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Verändern der Betriebsspannung der GPU und MSI Kombustor

24.07.2012 | 11:25 Uhr |

Wenn Sie auch noch das letzte Fünkchen an Leistung aus der GPU herausholen möchten, hilft es außerdem, die Spannung (Voltage) zu verändern. Die Gefahr eines Grafikkartendefekts ist hier am größten, weshalb die Funktion standardmäßig abgeschaltet ist. Wir empfehlen Ihnen deshalb, die Spannung immer um drei Millivolt (mV) zu erhöhen und im Anschluss daran die verschiedenen Taktraten ebenfalls zu erhöhen. Der Button „Link“ neben dem GPU- und Shader-Takt hebt die Kopplung der beiden Taktraten auf, sodass Sie beide Werte unabhängig voneinander verändern können.

Standardmäßig erhöhen oder senken sich beide Taktraten, sobald Sie einen davon verstellen. Wenn Sie Ihre Grafikkarte schon ab dem Systemstart automatisch über- oder untertakten lassen wollen, genügt ein Klick auf „Apply overclocking at system startup“ und Afterburner übernimmt den Rest. Sie sollten nichtsdestotrotz stets darauf achten, wie sich die eingestellten Werte verhalten. Doch auch dafür hält MSI ein Programm bereit, nämlich MSI Kombustor.

MSI Kombustor lastet die GPU aus und prüft die Stabilität der Taktraten.
Vergrößern MSI Kombustor lastet die GPU aus und prüft die Stabilität der Taktraten.

Stabilitätsgesetz mit MSI Kombustor

Es ist sehr schwierig, für so viele unterschiedliche Grafikkarten bestimmte Werte anzugeben. Denn die eine Karte verträgt einen etwas höheren Takt, die andere wiederum nicht. Hier kommt es vor allem auf die Umgebung, die verbauten Komponenten und das Nutzungsverhalten an. Aus diesem Grund bietet das Unternehmen die Applikation MSI Kombustor an, die mit den gewählten Einstellungen einen Belastungstest durchführt. Hierbei stellt das Programm eine komplexe Grafik dar, die viel Grafikleistung erfordert, indem aufwendige Effekte zur Anwendung kommen. Dabei erinnert es stark an den Benchmark Furmark.Durch einen Klick auf das „K“ in MSI Afterburner gelangen Sie ohne Umschweife zum Stresstest für die Grafikkarte, der auch sofort loslegt.

Links oben im Fenster zeigt Ihnen das Programm darüber hinaus die aktuelle Bildwiederholrate an sowie die Temperaturentwicklung. Um sicher zu gehen, dass Ihre Grafikkarte die eingestellten Werte auch wirklich unterstützt, sollten Sie MSI Kombustor für rund 20 Minuten laufen lassen – anschließend können Sie sicher sein, dass die Taktraten in Ordnung gehen. Wenn Sie MSI Kombustor direkt anwählen, also nicht über die Verknüpfung in Afterburner, dann gelangen Sie in die Einstellungen des Benchmarks.

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Auch MSI Kombustor bietet viele Einstellungen.
Vergrößern Auch MSI Kombustor bietet viele Einstellungen.

Dort lassen sich der Grad der Kantenglättung (Anti-Aliasing) sowie die Auflösung einstellen. Mit „Post-FX“ schalten Sie dann die belastende Nachbearbeitung der Grafikeffekte ein, die noch mehr Leistung einfordert. Der ultimative Stresstest ist der Button „GPU Burn-In“: Der Grafikprozessor steht hier unter großer Belastung. Extremer wird es nur noch mit dem gesetzten Häkchen bei „Xtreme burn-in“. Das Programm warnt Sie sogar, denn bei längerer Laufzeit in diesem Modus erhitzt sich die Grafikkarte innerhalb kürzester Zeit. Also bitte Vorsicht!

Höhere Taktraten lohnen sich

Tatsächlich bewähren sich höhere Taktraten sofort, da die Bilder pro Sekunde parallel mit dem Übertakt ansteigen. Dabei sollten Sie aber stets die Grafikkartenwerte im rechten Fenster von MSI Afterburner im Auge behalten: Temperaturen über 90 Grad Celsius sind zu viel. Ab dieser Grenze sollte auch schon die Lüftergeschwindigkeit bei 100 Prozent liegen. Wenn die Temperatur im Inneren des Grafikprozessors trotzdem steigt, regeln Sie den Übertakt herunter.

Auf der anderen Seite müssen Sie bei der Übertaktung einen lauten Lüfter ertragen. Überlassen Sie die Lüftersteuerung beim Overclocking gleich Afterburner über den Button mit dem Zahnrad und der Aufschrift „User Define“: Hier verändert sich die Lüfterdrehzahl automatisch abhängig von der GPU-Temperatur, ohne dass Sie auch nur einen Finger rühren müssen.

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