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Vor Gericht nicht zu belangen

25.04.2002 | 15:12 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Doch damit nicht genug. Falls es tatsächlich zu einem Datenklau kommt, muss der Cracker möglicherweise nicht einmal mit Strafverfolgung rechnen, wie Dornseif ausführt: "Versucht ein Unbefugter, über ein derartiges Netzwerk übertragene Daten auszuspähen, kann er wahrscheinlich nicht einmal gerichtlich belangt werden". Und weiter: "Laut Strafgesetzbuch erstreckt sich der rechtliche Schutz lediglich auf Daten, die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind."

Dies würde bedeuten, dass ungesicherte Funknetze ein "Selbstbedienungsladen" für jeden Angreifer wären. Selbst wenn der Betreiber eines Funknetzes seine Daten verschlüsselt, erscheint die Rechtslage unsicher. Nach Meinung von Dornseif und seines Kollegen Kay Schumann ist die derzeitige Gesetzeslage nicht ausreichend. Die bisherigen Vorschriften für derartige Computerdelikte stammen aus dem Jahr 1986 und müssten an die aktuelle Situation dringend angepasst werden.

Das Fazit der Nachwuchs-Wissenschaftler: "Wer schutzwürdige Daten übertragen wolle, der solle sich überlegen, auf den Einsatz von Funknetzen ganz zu verzichten."Den vollständigen Beitrag finden Sie hier.

CeBIT: Rund 800 offene Funk-Netzwerke (PC-WELT Online, 15.03.2002)

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