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Was Sie über Liquidität wissen müssen

07.05.2009 | 10:33 Uhr |

Liquiditätsplanung: Firmen müssen Ein- und Auszahlungen überschauen, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Jedes Unternehmen muss eine Liquiditätsplanung aufstellen. Hierbei fließen Umsatzerlöse, Anzahlungen und staatliche Zuschüsse ein. Eingeplant werden ferner wiederkehrende Auszahlungen für Personal und Miete sowie Fälligkeiten von Rechnungen und Krediten. Über einen Abgleich mit Bankkonten ermitteln Unternehmen, wie viel Bares noch vorhanden ist. All diese Angaben zuzüglich der mit den Banken vereinbarten Kreditlinien lassen sich auf einer Zeitachse ordnen.

Die Planung muss über unterschiedliche Zeiträume möglich sein. Hersteller wie beispielsweise CSS (" :85781::7:eGecko ") erlauben eine taggenaue Liquiditätsbetrachtung. Dabei werden Planbuchungen generiert, die Debitoren- und Kreditorenlaufzeiten berücksichtigen, so dass ein Umsatz im Januar in der Liquiditätsbetrachtung möglicherweise erst im Februar wirksam wird und zu Einzahlungen führt.

Liquiditäts-Management: Damit gemeint sind Maßnahmen, die Firmen ergreifen können, um zahlungsfähig zu bleiben. Wer eine Rechnung schreibt, hat noch lange kein Geld. Eine Überwachung der Forderungslaufzeiten ist daher wichtig. Über ein Mahnwesen lassen sich Forderungen eintreiben und so die Laufzeiten verkürzen.

Spielraum verschaffen können sich Unternehmen auch bei den Ausgaben. So lassen sich mit Lieferanten längere Laufzeiten für Verbindlichkeiten vereinbaren und die Investitionsplanung anpassen. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, Anschaffungen in ein anderes Quartal zu verschieben, in dem mit einer festeren Kapitaldecke zu rechnen ist. Ferner ist es wichtig, Kreditkosten wie etwa Zinsen im Auge zu behalten. Unter Umständen empfiehlt es sich, Kreditquellen zu wechseln oder Kredite umzuschichten.

Eine nicht unwichtige Rolle spielen dabei die Lagerbestände. Durch gravierende Umsatzrückgänge bleiben Firmen auf Beständen sitzen, so dass die Lagerhaltungskosten in die Höhe gehen. In welchem Ausmaß sich Bestände anhäufen, hängt in erster Linie vom Organisationsgrad ab. Je besser die Supply Chain vom Zulieferer über hausinterne Prozesse bis zum Kunden organisiert ist, desto weniger Lagerkapazität wird benötigt.

Voraussetzungen für Liquiditätsplanung und -Management Gebraucht werden nicht nur Finanzdaten aus dem Rechnungswesen und den Bankkonten, sondern auch Angaben aus der :891::207:Personalbuchhaltung (Löhne, Sozialabgaben), der Anlagenbuchhaltung sowie ERP -Informationen wie Bestellobliga (offene Bestellungen) und Auftragsbestände. Planungswerkzeuge sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden.

Prognoseverfahren: Forderungen und Zahlungsziele sowie Bank- und Kassenbestände lassen sich vergleichsweise leicht zusammentragen. Doch damit können Firmen vielleicht nur die nächsten vier bis sechs Wochen überblicken. Das Management benötigt aber Daten für die nächsten drei bis zwölf Monate. Prognoseverfahren ermitteln anhand von Erfahrungswerten, wie sich die Liquidität entwickeln könnte. Dabei fließen beispielsweise die Zahlungsprofile der Kunden ein, aber auch Vorhersagen, aus welchen Angeboten mit hoher Wahrscheinlichkeit Aufträge, Umsätze und damit Einzahlungen werden.

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