpassen als in Windows 10.


Neues Kontextmenü bringt mehr Übersicht

Das neue Kontextmenü ist ebenfalls schlanker gehalten. Die am häufigsten verwendeten Funktionen findet man als Icon im oberen Rand, die wichtigsten Befehle darunter. Wer weitere Optionen sehen will, so wie in Windows 10, kann diese schnell und einfach mit "Weitere Optionen" einblenden.

Das neue Kontextmenü in Windows 11 bringt mehr Übersicht
Vergrößern Das neue Kontextmenü in Windows 11 bringt mehr Übersicht


Fokuszeit definieren - Störungen von außerhalb blockieren

Um die Einstellungen der Uhr kann in Windows 11 die Fokuszeit aktiviert werden. Diese zeigt der Traybereich nach der Aktivierung neben der Uhr an. In der Fokuszeit werden Anwender nicht von externen Apps oder Benachrichtigungen gestört. Die Fokuszeit gibt es auch bei Smartphones und Tablets. In den Einstellungen lässt sich die Fokuszeit auch immer zu einem bestimmten Zeitpunkt aktivieren.

Die Fokuszeit lässt sich in Windows 11 über die Einstellungen der Uhrzeit aktivieren
Vergrößern Die Fokuszeit lässt sich in Windows 11 über die Einstellungen der Uhrzeit aktivieren


Die Einstellungs-App in Windows 11 ist deutlich übersichtlicher

Die Einstellungs-App von Windows 10 und Windows 11 soll nach und nach die betagte Systemsteuerung ersetzen. Diese ist zwar weiterhin in Windows 11 verfügbar, aber Microsoft hat die moderne Einstellungs-App in Windows 11 wesentlich verbessert, Menüs effektiver angeordnet und auch die Navigation optimiert.

Die neue Oberfläche ist deutlich leichter zu bedienen und bringt Anwender schneller an das gewünschte Ziel. Die Navigation in den Menüs wurde ebenfalls verbessert. In der Mitte des Fensters können weitere Untermenüs geöffnet werden, wenn es tiefergehende Einstellungen gibt. Dadurch hat man eine bessere Übersicht und kann leichter navigieren.

Die neue Einstellungs-App bietet mehr Überblick und ist besser zu bedienen als in Windows 10
Vergrößern Die neue Einstellungs-App bietet mehr Überblick und ist besser zu bedienen als in Windows 10


Direct Storage: Gamer lieben Windows 11

Eine neue Funktion in Windows 11 ist auch Direct Storage. Diese Funktion ist technisch nicht für Windows 10 vorgesehen. Mit Direct Storage lassen sich Spiele deutlich beschleunigen, vor allem Spiele mit sehr guter Grafik. Ladezeiten für Grafiken sind deutlich geringer.

Damit das funktioniert, müssen Spiele diese Funktion unterstützen. Davon kann man jedoch ausgehen, vor allem weil Microsoft einer der größten Entwickler und Publisher von Spielen weltweit ist. Durch die Übernahme von Activision/Blizzard ist auch zu erwarten, dass Spiele wie Diablo, World of Warcraft, Call of Duty und viele mehr auf Dauer deutlich für Windows 11 und Direct Storage optimiert sein werden.


Widgets - Zusatzprogramme bieten mehr Informationen

Nicht jeder nutzt die Widgets, aber Windows 11 hat sie und in Windows 10 gibt es sie nicht. Mit der Tastenkombination Windows + W zeigt Windows einen Zusatzbereich an, in den man verschiedene Apps integrieren kann. Neben Wetterbericht und Nachrichten, können hier auch Termine, Mails, Börsenkurse und mehr eingeblendet werden.

Widgets in Windows 11 nutzen
Vergrößern Widgets in Windows 11 nutzen

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