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Vorsicht vor Software-Cracks

25.07.2011 | 11:33 Uhr | Christian Löbering

Bevor Sie Craagle starten, sollten Sie darauf achten, dass sich das Programm in der Bufferzone-Schutzzone befindet. Ist das nicht der Fall, klicken Sie die Craagle-Dateien mit der rechten Maustaste an und wählen „Move into BufferZone“.
Vergrößern Bevor Sie Craagle starten, sollten Sie darauf achten, dass sich das Programm in der Bufferzone-Schutzzone befindet. Ist das nicht der Fall, klicken Sie die Craagle-Dateien mit der rechten Maustaste an und wählen „Move into BufferZone“.

Cracks oder Key-Generatoren sind „Software-Gattungen“, die sich ideal dazu eignen, Schadcode auf Computer zu schleusen. Meist handelt es sich um ausführbare Dateien, zum Beispiel mit der Endung EXE, die häufig auch noch Administrator-Rechte verlangen und aus keiner verlässlich virenfreien Quelle stammen – ganz im Gegenteil. Wer die Freischaltung einer Software damit ausprobieren möchte, geht also das Risiko ein, ein verseuchtes Programm zu starten.

Craagle warnt zwar, bevor ein Crack von bestimmten Internetseiten heruntergeladen wird. Zudem gibt das Programm Hinweise, was bei diesen Cracks zu beachten beziehungsweise zu vermeiden ist. Allerdings genügt das bei Weitem nicht, um auf der sicheren Seite zu sein. Je nach Crack-Gattung gibt es aber Möglichkeiten, zumindest sicherer zu sein.

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Key-Generatoren etwa sind ausführbare Programme, die technisch gültige Seriennummern für eine bestimmte Software erstellen. Sie müssen in der Regel nicht auf die installierte Software zugreifen und auch nicht dauerhaft installiert werden. Deshalb können diese Programme ebenfalls in der Bufferzone-Schutzzone gestartet werden. Der erstellte Schlüssel selbst stellt dann, kein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar.

Patches sind Cracks, die Teile eines Programms so abändern, dass dessen Legitimierungs-Routine danach deaktiviert ist und es ohne Aktivierung/Seriennummer genutzt werden kann. Aufgrund dieser Tatsache müssen Patches in der Regel auf einem Arbeits-Windows und nicht in der Schutzzone gestartet werden, und das ist sehr riskant. Dieses Risiko kann zwar reduziert werden, indem bei jedem Patch zunächst in der Schutzzone von Bufferzone ausprobiert wird, ob er in der PC-Konstellation funktioniert. Falls die Ausführung fehlschlägt, könnte die zu patchende Software selbst in der Schutzzone oder einer virtuellen Maschine installiert und dann auch dort gepatcht werden. Klappt auch das nicht, ist der Crack nicht mit vertretbarem Risiko zu testen. Unzulässig bleibt er in jedem Fall.

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Diese Regel für Patches gilt generell für alle weiteren Arten von Cracks. Ein Software-Crack darf keinesfalls auf einem Arbeits-Windows installiert oder gestartet werden. Die Folgen wären nämlich völlig unkontrollierbar und die Risiken für private Daten, Konten und Kennwörter extrem hoch. Also Finger weg!

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