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Vorsicht, unerwünschte Mitleser!

09.05.2011 | 11:09 Uhr |

Wie stehts um meine Privatsphäre?
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© Polylooks

Wenn Sie eine Suchmaschinenanfrage senden - glauben Sie, Sie werden dabei beobachtet? Laut Googles Privatsphäre-Richtlinien überwacht das Unternehmen, welche Suchbegriffe Leute in die Suchmaschine eingeben, damit die Auto-Vervollständigungs-Funktion besser erraten kann, nach was Sie suchen. Das Unternehmen kontrolliert aber auch, welche URLs Sie in seinen Chrome-Browser eingeben. Ungefähr das gleiche gilt übrigens auch für Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing und seinem Browser, dem Internet Explorer .

Sowohl Google als auch Microsoft haben es deshalb schon mit Proteststürmen von Datenschützern zu tun bekommen. Google besänftigt die meisten von ihnen allerdings damit, transparenter in Sachen Schutz der Privatsphäre zu sein als Microsoft. Googles Privatsphäre-Center besteht aus leicht verständlichen FAQs und erklärenden Youtube-Videos; dagegen besteht Microsofts Privatsphäre-Pendant größtenteils aus Text, ohne konkrete Beispiele und mit komplizierten Sätzen, die das eigentliche Verständnis der Datenschutzrichtlinien erschweren.

Auch die meisten Sozialen Netzwerke sind im Schutz der Privatsphäre nicht besser. Twitter fehlt ein Privatsphäre-Center beispielsweise komplett. Immerhin hat es trotzdem Richtlinien und Optionen. Im Einstellungen-Menü können Sie etwa Ihren Standort zu Ihren Twitter-Feeds hinzufügen. Bei den meisten andere Sozialen Netzwerken ist diese Funktion hingegen schon standardmäßig aktiviert. Twitter gibt Ihnen auch die Möglichkeit, alle Geodaten aus früheren Tweets wieder zu entfernen. Eine andere Funktion sorgt dafür, dass Ihre Tweets komplett privat sind; also dass nur die Leute, die Ihnen folgen, sie sehen können.

Geodaten: So nutzen Sie Geotagging für Ihre Fotos

Auch LinkedIn hat seine eigenen Privatsphäre-Einstellungen. Ähnlich wie Twitter kann auch LinkedIn Ihre Kontaktliste vor jedem verbergen, der nicht schon mit Ihnen in Kontakt steht. Für noch mehr Sicherheit zeigt LinkedIn dann auch nur die Kontakte an, die Sie beide teilen, nicht Ihre komplette Freundesliste - zumindest nicht, ohne Ihr Einverständnis. Trotzdem hinkt LinkedIn in puncto Datenschutz sowohl Facebook, als auch Twitter hinterher.

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