779616

Versteckte Windows Sicherheitszentrale nutzen

19.01.2011 | 12:03 Uhr | Christian Löbering

Der Baseline Security Analyzer bewertet die Sicherheit.
Vergrößern Der Baseline Security Analyzer bewertet die Sicherheit.
© 2014

Sie können die Sicherheit Ihres WindowsSystems weiter verstärken, indem Sie eine Reihe zusätzlicher Sicherheitseinstellungen treffen. Viele dieser Optionen erreichen sie nicht über die Windows-Oberfläche. Vielmehr handelt es sich um spezielle Einträge in der Registrierungsdatenbank, die die Sicherheitsrichtlinien („Security Policies“) von Microsoft umsetzen. Windows enthält aber mit der Management Console eine nahezu unbekannte Sicherheitszentrale, über die Sie alle nötigen Einstellungen trotzdem per Mausklick konfigurieren können.
Sicherheitszentrale bei Windows XP Home Edition nachrüsten: Bei der Home Edition von Windows XP wird die Sicherheitszentrale standardmäßig nicht mitgeliefert. Sie können sie aber ganz einfach nachinstallieren. Dazu brauchen Sie das Programm pcwGPInst und die vollständige, 313 MB große Installationsdatei von Windows XP Service Pack 3. Diese Datei ist auch nötig, wenn Sie das Service Pack 3 bereits installiert haben.

Entpacken Sie pcwGPInst in einen beliebigen Ordner auf einem Laufwerk Ihres PCs, auf dem noch mindestens 1 GB Speicherplatz frei ist. Kopieren Sie die Service-Pack-3-Datei (WindowsXP-KB936929-SP3-x86-DEU.exe) ebenso in diesen Ordner, oder laden Sie sie über die Internetadresse www.pcwelt-praxis.de/sp3 dorthin. Dann starten Sie pcw-GPInst.cmd per Doppelklick und warten auf die Meldung „Die Installation ist abgeschlossen“. Auf die Frage „Soll Gpedit.msc jetzt gestartet werden? (J/N)“ drücken Sie die Taste N und dann die Enter-Taste.

Sicherheitszentrale bereits installiert oder nachgerüstet: Halten Sie die Windows-Taste, und drücken Sie die Taste R, um das „Ausführen“-Feld zu öffnen. Hier tippen Sie mmc ein und drücken dann die Enter-Taste. Daraufhin öffnet sich die Management Console. Wählen Sie in ihr „Datei, Snap-In hinzufügen/entfernen“.

Bei Windows XP klicken Sie dann auf „Hinzufügen“, markieren in der Snap-In-Liste den Eintrag „Sicherheitskonfiguration und -analyse“ und klicken auf „Hinzufügen, Schließen, OK“.

Bei Windows Vista und 7 wählen Sie in der linken Fensterhälfte den Eintrag „Sicherheitskonfiguration und -analyse“ und klicken auf „Hinzufügen“. Zusätzlich wählen Sie darunter das Snap-In „Sicherheitsvorlagen“ und klicken auf „Hinzufügen, OK“. Dann markieren Sie in der linken Spalte den neuen Eintrag „Sicherheitsvorlagen“, um einen neuen Ordner für Ihre Sicherheitsvorlagen anlegen zu lassen. Dessen Pfad können Sie nun im rechten Fensterteil sehen, er lautet meist „C:\Users\Benutzername\Documents\Security\Templates“.

Sicherheitsvorlage unter Windows XP einlesen: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag „Sicherheitskonfiguration und -analyse“, und wählen Sie im danach erscheinenden Menü den Eintrag „Datenbank öffnen“. Dann geben Sie Ihrer neuen Sicherheits-Datenbank einen eindeutigen Namen, etwa in der Form Rechnername_Sicherheit, und klicken auf „Öffnen“.

Anschließend müssen Sie eine Vorlage mit Windows-Sicherheitseinstellungen auswählen. Die entsprechenden INF-Dateien finden Sie im Ordner „\Windows\Security\Temp-lates“. Die Datei mit den Werkseinstellungen heißt „Setup security.inf“ und ist nur nötig, wenn Sie die Konfiguration einmal zurücksetzen möchten. Die strengste Sicherheitsstufe stellt die Datei „Hisecws.inf“ dar. Da sie jedoch zu massiven Einschränkungen in der Nutzbarkeit Ihres Windows führt, sollten Sie die moderatere Vorlagen-Datei „Securews.inf“ bevorzugen. Markieren Sie sie, und klicken Sie dann auf „Öffnen“.

PC-WELT Marktplatz

779616