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Viren-, Treiber- und Datenträger-Check

30.07.2012 | 09:09 Uhr | Roland Freist

3. Viren-Check
Jeder PC braucht einen Virenscanner. Derzeit stehen über zwei Dutzend Schutzprogramme zur Wahl, wobei die kostenlosen Tools wie Avira Free Antivirus meist einen geringeren Funktionsumfang bieten wie ein kostenpflichtiges und komplettes Internetsicherheitsprogramm. Wenn der Virenjäger einen Eindringling meldet, sollten Sie ihn die betroffenen Dateien löschen oder in Quarantäne verschieben lassen.Bei starkem Befall oder besonders aggressiven Schädlingen empfiehlt es sich hingegen, den Rechner von einer Antiviren-DVD neu zu booten und untersuchen zu lassen.

Driver Easy ist in der Treiberwelt das Äquivalent zu Sumo und zeigt Ihnen die Geräte Ihres Rechners an, für die aktuellere Software verfügbar ist.
Vergrößern Driver Easy ist in der Treiberwelt das Äquivalent zu Sumo und zeigt Ihnen die Geräte Ihres Rechners an, für die aktuellere Software verfügbar ist.

4. Treiber-Check
Fehlerhafte Treiber sind in Windows eine häufige Absturzursache. Insbesondere bei neu entwickelten Grafikchips und ihren Treibern kracht es häufig. Die oftmals schnell nachgeschobenen Updates laufen dann nicht nur stabiler, sondern sind auch noch einmal optimiert. So laufen vor allem Spiele schneller, und der Benutzer bekommt mehr Einstellmöglichkeiten. Windows kümmert sich lediglich darum, dass funktionierende Treiber für die vorhandene Hardware installiert werden. Das Windows-Update sucht automatisch in regelmäßigen Abständen nach neuen Versionen und bietet sie zum Download an. Diese Treiber sind WHQL-zertifiziert (Windows Hardware Quality Labs), was bedeutet, dass der Hardware-Hersteller sie nach einem definierten Verfahren getestet und Microsoft das Protokoll zur Verfügung gestellt hat.

So heilen Sie Hardware- oder Treiberdefekte

Microsoft führt dann eventuell noch weitere Tests durch und versieht die Treiberdateien anschließend mit einer digitalen Signatur. Diese Treiber sind auf Stabilität und sicheren Windows-Betrieb ausgelegt. Vom Chip-Hersteller sind jedoch zumeist neuere Versionen verfügbar, die schneller sind, aber eben keine WHQL-Zertifizierung besitzen. Um festzustellen, ob es für Ihre Hardware neuere Treiber gibt, setzen Sie kostenlose Tools ein. Empfehlenswert sind etwa Driver Easy und Slimdrivers . Beide scannen die vorhandene Treiber-Software, gleichen die Versionsnummern mit einer Datenbank ab und bieten anschließend einen Download der aktuellen Versionen an.

Crystal Disk Info zeigt Ihnen die aktuellen S.M.A.R.T.-Informationen der Festplatte an. So erfahren Sie, ob die Festplatte noch völlig in Ordnung ist.
Vergrößern Crystal Disk Info zeigt Ihnen die aktuellen S.M.A.R.T.-Informationen der Festplatte an. So erfahren Sie, ob die Festplatte noch völlig in Ordnung ist.

5. Datenträger-Check
In früheren Jahren waren Systemabstürze aufgrund von Festplattenfehlern, etwa wegen fehlerhafter Sektoren, eine ständige Gefahr und führten immer wieder dazu, dass wichtige Daten verloren gingen. Aber seit 1996 sorgt bei den meisten Festplatten S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) dafür, dass sich die Platte kontinuierlich selbst überwacht und die aktuellen Werte in einem für das Betriebssystem unsichtbaren Bereich speichert. Den aktuellen Stand der S.M.A.R.T.-Analysen können Sie mit dem kostenlosen Crystal Disk Info ermitteln.

Mit Bordmitteln die Platte prüfen: Trotzdem kann es nach starken Erschütterungen (Notebook ist etwa auf den Boden gefallen) immer noch zu einem Datenverlust aufgrund einer fehlerhaften Platte kommen. Wenn Windows danach beim Booten Fehlermeldungen ausstößt, nach wenigen Minuten abstürzt oder bestimmte Dokumente nicht mehr lesbar sind, sollten Sie zunächst alle noch erreichbaren, wichtigen Daten sichern. Anschließend können Sie versuchen, die fehlerhaften Sektoren mit den Bordwerkzeugen von Windows zu identifizieren und die dort gespeicherten Daten zu retten: Rufen Sie den Windows-Explorer auf, klicken Sie das betroffene Laufwerk mit der rechten Maustaste an, gehen Sie auf „Eigenschaften“, und wechseln Sie zum Register „Tools“. Klicken Sie auf „Jetzt prüfen“.

Datenrettung mit Profi-Tool: Wenn die Prüfung Fehler ergibt, sollten Sie die Platte austauschen. Am besten besorgen Sie sich dazu eine zweite Festplatte, bauen sie parallel zur ersten in Ihren Rechner ein, installieren Windows und ziehen die unbeschädigten Daten von der defekten Disk herüber. Sollten einige Ihrer wichtigen Daten ausgerechnet in den beschädigten Sektoren liegen, werden Sie in den meisten Fällen Geld in die Hand nehmen müssen. Eine gute Software zur Rettung solcher Daten ist Easeus Data Recovery Wizard . Nutzen Sie die kostenlose Free-Edition, installieren Sie sie auf der neuen, unbeschädigten Platte und lassen Sie das Programm auf die defekte Disk los.

Die Free-Edition zeigt Ihnen, ob sie in der Lage ist, die Daten aus den beschädigten Sektoren zu rekonstruieren. Wiederherstellen kann die Version bis zu 1 GB an Daten. Wer mehr benötigt, muss auf die 70 Dollar teure Vollversion ausweichen. Als Alternative können Sie die Platte an einen professionellen Datenrettungsdienst schicken. Das wird in der Regel aber noch teurer. Die Preise beginnen bei 250 Euro und klettern dann schnell auf 1000 Euro für eine Festplatte.

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