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Verheißt nichts Gutes: Virenwarnung des Scanners

03.11.2019 | 17:09 Uhr | Arne Arnold

Der Virenscanner prüft die Dateien des PCs nach einem festen Zeitplan oder sobald sich der PC im Leerlauf befindet. Natürlich können Sie den Scanner auch manuell starten. Ob eine Virenwarnung vom Scanner kommt, verraten die meisten Antiviren-Programme leider nicht. Sie können sich sicher sein, wenn Sie selber einen Scanlauf gestartet haben. Das geht im Antiviren-Programm über die Schaltfläche „Jetzt prüfen“ oder ähnlich lautend. Auch eine Meldung aus heiterem Himmel, wenn also gerade niemand am PC sitzt, deutet auf den Scanner hin. Er hat dann gerade den Leerlauf des PCs genutzt, um Dateien zu überprüfen. Eine Meldung des Scanners kann sowohl kaum bedrohlich sein als auch auf eine sehr gefährliche Virenlage hinweisen.

Gerade noch mal gut gegangen:

  • Wenn Ihnen der Virenscanner den Fund von angeblich gefährlichen „Tracking Cookies“ meldet, können Sie durchatmen. Lassen Sie diese einfach vom Antiviren-Programm beseitigen. Ihr PC ist nicht in Gefahr. Zwar machen Cookies Ihren Rechner für Internetseiten wiedererkennbar, doch wurde nichts aus Ihrem System gestohlen oder manipuliert.

  • Auch eine Meldung zu sogenannten Scherz-Viren muss Sie nicht beunruhigen. Diese Art von Eindringlingen besitzen keine Schadfunktion. Ab damit in die Quarantäne oder den Papierkorb.

  • Als weniger beunruhigend kann auch ein Virus gelten, der in einem Archiv steckt, etwa in einer ZIP-Datei oder in der Datenbank eines E-Mail-Programms. Denn wahrscheinlich ist dieser Schädling nie aktiv gewesen.

Gefährliche Virus-Meldungen

Alle anderen Meldungen, ganz gleich, ob das Schutzprogramm dazu Virus, Trojaner, Wurm, Downloader, Spyware oder sonst was sagt, sollte Sie in volle Alarmbereitschaft versetzen. Der Grund: Da die Meldung vom Virenscanner kommt, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Virenwächter die Ankunft des Schädlings verschlafen hat. Der Virus ist somit schon länger auf dem System und möglicherweise auch aktiv. Dass der Virenscanner ihn schließlich doch gefunden hat, liegt nur an neuen Updates für das Schutzprogramm.

Hier blockiert das Sicherheitsprogramm den Zugriff auf eine gefährliche Seite.
Vergrößern Hier blockiert das Sicherheitsprogramm den Zugriff auf eine gefährliche Seite.

Natürlich bietet das Antiviren-Programm auch an dieser Stelle eine Funktion zum Beseitigen des Virus, und vielleicht kann er ihn auch komplett vom PC löschen. Aber: Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser Schädling heimlich bereits weitere Viren heruntergeladen und aktiviert hat. Diese Gefahr ist deshalb gegeben, weil die zweithäufigste Schädlingsart heute sogenannte Downloader sind. Das hat der Antiviren-Spezialist G-Data in seinem Sicherheitsreport zum ersten Halbjahr 2011 festgestellt. Downloader sind Viren, die nur die Aufgabe haben, weiteren schädlichen Code aus dem Internet auf den befallenen PC zu laden. Aber auch Schädlinge aus anderen Virenarten haben oft diese Funktionalität.

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