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Vergleich mit Foursquare, Qype und Yelp

10.07.2013 | 16:06 Uhr | Sandra Ohse

In Bezug auf die Bewertung von Lokalitäten sind zwei entscheidende Funktionen neu bei Google Maps. Bisher existierte keine Note für jeden Ort, sondern ein Wirrwarr von diversen Erfahrungsberichten. Beim neuen Google Maps können Sie nicht nur auf eine entsprechende Note, sondern auch auf die Bewertung von Freunden zurückgreifen. Die Idee, öffentlich Orte zu bewerten und diese Infos mit einem sozialen Netzwerk zu koppeln, ist nicht neu. Google Maps kombiniert hier lediglich Funktionen, die schon seit längerem von Anbietern wie Foursquare , Qype oder Yelp angeboten werden.

Am meisten ähnelt Google Maps wohl Foursquare: Bei diesem Netzwerk liegt der Fokus zwar hauptsächlich darauf, den eigenen aktuellen Standort mitzuteilen, Sie können aber auch einzelne Orte bewerten. So sollen sich die Menschen nicht nur aufgrund ihrer gemeinsamen Interessen, sondern auch wegen ihres übereinstimmenden Aufenthaltsorts anfreunden können. Zusätzlich können die Freunde über die Statusmeldung sehen, wo sich ein Nutzer gerade aufhält und ihn dort treffen.

Um den Standort mitzuteilen oder auch eine Bewertung abzugeben, muss sich der Nutzer allerdings per SMS oder via Internetseite am Ort „einchecken“. Der regelmäßige Besuch von Orten wird, wie auch bei Qype, mit Abzeichen belohnt. Der fleißigste Nutzer bekommt sogar den Titel „Mayor“ (Bürgermeister). Sowohl die angesprochenen Ortungsfunktion, als auch die Auszeichnungen für den regelmäßigen Besuch von Lokalitäten bietet Google Maps nicht. Gemeinsam haben die beiden allerdings die Bewertungsfunktion und den Bezug auf die Vorlieben Ihrer Freunde.

Bei Foursquare liegt der Fokus zwar hauptsächlich darauf, den eigenen aktuellen Standort mitzuteilen, Sie können aber auch einzelne Orte bewerten.
Vergrößern Bei Foursquare liegt der Fokus zwar hauptsächlich darauf, den eigenen aktuellen Standort mitzuteilen, Sie können aber auch einzelne Orte bewerten.

Auch auf den Seiten Qype und Yelp können Sie Orte online bewerten. Allerdings liegt hier der Schwerpunkt nicht auf dem Aspekt des sozialen Netzwerks, sondern auf dem Bewertungs- und Vergleichsaspekt. Qype ist nicht wie Yelp, Foursquare oder Maps an Facebook beziehungsweise Google + gekoppelt. Es ist zwar möglich, mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten und persönliche Favoriten zu speichern, dies ist aber nicht das Hauptziel. Außerdem existiert keine Kartenanzeige, sondern ein Kategorie-System mit Bestenlisten.

Auch bei dem Online-Stadtführer Yelp kommt die Kartendarstellung etwas zu kurz. Der kleine Ausschnitt zeigt zwar diverse Markierungen, die aber nicht wie bei der Größendifferenzierung von Google Maps auf die Qualität schließen lassen. Das neue Google Maps ist also am ehesten eine Mischform aus diesen verschiedenen Communities die alle Funktionen sehr schlüssig in der Kartenansicht integriert und einen guten Überblick über alle wichtigen Informationen zu den verschiedenen Orten schafft. Von der endgültigen Bewertung bis hin zu Erfahrungsberichten lässt sich alles nachlesen. Eine direkte Konkurrenz stellt es wohl eher für die reinen Vergleichsportale Qype oder Yelp dar. Foursquare grenzt sich mit seinen Ortungsfunktion und dem Belohnungssystem am meisten von Maps ab.

Fazit: Praktisch, aber mit Nachteilen

Alles in allem beeindruckt das neue Google Maps mit seinem neuen Look und vor allem mit der 3D-Ansicht. Auch die Vernetzung mit Google + und die Anpassung an den Nutzer hat praktische Aspekte. Dennoch sollte der User nicht vergessen, dass die neuen Funktionen in erster Linie für Google und seine Partnerunternehmen große Vorteile beinhaltet: Das Speichern der Sucheingaben und das Koppeln an ein soziales Netzwerk machen es noch leichter, Daten über den User zu erhalten und diese zur Erstellung von gewinnbringenden Kundenprofilen zu verwenden.

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