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Verteilte Entwicklung

09.07.2007 | 10:20 Uhr |

LibPcap nutzte Combs, um Signale anzuzapfen, und das ursprünglich für Unix entwickelte Hilfsprogramm TCPdump, um die damals noch in Textform dargestellten Daten für die spätere Analyse zu speichern. Anfänglich lief Ethereal auf den Betriebssystemen Linux und Solaris und eignete sich zur Protokoll-Analyse von IP, TCP, UDP und natürlich von Ethernet, dem Namenspaten.

Nur 20 000 Progammzeilen habe sein allererstes Release umfasst, sagt er, "heute sind es über eine Million". Das spontane Feedback der Entwickler zeigt, dass Combs Arbeit an einem eigenen Network Analyzer zur richtigen Zeit, und seine Entscheidung, ihn unter der GNU General Public Licence öffentlich zugänglich zu machen, vielen Bedürfnissen entgegen kam.

Ein halbes Dutzend Leute hätten anfänglich mitgearbeitet, heute seien es 400 bis 500 Entwickler, die das Copyright an den, von ihm "Dissectors" genannten Decodern besäßen. Über mehr als 750 solcher Protocol-Dissectors verfügt Wireshark inzwischen, und mit jeder neuen Anwendung, wie etwa der Internet-Telefonie VoIP, kommen weitere hinzu.

Die hohe Decoder-Zahl ist denn auch einer der Pluspunkte des Open-Source Produkts. "Das A und O eines Protocol Analyzers sind Anzahl und Decodierungsgrad der analysierten Protokolle", kommentiert Rolf Leutert, Netzwerkanalyse-Experte der ersten Stunde.

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