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WLAN- und Verschlüsselungs-Check

30.07.2012 | 09:09 Uhr | Roland Freist

6. WLAN-Check
Das Wichtigste bei der Einrichtung eines Funknetzwerks ist die Verschlüsselung.

Verschlüsselungstechnik: Es existieren dafür verschiedene Standards, wirklich sicher ist derzeit allein WPA2/AES. Falls Ihr Router oder Ihr WLAN-Adapter diesen Standard nicht unterstützt, sollten Sie über eine Neuanschaffung nachdenken. Sie laufen mit den alten Geräten Gefahr, dass jemand in Ihr internes Netzwerk einbricht oder in Ihrem Namen Online-Geschäfte erledigt.

Sicher surfen und mailen in öffentlichen WLANs

WLAN-Passwort: Der zweite wichtige Faktor für die Sicherheit eines WLAN ist das verwendete Passwort. Es sollte mindestens zwölf Zeichen lang sein. Verwenden Sie am besten lediglich Klein- und Großbuchstaben sowie die Ziffern von 0 bis 9. Verzichten Sie dagegen auf Sonderzeichen und Umlaute: Häufig werden diese Zeichen von Router und WLAN-Client unterschiedlich interpretiert, in der Folge gibt es Probleme bei der Eingabe des Kennworts.

WPS-Abschalten: Ausgerechnet eine Komfortfunktion in WLAN-Routern macht das kabellose Heimnetzwerk angreifbar. Zum Jahreswechsel 2011/2012 haben Sicherheitsforscher eine Sicherheitslücke in der Funktion Wi-Fi Protected Setup, kurz WPS entdeckt. Mit WPS kann sich der Nutzer recht einfach mit einem gesicherten WLAN verbinden. Man muss dann statt eines langen WPA-Kennworts nur einen achtstelligen Code (PIN) eingeben und erhält damit Zugriff aufs WLAN. In unserem Ratgeber "Jedes WLAN sicher nutzen" finden Sie weitere Infos zur Schwachstelle und wie Sie Ihren Router schützen können.

Windows 7 erinnert Sie automatisch daran, den EFS-Schlüssel zu sichern.
Vergrößern Windows 7 erinnert Sie automatisch daran, den EFS-Schlüssel zu sichern.

7. Verschlüsselungs-Check
Windows bietet in seinen Professional-Versionen mit dem Encrypting File System (EFS) eine einfache Möglichkeit, Dateien und Ordner mit wenigen Mausklicks sicher zu verschlüsseln. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die zu verschlüsselnde Datei ,und wählen Sie „Eigenschaften ➞ Allgemein ➞ Erweitert ➞ Inhalt verschlüsseln“. Standardmäßig werden die Dateinamen dann im Windows-Explorer grün eingefärbt.

Vorsicht vor Datenverlust: Wenn Sie eine Datei oder einen Ordner verschlüsselt haben und anschließend Windows neu installieren, sind die Daten verloren. Das lässt sich nur verhindern, wenn Sie vor einer Neuinstallation das Verschlüsselungszertifikat exportieren. Sie finden das Zertifikat unter jeder Windows-Version in der Systemsteuerung unter „Internetoptionen“ auf der Registerkarte „Inhalte“ hinter der Schaltfläche „Zertifikate“. Hier können Sie das Zertifikat mit der Beschriftung „Verschlüsseltes  Dateisystem“ unter „Beabsichtigte Zwecke des Zertifikats“ markieren und per Schaltfläche „Exportieren“ exportieren, um diese Situation zu verhindern.

Windows 7 unterstützt Sie beim Zertifikatsexport mehr als die Vorgängerversionen: Sobald Sie die erste Datei per EFS verschlüsseln, startet automatisch ein Assistent und legt Ihnen nahe, den Schlüssel zu sichern. Sie können dies sofort tun, auf die nächste Windows-Anmeldung verlegen oder auch komplett ablehnen. In letzterem Fall bleibt Ihnen immer noch der Weg über die Internetoptionen, falls Sie es später dennoch tun wollen. Weitere Tipps zur Datenverschlüsselung finden Sie in dem Beitrag „ Datenverschlüsselung mit Truecrypt, Axcrypt & Co. “.

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