725562

Von Truecolor auf 256 Farben

Anforderung

Zeitaufwand

Wenn Sie eine Bilddatei von 24-Bit-Echtfarben auf die 256-Farben-Palette (8 Bit) reduzieren, sparen Sie zwei Drittel Speicherplatz und Rechenzeit. Doch nicht allein bei knappem Speicher empfiehlt sich dieses Vorgehen. Auch Multimedia-Anwendungen erfordern oft 8 Bit, und Präsentations- und Diaschau-Programme spulen 8-Bit-Bilder weit zügiger ab als schwergewichtige 24-Bit-Bilder. Um die Farbtiefe zu reduzieren, bietet das Shareware-Programm Paint Shop Pro ausgefeilte Funktionen. Doch wie läßt sich die Farbstimmung der ursprünglichen Echtfarben-Datei möglichst erhalten?In der Regel gehen bei der Reduktion Zwischentöne verloren. Rufen Sie mal in Paint Shop Pro den Befehl "Colors, Count Colors Used" auf, um sich die Zahl der ursprünglich verwendeten Farbwerte nennen zu lassen - es sind oft viele zehntausend. Mit "Colors, Decrease Color Depth, 256 Colors (8 Bit)" reduzieren Sie diese Farbenpracht auf gerade mal 256 Tonwerte. Um eine möglichst ähnliche Farbstimmung zu erzielen, wählen Sie im Dialogfeld unter "Palette" die Option "Optimized". Damit weist Paint Shop Pro dem Bild nämlich nicht die 256 gleichmäßig verteilten Farben der Windows-Palette zu. Statt dessen ermittelt die Software die 256 häufigsten Tonwerte des Bildes. Damit erhält etwa eine Landschaftsaufnahme eine ganz andere Farbpalette als ein Porträt. Sollen in der Palette auf jeden Fall die Windows-Systemfarben vorkommen, zum Beispiel für Multimedia-Anwendungen, dann wählen Sie "Include Windows' Colors" im Feld "Options".Als "Reduction Method" kreuzen Sie nicht "Nearest Color" an, sondern "Error Diffusion". Damit ersetzt Paint Shop Pro nicht-verfügbare Tonwerte nicht durch den nächstmöglichen Tonwert; sondern benützt ein Streuraster mehrerer benachbarter Tonwerte. Das ergibt ein wesentlich feineres Bild. Um den Streu-Effekt einzuschränken, klicken Sie "Reduce Color Bleeding" im Feld "Options" an. Nur bei plakativen Grafiken oder Screenshots sollten Sie diese Fehlerstreuung vermeiden. Einfarbige Flächen verwandeln sich mit etwas Pech in Streuselkuchen, die homogene Wirkung ist weg.

Doch in vielen Situationen ist auch die optimierte Palette mit Fehlerstreuung noch nicht ideal. Wenn Sie Ihre individuelle Farbpalette erstellen, kann Paint Shop Pro vor allem den Bildteil berücksichtigen, den Sie mit dem Rahmen-Werkzeug ausgewählt haben. Dem Hintergrund teilt es dann weniger Farben zu. So wird er im 8-Bit-Bild zwar nicht so genau wiedergegeben, dafür gibt es aber weniger Verluste beim Hauptmotiv. Im Feld "Options" können Sie dem markierten Bildteil eine Priorität zwischen 1 und 10 zuweisen. Größe und Lage des Auswahlrahmens korrigieren Sie mit dem Kreuzpfeil-Werkzeug.

PC-WELT Marktplatz

725562