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17.06.2005 | 12:28 Uhr |

Bewegte Bilder lassen sich mit allem Komfort am PC betrachten – und zwar nicht nur, wenn sie von einer Video-DVD kommen. Voraussetzung ist, dass der Rechner über einen ausreichend starken Prozessor verfügt. Eine Taktrate von 1 GHz genügt, wenn es sich nicht um hochauflösendes (HDTV-)Material handelt. Der PC verarbeitet neben Videodateien im MPEG-Format, wie Sie auf DVD oder (S)VCD vorliegen, auch AVI-Dateien, die mit Codecs wie Divx oder Xvid komprimiert sind. Hier müssen Wohnzimmergeräte in vielen Fällen passen.

5. Beim Laufwerk spielt das Tempo keine Rolle

Zum Abspielen von DVDs benötigen Sie ein DVD-ROM-Laufwerk. Ob es 8- oder 16faches Tempo schafft, ist eigentlich egal, denn für diese Aufgabe reicht einfache Lesegeschwindigkeit. Wichtiger ist eine gute Fehlerkorrektur. Hohes Lesetempo bringt nur Vorteile beim Kopieren oder Installieren von DVDs.

6. DVD oder Divx – auf den Codec kommt es an

Mit dem Media Player bringt Windows bereits ein eigenes Abspielprogramm für Videodateien mit. Empfehlenswerte Freeware-Player sind zum Beispiel Bsplayer 1.22 und der englischsprachige Zoom Player 4.0.3.

Damit der Player die Videodatei wiedergeben kann, benötigt er den passenden Codec. Ohne einen MPEG-2-Codec lassen sich zum Beispiel keine DVDs oder SVCDs abspielen. DVD-Player-Software wie Cyberlink Power DVD 6, die häufig Brennern und Grafikkarten beiliegt, bringt diesen Codec mit. Wer dieses Programm installiert hat, kann auch mit dem Windows Media Player DVDs abspielen, da der den Power- DVD-Codec nutzt.

Wenn eine Videodatei mit der Endung AVI auf Ihrem PC nicht läuft oder Sie nur den Ton hören, finden Sie mit der englischsprachigen Freeware Gspot 2.52 heraus, welchen Codec Sie für den vollen Filmgenuss installieren müssen. Für Filme, die per Divx oder Xvid codiert sind, reicht meist das englischsprachige Open-Source-Tool Ffdshow 20041012. Es enthält zahlreiche Codecs und ist auch Teil zahlreicher Codec-Packs, die Sie im Internet finden.

7. Tipps für ruckelfreien Filmgenuss

Bei aktuellen PCs liegt es auf keinen Fall am Prozessor, wenn sich Filme nur mit Aussetzern abspielen lassen. Mit folgenden Tipps läuft der Video-Abend störungsfrei:

1. Medium säubern. Bei Staub oder Fingerabdrücken auf der DVD oder der (S)VCD benötigt das Laufwerk mehrere Versuche, bis es die Daten lesen kann. Dadurch stockt das Abspielen.

2. Ultra-DMA aktivieren . Gehen Sie im Geräte-Manager bei „IDE ATA/ATAPI Controller, Primärer IDE-Kanal“ und „Sekundärer IDEKanal“ auf „Erweiterte Einstellun- gen, Übertragungsmodus“, und stellen Sie „DMA, wenn verfügbar“ ein.

3. Hardware-Beschleunigung verwenden. Aktivieren Sie diese Option in der DVD-Player-Software, die meist unter „Einstellungen, Video“ zu finden ist. Sie entlastet die CPU und verbessert die Bildqualität, wenn Sie eine aktuelle Grafikkarte besitzen, die adaptives De-Interlacing unterstützt. Sie wissen nicht, ob das bei Ihrer Karte der Fall ist? Probieren Sie es aus. Wenn Bildfehler auftreten oder das Ruckeln stärker wird, machen Sie den Schritt wieder rückgängig.

4. Wiederholrate anpassen. Auf DVDs liegt das Videomaterial meist im PAL-Format mit 25 Voll- oder 50 Halbbildern pro Sekunde vor. Stellen Sie möglichst ein Vielfaches davon als Wiederholrate für Ihren Monitor ein. Ideal sind 75 Hz für TFTs und 100 Hz für Röhrenmonitore – falls der Monitor diese Werte auch unterstützt.

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