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Vorsicht Phishing

Abzocker haben das Aussehen eines Post- Finance-Formulars täuschend echt nachgebaut
Vergrößern Abzocker haben das Aussehen eines Post- Finance-Formulars täuschend echt nachgebaut
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Auch Mails ohne Anhang sind gefährlich, wenn man auf sie hereinfallt. Widerwärtige Abzocker verschicken Mails, die aussehen, als kamen sie von eBay oder von einer Bank. In solchen Mails ist etwa die Rede von Sicherheitsmaßnahmen, die zum Schutz der Kunden getroffen worden seien. Die Maßnahmen erfordern angeblich, dass alle Kunden ihre Zugangsdaten (Konten, Benutzernamen, Passwörter, Streichlistennummern etc.) online in einem direkt in der Mail anklickbaren Formular verifizieren müssen. Mumpitz!

Kein seriöses Finanzinstitut wurde jemals per Mail von Ihnen verlangen, Ihre persönlichen Bankdaten in ein Online-Formular zu tippen. Wer Online-Banking betreibt, erfahrt echte Neuigkeiten auf anderem Weg: entweder in einem persönlichen Brief oder direkt nach dem Einloggen auf der Webseite, die man auch sonst für Online-Banking benutzt.

DIE "419ER"-MASCHE
Die meist in Englisch oder schlechtem Deutsch gehaltenen Mails bitten um Mithilfe bei der Transaktion einer großen Geldsumme. Oft geben sich die Absender als Angehörige eines ermordeten Politikers aus, dessen Vermögen es mit Hilfe Ihres Vorschusses außer Landes zu bringen gilt. Als Belohnung winke angeblich ein erklecklicher Anteil. Das ist natürlich fauler Zauber. Wenn Sie sich darauf einlassen, werden Sie entweder abgezockt und sehen Ihren Vorschuss nie wieder oder Sie machen sich der Geldwäscherei mitschuldig. Die Masche heißt 419, weil der entsprechende Rechtsparagraph in Nigeria (dem mutmaßlichen Ursprungsland) diese Nummer tragt.

DER TRAUM VOM SCHNELLEN GELD
Im Internet gibt's ein paar Schlaumeier, die arglosen Benutzern das schnelle Geld versprechen. Dabei handelt es sich um Multi-Level-Marketing-Systeme, die per Mail-, Usenet- oder Gästebuch-Spam beworben werden. Dabei solle man bei einigen anderen Systemteilnehmern irgendwelche nutzlosen .Reports. erwerben. Die Idee dahinter ist, anschließend selbst einige Leute zu finden, die diese Reports sowohl den bestehenden Teilnehmern sowie neuerdings auch Ihnen abkaufen. Diese Art von Schneeball- oder Pyramidensystem ist in der Schweiz verboten. Ausführliche Informationen über solche Systeme finden Sie zum Beispiel unter http://spam.trash. net/mlm oder www.cybercrime.admin.ch/d/fragen-schneeballsystem.htm.

KETTENMAILS WEITERLEITEN
Leiten Sie diese Mail dringend an alle Ihre Freunde weiter, heißt es in Mails, die dies in oft zu Tranen rührenden Texten aus den unterschiedlichsten Gründen verlangen: Mal wird angeblich ein Knochenmarkspender gesucht, mal ist von gefährlichen Computerviren die Rede, mal gewinne man durchs Weiterleiten angeblich ein Handy. Aber nichts davon ist wahr, denn bei diesen Mails handelt es sich um so genannte Hoaxes. Wer darauf hereinfallt und sie tatsachlich weiterverbreitet, macht sich bei den meisten Empfängern lächerlich.

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