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VW ID.Buzz / Microbus: Fragen & Antworten zum elektrischen VW Bus (Daten + Preise)

13.05.2022 | 11:46 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Was kostet der VW ID.Buzz und wann startet der Verkauf? Maße, Gewicht, Leistung, Batteriekapazität und weitere technische Daten. Eine FAQ zum ersten rein elektrischen VW Bus.

Mit dem ID.Buzz hat Volkswagen Nutzfahrzeuge seinen ersten rein elektrisch angetriebenen VW Bus vorgestellt. Wir stellen die wichtigsten Fakten zusammen.


Name: VW ID.Buzz

Volkswagen Nutzfahrzeuge (kurz VWN; das ist das für Nutzfahrzeuge zuständige Tochterunternehmen des VW-Konzerns) wird den nur elektrisch angetriebenen Bus unter der Bezeichnung „ ID.Buzz “ verkaufen; VW schreibt diesen Namen meist mit Leerzeichen, also: "ID. Buzz". Unter dem Namen ID.Buzz hat VW das Konzeptfahrzeug 2017 schon in Detroit gezeigt. Das "ID" bringt zum Ausdruck, dass der neue Bus zur ID-Familie gehört, aus der bereits der ID.3 und der ID.4 sowie der ID.5 stammen.

VW erklärt: Darum scheitert der ID.Buzz an einer winzigen Steigung mit Schnee


Was ist dann der VW Microbus?

In den englischsprachigen Berichten, insbesondere in der Berichterstattung aus den USA, steht meist der Begriff „Microbus“. ID.Buzz liest man auf US-Webseiten eher selten.

VW ID.Buzz
Vergrößern VW ID.Buzz
© VWN

„Microbus“ ist aber keine Verkaufs- oder Modellbezeichnung von VW, sondern ein allgemeiner Begriff in den USA für VW Busse. Das „Microbus“ entspricht von der sprachlichen Gewohnheit her in den USA dem Wort „Bulli“ in Deutschland, wie Volkswagen uns erklärt.


Wie sieht der ID.Buzz innen aus?

Das Fan-Forum VWIDTalk hatte schon lange vor der offiziellen Präsentation im März 2022 hier Fotos veröffentlicht, die das Interieur des VW ID.Buzz zeigten. Details des Armaturenbretts sind - wie bei Erl-Königen/Prototypen üblich – noch verdeckt, doch insgesamt bekommt man einen guten ersten Eindruck des Innenlebens des ersten elektrischen Busses von Volkswagen. Demnach befindet sich direkt vor dem Fahrer ein digitales Cockpit und in der Mitte des Armaturenbretts ein hochkantiger, größerer Touchscreen, der sich offensichtlich an dem Riesen-Touchscreen im Tesla Model S orientiert. Ganz offensichtlich wurden aus Kostengründen viele Elemente von ID.3 und ID.4 für den ID.Buzz übernommen.

Sitze und Türinnenverkleidungen machen einen frischen und modernen Eindruck. Das darf man von einem nagelneuen E-Auto aber auch erwarten - zumal wenn es wie der ID.Buzz mit ziemlicher Sicherheit nicht gerade besonders preiswert auf den Markt kommt. Die hinteren Sitze lassen sich im Verhältnis 60:40 komplett umlegen und damit die Ladefläche erweitern. Das kennt man von anderen Autos aber auch schon, ist also nichts Neues. Zusammen mit einer Verlängerung für den Kofferraum entsteht so optional aber auch eine größere Schlaffläche für Camper. Das wiederum ist als Bettverlängerung auch schon aus den bisherigen VW Bussen bekannt.

Ein Schienensystem, wie man es vom VW Tx Multivan kennt, ist dagegen auf den Fotos nicht zu erkennen. Möglicherweise verhindern das die Akkus im Fahrzeugboden, wie ein Forumsteilnehmer vermutet. Bei den Pedalen (mit witzigen „Pause“- und „Play“-Symbolen) wird der billig wirkende Plastiklook kritisiert, hier erwarten einige Betrachter stattdessen edle Metalloptik.


Wie wichtig ist der ID.Buzz für VW?

Der elektrische VW Bus ist für Volkswagen extrem wichtig. Zumindest beim Marketing und für das Image der durch den Diesel-Skandal und das Defeat Device immer noch belasteten Marke. Der ID.Buzz soll ganz offensichtlich ein Sympathie-Träger werden. Einen ersten PR-Erfolg kann VWN dabei schon verbuchen: Der Sänger Ed Sheeran möchte mit dem ID.Buzz gleich auf Europa-Tour gehen, wie die englische Boulevard-Zeizung Sun berichtet .

Sheeran spricht darüber mit VW und Volkswagen Nutzfahrzeuge bestätigte uns auf Nachfrage, dass VWN zur Abstimmung Gespräche mit dem Künstler führen würde. Für Volkswagen wäre das natürlich ein hervorragender Marketing-Erfolg. In Deutschland beginnt Sheerans Tour am 7. Juli.

VW ID.Buzz
Vergrößern VW ID.Buzz
© VWN

Die Braunschweiger Zeitung schreibt , dass der ID.Buzz das „wichtigste Auto für Volkswagen 2022“ wird. Wall-Street Online wiederum zitiert den Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer mit "die wichtigste Innovation und Neuvorstellung der Marke VW im Jahr 2022.“ Und das Handelsblatt sieht im ID.Buzz ein „Aushängeschild für Volkswagen".


Plattform: MEB - Modularer E-Antriebs-Baukasten

Mit seinen ID-Verwandten teilt sich der ID.Buzz Plattform und Antriebskonzept. Er baut also auf dem "Modularen E-Antriebs-Baukasten" auf. Bei den kommenden Pickups und SUVs der neuen VW-Marke Scout wird das dagegen anders sein, diese wird eine andere Plattform nutzen.

Die Batterie ist im Fahrzeugboden zwischen den Achsen untergebracht - das hinlänglich von Tesla bekannte Prinzip. E-Motor und Leistungselektronik kommen an die Vorder- und/oder Hinterachse - je nachdem, ob nur eine oder beide Achsen angetrieben werden.


Leistung

Beide ID.Buzz-Versionen (5-Sitzer und Cargo) starten 2022 mit einer Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie, die einen Bruttoenergiegehalt von 82 kWh bietet (netto: 77 kWh). Die Batterie versorgt einen 150 kW starken Elektromotor mit 310 Nm Drehmoment, der in die Hinterachse integriert ist und diese auch antreibt. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 145 km/h elektronisch abgeregelt - für schnelle Autobahnfahrten ist der ID.Buzz also weniger gut geeignet. Offizielle Werte zur Reichweite liegen noch nicht vor. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine stärkere Variante mit größerer Batterie und Allrad folgen.

Der ID.Buzz hat also nichts mit der bekannten klassischen Entwicklungsschiene des VW-Busses zu tun, die vom T1 bis zum T6.1 reicht. Der neue Multivan T7 basiert aber ebenfalls bereits auf einer anderen Basis.


„Plug & Charge“ und bidirektionales Laden

Geladen wird die Lithium-Ionen-Batterie an Wallboxen und öffentlichen Ladepunkten mit 11 kW Wechselstrom (AC). Per CCS-Stecker an einer DC-Schnellladesäule (Gleichstrom) steigt die Ladeleistung auf bis zu 170 kW; die Batterie soll so nach rund 30 Minuten von 5 auf 80 Prozent geladen sein.

Die Baureihe wird auch die Funktion „Plug & Charge“ bieten. Dabei authentifiziert sich der ID. Buzz per Ladestecker an den Schnellladesäulen (DC/Gleichstrom) vieler Anbieter und tauscht so alle erforderlichen Daten mit dem Ladepunkt aus. Bidirektionales Laden soll ebenfalls möglich sein: Überschüssige Energie aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage kann man tagsüber im ID. Buzz speichern und am Abend wieder in das Haus einspeisen, um auch ohne Sonne autark zu sein.


Abmessungen und Gewicht

Die 2022 startenden Versionen des ID. Buzz und ID. Buzz Cargo mit Normalradstand (2.988 mm) sind 4,712 mm lang. Geradezu krampfhaft versucht VW dem ID.Buzz von dem vielleicht von manchem Fahrer eines aktuellen Bus unterstellten Vorwurf zu befreien, dass der ID.Buzz kein richtiger Bus sei und deutlich weniger Platz bieten würde. VWN vergleicht nämlich die Maße des neuen ID.Buzz mit denen des aktuellen T6.1: Der Radstand des neuen ID. Buzz entspricht bis auf zwei Millimeter Differenz dem des T6.1, der aber 4,904 mm in der Gesamtlänge misst. Der ID.Buzz ist 1,937 mm hoch; beim Cargo sind es aufgrund leichter Fahrwerksunterschiede 1.938 mm (T6.1: 1,970 mm). Breit sind die beiden ID. Buzz 1,985 mm (ohne Außenspiegel); damit ist das neue Modell 81 mm breiter als der T6.1 - in engen Baustellenbereichen oder in alten Parkhäusern ein Nachteil. Mit Felgen in den Dimensionen 18 bis 21 Zoll rollt die neue Baureihe auf relativ großen Rädern (750 mm Durchmesser).

ID.Buzz.
Vergrößern ID.Buzz.
© VWN

Der fünfsitzige ID. Buzz nimmt selbst mit allen Passagieren an Bord bis zu 1.121 Liter Gepäck auf. Wird die zweite Sitzreihe umgeklappt, steigt das Ladevolumen auf bis zu 2.205 Liter. Das maximale Stauvolumen des mit einer Trennwand hinter der ersten Sitzreihe ausgestatteten ID. Buzz Cargo beträgt über 3,9 Kubikmeter.

Der Wendekreis des elektrischen Bulli beträgt knapp über 11 Meter. Das ist gut und wird vor allem dank des Heckantriebs möglich.

Der ID. Buzz kommt auf einen c w -Wert von 0,285, der ID. Buzz Cargo auf 0,29.

Für die Anhängelast gebremst 12% nennt VWN 1000 kg. Zum Vergleich: Beim aktuellen T6.1 sind es dagegen 2500 kg!


Warum wird beim ID.Buzz ständig vom Ur-Bus T1 gesprochen?

Die bisher gezeigten Studien des ID.Buzz erinnern etwas an die erste Generation des VW-Busses, also an den T1, siehe: VW Bus T1 bis T6.1/T7 - die Geschichte des Kult-Transporters sowie I.D. Buzz: VW baut tatsächlich Elektro-Bulli mit T1-Optik. So befinden sich Fahrer und Beifahrersitz ziemlich weit vorne und hinter einer relativ steilen Windschutzscheibe; das Fahrzeug hat kaum Überhänge. Zum Vergleich: bei den ersten drei Bus-Generationen saßen Fahrer und Beifahrer über der Vorderachse und direkt hinter der Frontscheibe und somit ungewöhnlich weit vorne. Die ersten Busse hatten vorne keinen Motor und deshalb entfielen die Motorhaube und der entsprechende Platzbedarf vorn.

Fast schon wie ein Klischee.
Vergrößern Fast schon wie ein Klischee.
© VWN

Beim neuen Elektro-Bus sind die vorderen Sitze zwar schon deutlich zurückgesetzt, die Ähnlichkeit zum Klassiker ist aber trotzdem noch erkennbar. Dass der Elektro-Bus nicht ganz so senkrecht wie das Original daherkommen wird, liegt an den Zwängen der Crash-Sicherheit: Der T1 hatte faktisch keine Knautschzone und bot bei einem Frontalzusammenstößen nahezu keinen Schutz für vorne sitzenden Insassen. Gerade bei der Crashsicherheit werden zwischen dem ID.Buzz und dem T1 mehr als Welten liegen.

Zudem besitzt der ID.Buzz vorne eine optisch geteilte V-Form, die in etwa wie ein auf der Spitze stehendes Dreieck aussieht und an die geteilte Frontpartie des T1 erinnert. In diesem „Dreieck“ befindet sich ein großes VW-Logo. Eine geteilte Windschutzscheibe wie beim T1 gibt es beim ID.Buzz natürlich nicht.

Auch von der Seite erinnern die bisher gezeigten Studien des ID.Buzz etwas an den T1, beispielsweise durch die Zweifarblackierung und die durchgehende seitliche Zierleiste knapp unter den Fenstern. Der ID.Buzz bewegt sich also auf der hinlänglich bekannten Retro-Schiene, ähnlich wie der mäßig erfolgreiche VW (New) Beetle oder die durchaus erfolgreichen BMW Minis und Fiat 500.

ID.Buzz.
Vergrößern ID.Buzz.
© VWN

Andererseits fällt ein Unterschied von vorn sofort auf: Der T1 war ein schlankes Auto, für heutige Verhältnisse geradezu zierlich. Der ID.Buzz dagegen kommt wie für moderne Autos typisch sehr breitbeinig daher. Zierlich wirkt das nicht gerade. Auf dieser Aufnahme der Braunschweiger Zeitung erkennt man recht gut, wie sehr sich ID.Buzz und T1 beim „Körperbau“ unterscheiden.

Letztlich muss man aber abwarten, wie viel von den bisher gezeigten Studien sich dann tatsächlich im Verkaufsmodell wiederfindet. Erste Prototypen, die für die Erprobung des autonomen Fahrens als ID.Buzz AD (das „AD“ steht für „Autonomous Driving“) bereits unterwegs sind, sehen schon nicht mehr so schnuckelig aus… Lesen Sie hierzu:

VW zeigt ersten selbstfahrenden VW Bus ID.Buzz AD und ID. Buzz: Erster autonomer VW Bus fährt 2025 auf deutschen Straßen.

Technisch gibt es zwischen dem 1950er-Klassiker mit Benzin-betriebenem Käfer-Motor und dem elektrisch angetriebenen ID.Buzz übrigens eine Verwandtschaft: Der Antrieb ist beim Standardmodell hinten.


Langer und kurzer Radstand, wie viele Sitzreihen?

In den Berichten insbesondere der US-Kollegen ist zu lesen, dass VW den ID.Buzz in Deutschland mit zwei und in den USA mit drei Sitzreihen verkaufen wird. VW erklärte uns dazu, dass der Verkauf in Europa im Jahr 2022 mit einem normalen Radstand und zwei Sitzreihen mit Platz für fünf Personen starten wird. Zeitgleich wird VW den ID.Buzz Cargo einführen (Zwei- und Dreisitzer mit Trennwand, analog zur Transporter-Version des T6.1).

2023 wird VW dann eine ID.Buzz-Version mit langem Radstand vorstellen. Nur diese Langversion wird auch in den USA angeboten, nicht die mit normalem Radstand. Aber beide Versionen wird es auch mit drei Sitzreihen geben, nur halt noch nicht zum Marktstart.


Wann ist Verkaufsstart?

In Deutschland startet VW den Vorverkauf des ID.Buzz im Mai 2022. Die Auslieferung und der Händlerverkauf sollen im Herbst 2022 starten. In den USA startet der Verkauf im Jahr 2023.


Welche Varianten gibt es zum Verkaufsstart?

Am 9. März 2022 hat VWN den vollelektrischen Bus zeitgleich als ID. Buzz (Fünfsitzer) und ID. Buzz Cargo (dreisitziger Transporter) vorgestellt. Das sind die Varianten, die demnächst in Deutschland bestellt werden können.


Gibt es eine Campervariante ID.California?

In US-Medien ist davon die Rede, dass 2025 eine Campervariante des ID.Buzz folgen soll. Die Camper verkauft Volkswagen Nutzfahrzeuge schon seit langer Zeit unter der Bezeichnung „California“. Doch hierzu wollte uns VWN kein konkretes Datum nennen, bestätigt uns aber zumindest grundsätzlich das Erscheinen eines California. Von VW heißt es: „Die Planung zum ID. California benennen wir erst vor dem Marktstart.“


Was kostet der ID.Buzz?

VWN nennt derzeit noch keine Preise. VWN sagte uns nur: „Preise nennen wir erst zum Bestellstart“. In den Medien wurde lange Zeit von einem Basispreis von um die 40.000 Euro spekuliert. Mit der entsprechenden Ausstattung dürfte ein ID.Buzz aber deutlich teurer werden, der ID.California sogar erheblich teurer. Im Februar berichtet die Automobilwoche allerdings von einem Listengrundpreis von knapp unter 60.000 Euro. Das wäre ein sehr ambitionierter Preis.

Am 6.5.2022 sind dann diese Preise durchgesickert: Der Einstiegspreis für den VW ID.Buzz Pro mit 150-kW-Antrieb beträgt 54.270 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer (10.311,30). Das ergibt einen Gesamtpreis von 64.581,30 Euro. Abzüglich 7500 Euro Prämie ergibt sich ein Kaufpreis von 57.081,30 Euro. Die 7500 Euro Prämie setzen sich so zusammen: 5000 Euro gibt es vom Bund und 2500 Euro vom Hersteller; für den ID.Bzz gibt es nicht die volle Prämie von 9000 Euro, weil er mehr als 40.000 Euro kostet

Für die Transportervariante des ID.Buzz, also für den ID.Buzz Cargo mit 150 kW, verlangt Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) mindestens 45.740 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer. Zuzüglich dieser 8690,60 Euro beträgt der Preis also 54.430,60 Euro. Zieht man davon die 7500 Euro Prämie ab, landet man bei einem Endpreis von 46.930,60 Euro. Wobei Unternehmenskunden die Umsatzsteuer ja beim Finanzamt geltend machen können.

Die Preisangaben stehen in der aktualisierten „ Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge “ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Mehr dazu lesen Sie in So viel kostet der VW ID.Buzz - Behörde leakt Preis.

VW Busse sind seit Langem vergleichsweise teuer in der Anschaffung, sofern man nicht zu einem einfachen Transporter oder zu einem EU-Reimport greift. Gerade mit EU-Reimporten, zum Beispiel von nagelneuen VW Caravelle oder Multivan aus Italien, lässt sich viel Geld gegenüber dem Kauf in Deutschland sparen. Die entsprechenden Anbieter finden Sie im Internet. Informieren Sie sich aber in den einschlägigen Foren wie dem Tx-board über die Seriosität der jeweiligen Importeure.


Over-the-Air-Updates und Assistenzsysteme

Software-Updates können Over-the-Air an Bord geholt werden (das schließt nicht aus, dass man mit dem VW.ID Buzz nicht doch einmal in die Werkstatt für ein Software-Update muss. Das war beispielsweise beim Porsche Taycan der Fall ). Dazu zählen gleichermaßen Updates des Infotainmentsystems wie Updates im Bereich des Ladens oder der Fahrerassistenz. Das Spektrum der Assistenzsysteme beinhaltet das laut VWN erstmals realisierte „Trainierte Parken“ (automatisches Ein- und Ausparken), „Car2X“ (Warn- und Gefahrenmeldungen im lokalen Nahbereich) und die neuste Version des „Travel Assist“ mit Schwarmdatennutzung; das System ermöglicht über den gesamten Geschwindigkeitsbereich die teilautomatisierte Quer- und Längsführung.


Kurzer Videoclip zeigt zwei ID.Buzz auf dem Weg nach Spanien.

VW hat auf Twitter einen kurzen Videoclip veröffentlicht, der zwei VW ID.Buzz mit Tarn-Folierung zeigt. Die beiden Busse fahren aus dem VWN-Werk in Hannover und sind laut VWN für Testfahrten von Auto-Journalisten in Spanien gedacht.


Welcher Notruf wird verbaut?

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) setzt ausschließlich den staatlichen 112-eCall ein. Wenn Sie also aus dem ID.Buzz einen Notruf absetzen, dann erreicht dieser sofort die nächstgelegene amtliche Rettungsleitstelle (Feuerwehr oder eine andere Einsatzleitstelle). Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier: eCall-Notruf - Wiso und ADAC kritisieren Audi, BMW, Daimler, VW.


ID.Buzz, T6,1, T7 Multivan - was sind denn nun die Unterschiede?

Volkswagen (Nutzfahrzeuge) baute über viele Jahrzehnte immer genau eine Plattform für seinen VW Bus. Dieses Fahrzeug ließ sich zwar flexibel ausbauen und ausstatten (Fensterbus, Pritsche, Doppelkabine, Kastenwagen, Hebebühne, Lieferwagen, diverse Sonderfahrzeuge, Allrad), doch es basierte immer auf dem gleichen Konzept und Rahmen und besaß immer die gleichen Motoren. Mit diesem 1-Plattform-Konzept ist es seit der Vorstellung des T7 Mulitvan aber vorbei: Seitdem gibt es bereits zwei Plattformen und Motorfamilien für den VW Bus. Mit dem Erscheinen des ID.Buzz werden es dann drei Plattformen und Antriebskonzepte sein.

Vereinfacht gesagt stellen sich die drei Plattformen so dar:

1. Klassischer Transporter inklusive Caravalle und California/Camper: T6.1 mit Verbrennungsmotoren. Lesen Sie hierzu auch: VW Bus im Test: Sprachsteuerung, Digital Cockpit, Navi & Carplay wireless und Unterhaltung, Navigation und Internet im VW Bus T6.

2. Multivan für die Familie: T7 auf Basis des Modularen Querbaukasten (MQB) mit Benzin- und Hybridantrieben. Siehe: Neuer VW Multivan T7 erstmals als Hybrid, flacher, immer online und VW Bus: Erster Multivan mit Hybridantrieb läuft vom Band.

3. Elektro-Bus: ID.Buzz: Details zu dieser Aufspaltung lesen Sie hier: Die Zukunft des VW Bus: VW Multivan, T6.1/Transporter, I.D. Buzz - aus 1 wird 3.

VW Bus T1 bis T6.1/T7: Die Geschichte des Kult-Transporters

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