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WLAN-Router im Test: Plätze 6 bis 1

21.03.2012 | 11:45 Uhr |

Ab Werk mit Tempo-Bremse
Vergrößern Ab Werk mit Tempo-Bremse
© Trendnet

Platz 6: Trendnet TEW-692GR

Trendnet leistet sich einen bösen Konfigurationsschnitzer: Ab Werk sind auch für die 5-GHz-Frequenz nur 20 MHz breite Funkkanäle zugelassen, das bremst den Router deutlich herunter. Zum Test stellten wir für 5 GHz die automatische Auswahl der Kanalbreite ein, wie sie alle anderen Router standardmäßig anbieten. Beim Tempo schnitt der TEW-692GR fast immer ordentlich ab, lieferte allerdings auch nie Spitzenwerte. Außerdem bietet er weniger Ausstattung und Funktionen als die Konkurrenz: Ihm fehlt ein USB-Anschluss oder die Möglichkeit, ein Gäste-WLAN einzurichten. Der TEW-692GR ist der einzige Router im Testfeld mit externen Antennen. Austauschen können Sie sie aber nicht. Das Handbuch ist in Englisch, zum Test schickte uns Trendnet eine Beta-Firmware mit deutscher Menü-Oberfläche.
Positiv: Viele Filteroptionen, Geringer Stromverbrauch
Negativ: Nicht ab Werk verschlüsselt, Kein USB-Anschluss, Kein Gastzugang, Handbuch nur in Englisch
Testnote: befriedigend 2,59
Preisurteil: noch preiswert
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 155 Euro

Sehr günstig, aber unfertig
Vergrößern Sehr günstig, aber unfertig
© Belkin

Platz 5: Belkin Play N750 DB

Mit 100 Euro ist der Belkin-Router mit Abstand das günstigste Gerät im Test. Bei der Ausstattung fällt das nicht auf: Er bietet beispielweise zwei USB-Anschlüsse. In den Tempo-Tests hielt der Router über 2,4 GHz gut mit, über 5 GHz schnitt er aber schwächer ab als die Konkurrenz, besonders über die lange Distanz. Das Einrichten macht Belkin besonders leicht: Netzwerk- und Stromkabel sind schon angesteckt, wenn Sie den Router aus dem Karton nehmen, eine Karte mit dem voreingestellten WLAN-Namen und -Passwort liegt bei. Dafür wirkt der N750 DB an anderen Stellen noch unfertig: Zum Beispiel fehlen ihm Filterfunktionen. Der Aufruf der entsprechenden Menüseite ergibt im Browser einen 404-Fehler: Hier muss Belkin dringend per Firmware-Update nachbessern.
Positiv: Schnell im Simultanbetrieb, Günstig, Zwei USB-Anschlüsse, Passender USB-Adapter erhältlich
Negativ: Keine Filterfunktionen, Geringe Datenrate über 5 GHz
Testnote: befriedigend 2,52
Preisurteil: günstig
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 100 Euro

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Der etwas andere Router
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© Apple

Platz 4: Apple Airport Extreme

Im gleichzeitigen Betrieb über 2,4 und 5 GHz gibt der Apple-Router mächtig Gas. Auch für Anwender mit vielen Nachbar-WLANs bietet sich der Airport Extreme an: Im Test ließ er sich auf kurze Distanz kaum durch andere Funknetzwerke stören. Über längere Entfernung sollten Sie ihn aber nur auf der 5-GHz-Frequenz einsetzen. Zum Einrichten des Apple-Routers müssen Sie unter Windows ein zusätzliches Tool installieren. Manche Funktionen, zum Beispiel das Einstellen des Repeater-Modus, tauchen dort erst auf, wenn Sie die Taste „Alt Gr“ gedrückt halten, was aber im Handbuch nicht beschrieben ist. Für Unternehmen ist der Apple-Router besser geeignet als die anderen Testgeräte: Er unterstützt das Syslog-Protokoll für Fehlermeldungen und die Authentifizierung per Radius-Server
Positiv: hohes Tempo im Simultanbetrieb, USB, IPv6
Negativ: Nur drei LAN-Ports, Einrichtung nur über Zusatz-Tool, Kein WPS-Knopf
Testnote: gut 2,49
Preisurteil: noch preiswert
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 159 Euro

Schicker Router, stressfreie Einrichtung
Vergrößern Schicker Router, stressfreie Einrichtung
© Linksys

Platz 3: Linksys E4200

Der dezente Linksys-Router fügt sich sogar in elegante Wohnungen nahtlos ein. Sein Spezialgebiet sind Multimedia-Transfers auf kurze Distanz: Über die 5-GHz-Frequenz war er der schnellste Router im Testfeld. Weniger stark zeigte er sich beim Tempo auf dem 2,4-GHz-Band sowie über längere Entfernungen. Der E4200 ist zwar nicht ab Werk verschlüsselt, doch der Router erledigt die Verschlüsselung automatisch, wenn Sie zum Einrichten den Installationsassistenten Cisco Connect auf CD nutzen. Erst für Profi-Optionen müssen Sie ins sehr übersichtliche Browser-Menü wechseln. Im Gäste-Netzwerk können Sie die maximale Anzahl der Nutzer begrenzen. Angenehm einfach lassen sich über die Kinderschutzfunktion zeitliche oder inhaltliche Internetsperren einrichten.
Positiv: Sehr schnell im Simultanbetrieb, USB-Anschluss, Medien- und Datei-Server, Zahlreiche Filteroptionen, Unterstützt IPv6
Negativ: Nicht ab Werk verschlüsselt
Testnote: gut 2,23
Preisurteil: noch preiswert
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 179 Euro

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Beste Ausstattung, beste Bedienung
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© AVM

Platz 2: AVM Fritzbox WLAN 3370

Bei der Fritzbox sparen Sie sich das DSL-Modem: Das hat der AVM-Router eingebaut. Er liefert meist hohe Datenraten, für große Distanzen eignet er sich aber weniger. Das Menü kommt sowohl Einsteigern wie Profis entgegen: Durch sinnvolle Werkeinstellungen und Assistenten nimmt AVM dem Anwender das sichere Einrichten ab. Im Expertenmodus bietet das Menü viele, aber oft sehr verschachtelte Optionen. Übersichtlicher als andere Router präsentiert die Fritzbox die Inhalte von angeschlossenen USB-Speichern. Um die Fehlersuche zu erleichtern, liefert der Router umfassende Statistiken zur DSL-Verbindung und WLAN-Umgebung. Hinderlich: Drei der vier Gigabit-LAN-Ports bremst AVM auf Fast-Ethernet-Tempo. Für volle Geschwindigkeit müssen Sie erst den Stromsparmodus abschalten.
Positiv: VDSL-Modem eingebaut, 2 USB-Anschlüsse, Medien- und Datei-Server, Unterstützt IPv6, 5 Jahre Garantie
Negativ: Keine simultane Übertragung
Testnote: gut 2,07
Preisurteil: preiswert
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 179 Euro

Hohes Tempo, gut strukturierte Menüs
Vergrößern Hohes Tempo, gut strukturierte Menüs
© Netgear

Platz 1: Netgear WNDR4500

Der hoch aufragende Netgear-Router war das schnellste Gerät im Test. Er lieferte ordentliche Datenraten sowohl über kurze wie lange Distanzen: Damit lässt er sich sehr flexibel einsetzen. Besonders für Multimedia-Übertragungen auf dem 5-GHz-Band empfiehlt er sich mit hohen Datenraten. Den Fantasieangaben des Herstellers, der von bis zu 900 MBit/s spricht, kommt er aber nicht einmal entfernt nahe. Das Menü ist übersichtlich und in Basis- und fortgeschrittene Optionen unterteilt: Dort können Sie beispielsweise den Zugriff auf einen angeschlossenen USB-Speicher sowie den Gastzugang detailliert einstellen. Um die Filterfunktionen der Elternkontrolle einzurichten, müssen Sie zuerst eine zusätzliche Datei herunterladen und installieren: Das Einstellungsmenü gibt es derzeit nur in englischer Sprache.
Positiv: schnell über 5 GHz, USB-Anschluss, Medien- und Datei-Server, Unterstützt IPv6, Viele Filtermöglichkeiten
Negativ: Hoher Stromverbrauch
Testnote: gut, 1,77
Preisurteil: preiswert
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 189 Euro

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