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Vor- und Nachteile

26.02.2008 | 08:17 Uhr |

Im Offline-Bereich erfreut sich die Geldkarte einer äußerst hohen Verbreitung. Laut eigenen Angaben sind über 68 Millionen Karten mit dem Geldkarten-Chip im Umlauf, und eine gesonderte Anmeldung ist auch nicht nötig – einfach kostenlos am Automaten Geld auf die Karte überweisen. Gebühren entstehen keine. Die Liste der Offline-Bezahlmöglichkeiten ist lang. Sie reicht von Fahrkarten- über Parkschein- bis hin zu Zigarettenautomaten.

Für Händler hat die Geldkarte auch online einige Vorteile. Sie ist im Vergleich zu den Gebühren anderer Bezahlsysteme, besonders im Internet, sehr günstig. Das Bankenentgelt für die Zahlungsgarantie beträgt nur 0,3 Prozent des Kaufumsatzes beziehungsweise mindestens 1 Cent pro Transaktion. Zum anderen erhält der Händler dank des Prepaid-Systems eine garantierte Zahlungssicherheit.

Gebühren: Die Tabelle zeigt die Gebühren im Vergleich mit alternativen Bezahlmethoden. (Quelle: Geldkarte)
Vergrößern Gebühren: Die Tabelle zeigt die Gebühren im Vergleich mit alternativen Bezahlmethoden. (Quelle: Geldkarte)
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Für Kunden dagegen lohnt sich der Einsatz der Geldkarte im Internet nur bedingt. Zum einen hat die hohe Sicherheit seinen Preis, denn der Kunde braucht ein Chipkarten-Lesegerät der Klasse 3. Kostenpunkt für die Hardware sind 50 Euro aufwärts. Zum anderen müssen die Akzeptanzstellen im Internet schon mit der Lupe gesucht werden, von einer universell einsetzbaren Zahlungsmöglichkeit kann nicht die Rede sein.

Fazit
Offline sind die Vorteile unbestritten, online steht die Geldkarte trotz der hohen Sicherheit allerdings auf verlorenem Posten. Sie ist zwar sicher, aber dank der teuren Anschaffung einer zusätzlichen Hardware und nur einer Handvoll Akzeptanzstellen unpraktikabel und bisher nicht empfehlenswert.

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