80316

Versandkosten, Steuern und sonstige Gebühren

30.11.2004 | 16:30 Uhr | Michael Schmelzle

Versandkosten: Sie hängen stark vom jeweiligen Anbieter ab, aber auch das Gewicht und die Wegstrecke, die die Sendung zurücklegen muss, beeinflussen die Kosten. Bestellen Sie beispielsweise in den USA, müssen Sie mit mindestens 20 Dollar rechnen. Nicht selten richten sich die Versandkosten auch nach der Bestellsumme. Je nach Anbieter berappen Sie dann zwischen sieben und 16 Prozent. In der Europäischen Union (EU) fallen im Durchschnitt doppelt so hohe Versandkosten als innerhalb Deutschlands an - Sie müssen mit mindestens neun Euro rechnen. Vergleichen Sie daher in jedem Fall die Versandkosten der ausländischen Anbieter.

Steuern: Beim Handel innerhalb der EU gibt’s eine klare Regelung. Bei Bestellungen von Privatpersonen gilt das „Kauflandprinzip“. Das heisst, Sie zahlen bei einem britischen Anbieter den englischen Mehrwertsteuersatz von 17,5 Prozent. Die deutsche Mehrwertsteuer müssen Sie nicht bezahlen. Die Sendung geht zudem direkt an Sie nach Hause und muss nicht mehr durch den Zoll – ein großer Vorteil des Europäischen Binnenmarktes. Nur für Kraftfahrzeuge gilt diese Regelung nicht.

Ordern Sie im Nicht-EU-Ausland, muss der Anbieter die Bestellung eigentlich als Mehrwertsteuer-freies Exportgeschäft betrachten und Ihnen eine Nettorechnung stellen. Große Versender handeln entsprechend, bei kleineren Anbietern hingegen müssen Sie oft die Mehrwertsteuer doppelt bezahlen.

Die deutsche Mehrwertsteuer in Höhe von 16 Prozent für Vater Staat schießt automatisch der Kurierdienst für Sie vor und treibt das Geld gegen eine geringe Gebühr bei Ihnen an der Haustür wieder ein. Ausnahmen stellen die staatlichen Postdienste dar. Versendet der Anbieter beispielsweise Ihre Bestellung mit dem United States Postal Service (USPS), landet das Päckchen beim Deutschen Zoll. Sie müssen es dann selber abholen und vor Ort die Mehrwertsteuer entrichten. Prüfen Sie also unbedingt die Versandbedingungen!

Sonstige Gebühren: In der Regel akzeptieren ausländische Versender Bestellungen nur per Kreditkarte oder Vorkasse, so dass meist Bankgebühren anfallen. Erkundigen Sie sich also vorab, welche Gebühren Ihre Bank für Kreditkartenzahlungen (Währungsumrechnungsgebühr, Auslandsaufschlag) oder Auslandsüberweisungen kassiert. Und vergessen Sie den Sicherheitsaspekt nicht. Tipps dazu bietet auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an.

PC-WELT Marktplatz

80316