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Viel schneller mit Smartdrive

Anforderung

Zeitaufwand

Problem: Sie besitzen ein Iomega Zipdrive für die parallele Schnittstelle und stellen fest, daß die Übertragungsgeschwindigkeit mangelhaft ist, und schon allein das Einlesen von großen Verzeichnissen auf dem Zip-Laufwerk extrem lange dauert.

Lösung: Die Parallelport-Version ist natürlich immer deutlich langsamer als die SCSI-Variante. Sie bekommen aber auch an der parallelen Schnittstelle ein wesentlich schnelleres Zipdrive, wenn Sie dem Laufwerk eine ordentliche Pufferung spendieren. Dabei ist wie bei CD-Laufwerken oder Disketten zu beachten, daß sich der 32-Bit-Cache Vcache von Windows um Zip-Laufwerke grundsätzlich nicht schert. Hier hilft nur der alte Smartdrive weiter, der unbedingt nach der Initialisierung durch GUEST.EXE geladen werden muß. Bei einem kleinen Kopiertest vom Zip-Laufwerk auf Platte mit 6 MB Daten ergaben sich folgende aufschlußreiche Ergebnisse (Minuten:Sekunden):1. Kopieren unter DOS ohne Smart-drive - 2:412. Kopieren unter Windows (Vcache) ohne Smartdrive - 2:193. Kopieren mit Smartdrive bei gleichzeitiger Pufferung des Ziellaufwerks (durch Smartdrive oder Vcache) - 1:20 und 1:234. Kopieren mit exklusivem Smartdrive-Cache nur für das Zip-Laufwerk (nicht für das Ziellaufwerk!) unter DOS - 0:34Wie Sie sehen, bringt Smartdrive das Zip in jedem Fall ordentlich in Schwung. Wie Sie ferner am letzten Test erkennen, ist das Zip-Laufwerk so entscheidend langsamer als die Festplatte, daß die mit Abstand beste Leistung durch exklusive Pufferung des Zips erzielt wird (etwa "smartdrv 4096 0 a- b- c- d+"). Wenn sich das Zip-Laufwerk den Puffer mit der Platte teilen muß, schafft es immer noch passable, aber nicht mehr optimale Leistungen (siehe drittes Ergebnis).Wie läßt sich diese Erkenntnis umsetzen? Es kommt wohl auf die Situation an: Wo ein Zip-Laufwerk permanent an einem Windows-PC hängt, sollte Smartdrive mit einer dem verfügbaren RAM angemessenen Puffergröße (auch unter Windows) allein das Zip puffern (etwa "smartdrv 4096 2048 a- b- c- d+" bei 16 MB), Vcache den Rest. Damit erzielen Sie passable Zugriffszeiten für alle Laufwerke. Wird das Zip hingegen nur schnell mal angehängt, um größere Datenmengen zu übertragen, arbeiten Sie am besten unter purem DOS und mit maximaler Puffergröße für Smartdrive, wobei Sie die Platte von der Pufferung ausnehmen ("smartdrv 6000 0 a- b- c- d+ ...").Ein weiterer kleiner Tip zur Treiber-initialisierung: Sie sparen sich mit dem ständig angeschlossenen Parallelport-Zip bei jedem Systemstart vier Sekunden, wenn Sie in der GUEST.INI die Zeile "SCAN=ON" auf "OFF" setzen und alle Treiber außer ASPIPPA3.SYS mit einem Semikolon oder mit REM auskommentieren.

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