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WIN. COM und SETVER: Umgekehrt eingesetzt

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Falsche Version! PC-Freaks wie ich, also solche mit der gewissen Hacker-Mentalität, denken grundsätzlich quer: Vor allem systemnahe Programme besitzen meistens neben der beabsichtigten nützlichen Funktion eine Kehrseite mit genau gegenteiliger Wirkung. Das Utility SETVER.EXE ist ein einschlägiges Beispiel. SETVER dient dazu, einem Programm, das nicht laufen will, eine falsche DOS-Versionsnummer vorzugaukeln. Es ist logischerweise auch umgekehrt möglich, einem problemlos laufenden Programm ein so altes DOS einzureden, daß es schließlich nicht mehr läuft.

So verlangt etwa Windows 3.1x -genauer gesagt: die Datei WIN. COM der Version3.1x -mindestens die DOS-Version 3.10. Es war mir kein Problem, einigen Leuten mit Hilfe einer Ansi-Bombe den DOS-Befehl "setver win. com 3.00" unterzuschieben. Der Aufruf "win" scheitert dann beim nächsten Systemstart mit der Meldung "MS-DOS, Version 3.10 oder höher wird benötigt." Dagegen hilft dann auch kein Neuinstallieren von Windows!Wie Sie sich wehren -Kommentar der Redaktion Wenn am DOS-Prompt eine Meldung erscheint, die sich über eine falsche Version beschwert, sollten Sie vor jeder anderen Aktion zunächst an das Setver-Utility denken. TIP: Mit "setver/ more"(/= Ascii 124) lesen Sie die aktuelle Tabelle, und im hier genannten Fall setzt "setver win. com/d" den Eintrag wieder zurück. Nach einem PC-Neustart funktioniert Windows wieder anstandslos.

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