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VIA Cyrix III und C3

Cyrix III
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Cyrix wechselte 1999 erneut den Besitzer, das Unternehmen wurde an VIA verkauft. Unter dem neuen Dach kam im Frühjahr 2000 der Cyrix III für Hauptplatinen mit Sockel 370 heraus. Die Entwicklungsarbeiten zogen sich hin, so dass die Erwartungen hoch waren. Im Lauf der Zeit musste Cyrix einige Pläne jedoch revidieren, unter anderem wurde die Zahl der Transistoren von 22 Millionen auf elf Millionen reduziert. Damit ließ sich die Taktrate verbessern. Mit 256 KB L2-Cache und 133 Megahertz Taktfrequenz trat der VIA-Chip gegen Intels Lowend-Linie Celeron an. Allerdings konnte der Cyrix III in Leistungstests nicht überzeugen. Nach anhaltenden Problemen zog VIA die Notbremse, portierte den WinChip von Centaur auf den Sockel 370 und verkaufte den so veränderten Chip unter der Bezeichung Cyrix III (später einfach C3).

Wussten Sie: Der stromsparende C3-Prozessor verbrauchte weniger als zehn Watt.

Intel Pentium 4
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AMD Duron

Den Leistungskampf hatte AMD mit dem Athlon vorerst für sich entschieden, mit dem Duron zog das Unternehmen nun in den Wettstreit um das Massengeschäft. Im Kern war der erste Duron ein gebremster Athlon Thunderbird mit einer Frontsidebus-Taktfrequenz von 100 Megahertz und reduziertem Cache. Die Duron-Chips integrierten lediglich 64 KB L2-Cache, üblich war zu der Zeit das Doppelte oder Vierfache. Die CPU-Taktrate belief sich auf 950 bis 1300 Megahertz. Die zweite Duron-Generation basierte auf dem Athlon XP. Eine spätere Line nutzte die Architektur des Thoroughred Athlon XP mit schnellerem Frontsidebus (133 Megahertz) und einer Taktrate von bis zu 1,8 Gigahertz.

Wussten Sie: Übertaktungs-Spezialisten konnten bei den "Applebred"-Durons, denen AMDs Prozessor Thoroughbred B Athlon XP zugrunde lag, den vollen 256 Level-2-Cache aktivieren.
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Duron
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Intel Pentium 4

Im zunehmend erbittert geführten Wettstreit mit AMD legte Intel im Design des Pentium 4 großes Gewicht auf eine hohe Taktfrequenz und einen erweiterten SSE-Befehlssatz. Im Rahmen der Arbeiten am Pentium 4 brachte der Hersteller die Versionen SSE2 und SSE3 heraus. In Kombination mit der Hypterthreading-Technik glänzte der Prozessor bei der Bearbeitung von Multimedia-Anwendungen. Parallel zur Chipentwicklung wurden auch die Grafikkarten erheblich verbessert, so dass sich PC-Spiele neue Leistungsdimensionen erschließen konnten.

Für Übertakter war besonders die Northwood-Version aus dem Jahr 2002 sehr interessant. Mit einem passenden Motherboard konnten sie den Chip mit mehr als 1 Gigahertz betreiben. Dennoch reiht sich der Pentium nicht in Intels Erfolgsgeschichte ein. 2004 erschien der Pentium-4-Chip mit dem Namen Prescott. Zum ersten Mal verwendete Intel einen 90-Nanometer-Fertigungsprozess. Doch der Chip wurde heiß und war, obwohl höher getaktet, nicht leistungsfähiger als der Northwood-Chip.

Wussten Sie: Das Übertakten des Northwood war eine Herausforderung. Eine Spannung von mehr als 1,7 Volt machte dem Prozessor den Garaus.

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