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Verbindung der Nano-Tubes

09.08.2007 | 08:30 Uhr |

Auch der beste Leiter kann nicht zur praktischen Anwendung kommen, wenn sich dieser mit anderen nicht elektrisch verbinden lässt. Doch auch dies ist einem Forscherteam bereits gelungen: Die Nano-Tubes können mittels eines Elektronenstrahls und damit einer lokalen Aufheizung mit einer hohen Qualität elektrisch ,,verlötet" werden.

Ein Verfahren von Ulmer Physikern hat dies gezeigt. Die Verbindung zweier Röhren mit einem elektrischen Kontakt hat sich jedoch bisher als extrem schwierig erwiesen. Das, was die Wissenschaftler weltweit und anhaltend an den Nanostrukturen auf Kohlenstoffbasis so fasziniert, ist zum einen die fast unbegrenzte Verfügbarkeit des Kohlenstoffs, zum anderen die Wandelbarkeit der Eigenschaften - als Isolator, Halbleiter, Supraleiter oder Elektronenfänger.

Seit 2004 erfolgt die großindustrielle Produktion der Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Jedes der drei Verfahren zur Herstellung der Röhrchen (Lichtbogen, Laser, Gaszersetzung) ist inzwischen so weit entwickelt, dass damit größere Mengen gleichmäßiger (Durchmesser, Länge, Defekte, Mehrwandigkeit) Nano-Tubes hergestellt werden können. Man kann heute fertige Kohlenstoff-Nanoröhren von verschiedenen Herstellern in Grammmengen kaufen.

Sogar im Leistungsbereich kommen die Nano-Tubes bereits zum Einsatz. Infineon bietet Leistungstransistoren auf Kohlenstoffbasis an. Unterschiedliche Forschergruppen widmen sich dem neuen Werkstoff im Nanobereich und nach und nach werden anfängliche Probleme gelöst. Dem Einsatz der CNTs scheint also nicht mehr viel im Weg zu stehen.

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