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WLAN-Konfiguration: Das sind die wichtigsten Einstellungen

08.12.2003 | 10:19 Uhr |

An welcher Stelle im Konfigurations-Tool Sie die einzelnen WLAN-Einstellungen vornehmen, hängt vom jeweiligen Programm ab - die Bedienerführungen sind recht unterschiedlich. Die folgende Übersicht erläutert die wichtigsten Optionen:

Operating Mode/Betriebsart: Wenn Sie sich mit einem Access Point verbinden möchten, wählen Sie den Modus "Infrastructure" oder "Infrastruktur". Das ist immer dann der Fall, wenn Sie Verbindung zu einem fest verkabelten Netzwerk aufnehmen. Möchten Sie zwei oder mehr WLAN-Stationen ohne Access Point als lokales Netz einrichten, dann wählen Sie als Modus "802.11 Ad Hoc" oder "Ad Hoc". Mehr zu diesem Thema lesen Sie im "Wireless Peer-to-Peer-Netz: Adhoc-Netzwerk einrichten".

Channel/Kanal: Diese Option zeigt die Nummer des Funkkanals (1 bis 13) an, der für das Netzwerk verwendet wird. Alle Stationen müssen die gleiche Channel- Nummer haben, damit sie im gleichen Funknetz miteinander kommunizieren können. Den Kanal können Sie nur im Ad-hoc-Modus manuell anpassen. Falls der Infrastrukturmodus gewählt ist, ist dieser Parameter nicht aktiv.

SSID: Die Stations-ID (Service Set Identifier, SSID) ist der gemeinsame Erkennungs- und Gruppenname, den alle Teilnehmer Ihres drahtlosen Netzwerkes verwenden. Sie können sich nur mit einem Access Point verbinden, der dieselbe SSID hat. Die Stations-ID ist frei wählbar. Beachten Sie, dass bei der SSID Groß- und Kleinschreibung unterschieden werden. Im Ad-hoc-Modus müssen alle Stationen dieselbe SSID haben, damit die Rechner Daten austauschen können. Mit der SSID-Option "Any" oder "Beliebig" ermöglichen Sie die Verbindung zu einem beliebigen Access Point.

MAC-Adresse: Die MAC-Adresse Ihrer Netzwerkkarte ist ein Parameter, der nicht verändert werden kann. Sie benötigen die MAC-Adresse beispielsweise, um Filterregeln an Access Points oder einem WLAN-DSL-Router einzurichten.

Tx Rate/Geschwindigkeit: Die meisten WLAN-Netzwerkkarten unterstützen vier Übertragungsraten: 11 MBit/s (Standard) sowie 5,5, 2 und 1 MBit/s. Sie können die Übertragungsrate von Hand einstellen oder den Automatikmodus (meist "Fully Auto") wählen, der die für die aktuelle Signalstärke am besten geeignete Übertragungsrate automatisch einstellt.

WEP/Encryption: Sie können das Sicherheitsniveau des Funknetzes erhöhen, indem Sie die WEP-Verschlüsselungsfunktion einschalten. Durch die WEP-Verschlüsselung erschweren Sie einen unberechtigten Zugriff auf Ihr Netz. Standardmäßig ist WEP deaktiviert. Setzen Sie für sicherere Datenübertragungen die Verschlüsselung auf "128 Bit" oder bei älteren Geräten auf "64 Bit", wobei die Einstellung "128 Bit" ein höheres Maß an Sicherheit bietet. Die Einstellung muss für alle Clients in Ihrem drahtlosen Netzwerk identisch sein, alle Stationen im WLAN müssen also den gleichen WEP-Schlüssel verwenden. Der für WEP benötigte Sicherheitsschlüssel besteht bei der 128-Bit-WEP-Verschlüsselung aus einer 26-stelligen Zahlen-Buchstaben-Kombination (zehn Stellen bei 64-Bit-WEP).

Power Mode/Stromsparmodus: Wenn Sie ein Notebook verwenden, können Sie den Stromsparmodus aktivieren. Das reduziert den Energieverbrauch und verlängert die Nutzungsdauer des Akkus. Um Energie zu sparen, wird die Karte dann in Arbeitspausen vorübergehend abgeschaltet, was zu Verzögerungen führen kann.

Status: Das Statusfenster zeigt Ihnen die Stärke und Qualität des Funksignals an. Weitere Anzeigen in diesem Dialog sind der eingestellte Modus und die ID des Geräts, mit dem Sie verbunden sind. Einige WLAN-Utilities bieten zu Informationszwecken eine Statistikfunktion, die Ihnen eine Übersicht über die Datenpakete (Data Packets), Management-Pakete (Management Packets) und zurückgewiesenen Datenpakete (Rejected Packets) beim Senden und Empfangen anzeigt. Teilweise bieten die Tools auch eine Umgebungsübersicht über sämtliche WLAN-Stationen auf dem gleichen Kanal innerhalb der Funkreichweite.

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