2575053

VPN-Verbindungen mit der Fritzbox nutzen - so geht's

20.03.2021 | 14:09 Uhr |

Wollen Sie über das Internet auf Ihr Netzwerk zugreifen oder geschützt in einem öffentlichen WLAN surfen? Dann ist eine VPN-Verbindung mit der Fritzbox die Ideallösung.

Nicht nur im Heimnetzwerk können Sie auf die Fritzbox zugreifen. Auch die Kontaktaufnahme über das Internet ist problemlos möglich, etwa um Einstellungen anzupassen, einen Blick auf die Telefonliste zu werfen oder den Anrufbeantworter aus der Ferne abzuhören. Der Haken: Die meisten Nutzer erhalten von ihren Internetprovidern eine dynamische IP-Adresse zugeteilt, die sich regelmäßig ändert. Haben Sie den AVM-eigenen Service MyFritz eingerichtet oder nutzen Sie einen DynDNS-Dienst, sind Sie auf der sicheren Seite: Diese Services kennen Ihre jeweils aktuelle IP-Adresse und leiten alle Anfragen entsprechend um. Die Nutzung eines solchen Dienstes ist die Grundvoraussetzung, um die VPN-Funktion der Fritzbox einrichten zu können. Die zweite Bedingung: Die Fritzbox muss im Internet über eine öffentliche IPv4-Adresse erreichbar sein. AVM hat die Einrichtung der VPN-Funktion im Laufe der Zeit immer weiter optimiert, sodass auch weniger versierte Nutzer von diesem Sicherheitsmechanismus profitieren können. Die VPN-Funktion lässt sich inzwischen direkt in der Fritzbox konfigurieren.

Einen neuen VPN-Zugang an der Fritzbox einrichten

Um sicher im Internet zu surfen oder Daten abzurufen empfiehlt sich eine VPN-Verbindung. Die Fritzbox bietet entsprechende Konfigurationsmöglichkeiten.
Vergrößern Um sicher im Internet zu surfen oder Daten abzurufen empfiehlt sich eine VPN-Verbindung. Die Fritzbox bietet entsprechende Konfigurationsmöglichkeiten.

Um die VPN-Funktion Ihrer Fritzbox einzurichten, melden Sie sich über die Fritz-OS-Konfigurationsoberfläche am Router an. Falls nicht schon geschehen, klicken Sie unten links neben „Ansicht“ auf den Textlink „Standard“, um die erweiterte Bedienoberfläche zu aktivieren. Sie sehen nun einige zusätzliche Menüeinträge. Links im Menü navigieren Sie anschließend über „Internet“ und „Freigaben“ zum Register „VPN“. Klicken Sie im rechten Fensterbereich auf die Schaltfläche „VPN-Verbindung hinzufügen“. Im folgenden Dialog stehen Ihnen vier Optionen zur Auswahl, in dieser Anleitung entscheiden wir uns für „Fernzugang für einen Benutzer einrichten“. Nach einem Klick auf „Weiter“ möchte der Assistent wissen, welcher Fritzbox-Benutzer die VPN-Verbindung nutzen darf. Haben Sie bereits Benutzerkonten eingerichtet, klicken Sie neben dem gewünschten Benutzernamen auf den „Bearbeiten“- Button. Aktivieren Sie im nächsten Dialog unter „Berechtigungen“ die Option „VPN“ und bestätigen Sie mit „OK“. Wollen Sie hingegen einen neuen Benutzer einrichten, klicken Sie auf „Benutzer hinzufügen“, geben die geforderten Infos ein und sichern die Änderung mit „OK“. Unabhängig davon, wie Sie vorgegangen sind, will die Fritzbox nach dem Klick auf „OK“ wissen, ob Sie sich die Einstellungen für iOS- und Android-Gerät ansehen wollen. Bestätigen Sie mit „OK“, werden diese Infos in einem Fenster angezeigt. Es ist ratsam, die Angaben auszudrucken, um sie griffbereit zu haben. Um später einen Blick darauf zu werfen, klicken Sie in der Benutzerverwaltung auf den „Bearbeiten“-Button und wählen „VPN-Einstellungen anzeigen“.

VPN unter iOS konfigurieren

So richten Sie die VPN-Verbindung an einem iPhone oder iPad ein: Öffnen Sie die „Einstellungen“, wählen Sie „Allgemein –› VPN –› VPN hinzufügen“ und stellen Sie bei „Typ“ die Variante „IPSec“ ein. Geben Sie eine beliebige „Beschreibung“ an und tippen Sie bei „Server“ die DynDNS-Adresse Ihrer Fritzbox ein. Ihre Zugangsdaten geben Sie bei „Account“ und „Passwort“ ein. Die Option „Zertifikat verwenden“ bleibt deaktiviert, der „Gruppenname“ ist identisch mit dem „Account“. Geben Sie bei „Shared Secret“ den Code ein, der im Fritzbox-Dialog „VPN-Einstellungen“ angezeigt wird, und tippen Sie auf „Fertig“. Kehren Sie zum vorherigen Dialog zurück und setzen Sie den Schieberegler unter „VPN-Konfigurationen“ auf „An“, um die Verbindung herzustellen. Steht die Verbindung, wird in der oberen Statusleiste „VPN“ eingeblendet.

VPN unter Android einrichten

Wechseln Sie an Ihrem Android-Gerät zu den „Einstellungen“ und tippen Sie unter „Netzwerkverbindungen“ auf „Weitere Einstellungen“ und „VPN“. Fügen Sie mit „+“ eine neue Verbindung hinzu, geben Sie eine Bezeichnung ein und wählen Sie bei „Typ“ den Eintrag „IPSec Xauth PSK“ aus. Tippen Sie bei „Server-Adresse“ die Fritzbox- DynDNS-Adresse ein. Den im Fritzbox-Dialog angezeigten „IPSec Pre-Shared Key“ tippen Sie bei „Vorinstallierter IPSec- Schlüssel“ ein. Sichern Sie die Eingaben mit „Speichern“. Tippen Sie die neue Verbindung an, geben Sie Benutzernamen und Passwort ein, aktivieren Sie „Kontoinformationen speichern“ und tippen Sie auf „Verbinden“. Dass die sichere VPN-Verbindung steht, erkennen Sie am Schlüsselsymbol, das in der oberen Statusleiste Ihres Android-Geräts eingeblendet wird.

VPN unter Windows einrichten

Mit einem Fernzugang können Sie eine sichere VPN-Verbindung zur Fritzbox herstellen und dadurch auch von unterwegs auf alle Geräte im Heimnetz zugreifen.
Vergrößern Mit einem Fernzugang können Sie eine sichere VPN-Verbindung zur Fritzbox herstellen und dadurch auch von unterwegs auf alle Geräte im Heimnetz zugreifen.

Um den VPN-Zugang zur Fritzbox unter Windows 7, 8/8.1 oder 10 einzurichten, empfehlen wir die Gratis-Programme „Fritz-Fernzugang“ und „Fritzbox-Fernzugang einrichten“, die Sie von der AVM-Seite https://avm.de/service/vpn/uebersicht/ laden und installieren. Damit lässt sich von einem Windows- PC eine sichere VPN-Verbindung über das Internet zu Ihrer Fritzbox herstellen und Sie können auf alle Geräte und Dienste im Heimnetz Ihrer Fritzbox zugreifen. Öffnen Sie das Programm „Fritzbox-Fernzugang einrichten“ und klicken Sie auf „Neu“. Wählen Sie dann die Option „Fernzugang für einen Benutzer einrichten“ und klicken Sie auf „Weiter“. Im nächsten Schritt entscheiden Sie sich für die Option „PC mit FRITZ!Fernzugang“ und klicken auf „Weiter“.

Tragen Sie die E-Mail-Adresse des Benutzers ein, der VPN-Verbindungen zur Fritzbox herstellen soll, und bestätigen Sie mit einem Klick auf „Weiter“. Tragen Sie danach im Eingabefeld „Name“ den MyFritz-Domainnamen der Fritzbox ein und klicken Sie auf „Weiter“. Wenn Sie die IP-Einstellungen der Fritzbox nicht geändert haben (IP-Adresse 192.168.178.1, Subnetzmaske 255.255.255.0), aktivieren Sie die Option „Werkseinstellung der FRITZ!Box für das IP-Netzwerk übernehmen“. Falls bei bestehender VPN-Verbindung alle Internetanfragen des PCs über die entfernte Fritzbox weitergeleitet werden sollen, aktivieren Sie die Option „Alle Daten über den VPN-Tunnel senden“. Klicken Sie auf „Weiter“ und „Fertig stellen“. Jetzt erzeugt Fritz-Fernzugang die VPN-Einstellungen. Anschließend öffnet sich automatisch ein Windows-Ordner mit den Konfigurationsdaten.

Um nun die VPN-Einstellungen in die Fritzbox zu importieren, klicken Sie in Fritz-OS auf „Internet –› Freigaben“ und auf die Registerkarte „VPN“. Klicken Sie auf „VPN-Verbindung hinzufügen –› Eine VPN-Konfiguration aus einer vorhandenen VPN-Einstellungsdatei importieren –› Datei auswählen“. Wählen Sie die soeben erzeugte Datei fritzbox_[...]. cfg aus und klicken Sie auf „öffnen“. Speichern Sie die Einstellungen mit „OK“. Für den Import der VPN-Einstellungen in das Tool „Fritz Fernzugang“ wählen Sie die Datei vpnuser_[...].cfg aus. Klicken Sie auf „Öffnen“ und „Fertig stellen“. Zum Herstellen der VPN-Verbindung rufen Sie „Fritz- Fernzugang“ aus dem Windows-Startmenü auf. Markieren Sie dann das Symbol mit dem MyFritz-Domainnamen der Fritzbox. Klicken Sie danach auf „Aufbau“ – wenig später steht die VPN-Verbindung. 

Lesetipp: Die besten VPN-Dienste 2021

2575053