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Verlorene Seriennummern: Firmen halten die Hand auf

29.10.2004 | 12:58 Uhr |

Wenn Sie sich – wie wohl die meisten Anwender – nicht haben registrieren lassen, sieht die Lage bei Verlust der Seriennummer nicht sehr günstig aus. Viele Firmen verlangen, dass Sie den Kaufbeleg und/oder einen Teil der Verpackung – etwa die untere Lasche mit dem Barcode-Aufkleber – oder die Umschlagseiten der Bedienungsanleitung einschicken. Und da Sie das per Post erledigen müssen, können schnell einige Tage oder Wochen ins Land gehen, bis Sie Ihre neue Seriennummer in Händen halten.

Übrigens sind Firmen nicht verpflichtet, Ihnen kostenlos Ersatz für Ihre Seriennummer zu liefern. Ob ein Unternehmen hier kulant ist oder sich den Aufwand, den eine solche Anfrage verursacht, bezahlen lässt, ist unterschiedlich. Microsoft etwa verlangt in zahlreichen Fällen eine Gebühr in Höhe von 24 Euro (siehe Abschnitt "Windows: Seriennummer verloren – das kann teuer werden").

"Bei den meisten Unternehmen wird so etwas unbürokratisch geregelt“, berichtet Dietmar Küther von Software-Distributor Softline. "Schwierig wird es allerdings dann, wenn es sich um einen Datenkauf handelt, bei dem Software nicht auf einem Datenträger den Besitzer gewechselt hat. Hier muss der Käufer in der Regel irgendeinen Nachweis über den Kauf erbringen können."

Es ist also ratsam, dass Sie sich auch bei Online-Käufen einen entsprechenden Beleg als Nachweis ausdrucken und abheften oder sich – sofern Sie keine Bedenken bezüglich Datenschutz haben – beim Hersteller registrieren lassen. "Dann geht das Ganze in der Regel sehr unproblematisch über die Bühne.“

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