1843329

Internet-Tarife im Vergleich: Wie surft man am besten?

24.07.2017 | 09:10 Uhr |

Wer heutzutage Internet will, muss sich oft nicht nur für das Tempo entscheiden, sondern auch die Art der Übertragung. Wir verraten, was es mit den neuen Angeboten auf sich hat.

Der Ausbau für schnelle Breitbandverbindungen schreitet bundesweit voran. Zeit, Technologien und Tarife aktuell zu vergleichen, Provider oder Bandbreite zu wechseln und dann für weniger Geld schneller zu surfen ...

Mediatheken und Videostreaming-Dienste wie Netflix, Maxdome und Amazon Prime Video erfreuen sich immer stärkerer Beliebtheit. Kein Wunder, denn es ist ja auch extrem komfortabel, jederzeit auf Knopfdruck Filme, Dokus und Serien anzuschauen. Ohne einen schnellen Internetzugang kommt aber keine echte Freude auf. Wenn es während der Wiedergabe immer wieder zu Aussetzern kommt oder die Bildqualität so weit runtergeht, dass man statt knackscharfem Bild immer wieder bunte Klötzchen sieht, sorgt das beim Zuschauer für Frust statt Lust.

Das gilt umso mehr, als Videostreaming-Dienste Vorreiter bei neuen Technologien für ein noch besseres Seherlebnis sind. Wer bereits stolzer Besitzer eines 4K-/Ultra-HD-Fernsehers mit HDR-Bildverbesserung (High Dynamic Range) ist, möchte natürlich auch entsprechend hochaufgelöstes Videomaterial abspielen.Amazon, Netflix oder Youtube erfüllen dies bereits bei ausgewählten Titeln. Wegen der immensen Datenrate der hochaufgelösten Bilder ist für die Wiedergabe aber eine breitbandige Internetverbindung von mindestens 20 MBit/s nötig. Testen können Sie Ihre Geschwindigkeit zum Beispiel über www.speedtest.net . Auch andere Onlinedienste erfordern hohe Bandbreiten, wenn man nicht ewig darauf warten möchte, bis die angeforderten Daten ankommen. Da wären zum Beispiel Spiele-Downloads via Steam, Origin & Co., die bei grafikintensiven Titeln locker 40 GB und mehr umfassen können.

Tipp: So messen Sie Ihren Traffic-Verbrauch

Die Geschwindigkeit beim Senden von Daten rückt ebenfalls immer mehr in den Vordergrund. Denn schließlich sollen die per Digicam oder Smartphone geschossenen Fotos und Videos auch ohne langes Warten ins Internet hochgeladen werden. Sei es in soziale Netzwerke, ans Fotolabor, auf eine Onlinefestplatte in der Cloud oder als E-Mail-Anhang. Und da die Auflösungen der digitalen Geräte inzwischen teilweise bei 4K in Bezug auf Videos und über 20 Megapixeln in Bezug auf Fotos angekommen sind, steigt natürlich auch die Dateigröße und somit die Wartezeit beim oft vergleichsweise langsamen Upload.

Schließlich potenziert sich der Bandbreitenbedarf der genannten Dienste, wenn mehrere Personen den Internetzugang gleichzeitig nutzen. Gerade Familien und WGs profitieren daher ungemein von einer hohen Bandbreite.

Die bisherigen 16-MBit-Anschlüsse halten selten, was sie versprechen

Die Streamingplattformen Amazon, Netflix und Youtube bieten bereits Videos in 4K- beziehungsweise Ultra-HDAuflösung. Da muss auch der Internetanschluss schnell genug sein.
Vergrößern Die Streamingplattformen Amazon, Netflix und Youtube bieten bereits Videos in 4K- beziehungsweise Ultra-HDAuflösung. Da muss auch der Internetanschluss schnell genug sein.

Herkömmliche DSL-Zugänge auf Basis von ADSL2+ können da nicht mehr mithalten. Die beworbenen Maximalwerte von 16 MBit/s im Download und bis zu zwei MBit/s im Upload werden bei dieser Technik außerdem in vielen Fällen gar nicht erreicht. Denn die technisch mögliche Geschwindigkeit ist aufgrund der nahezu ungeschirmten und daher störungsanfälligen Telefon-Kupferkabel maßgeblich abhängig von der Leitungslänge zwischen Wohnung und Hauptverteilknoten des Netzanbieters. Daher sind bei vielen Anwendern nur deutlich geringere Bandbreiten drin. Zum Surfen reicht das noch gerade so, auch Videostreams in niedriger bis mittlerer Qualität laufen noch einigermaßen flüssig. Aber HD-Videos ruckeln bei weniger als bei drei oder vier MBit/s, und größere Downloads und Uploads ziehen sich ewig hin.

Der Nachfolger VDSL löst dieses Problem dadurch, dass dort, wo die Entfernung zu den Kunden mehr als rund 500 Meter beträgt, die DSL-Gegenstellen („DSLAMs“) aus den Hauptverteilern („Vermittlungsstellen“) heraus näher an die Nutzer heranrücken. Und zwar bis in die Kabelverzweiger hinein, die quasi an jeder Straßenecke stehen. Die Länge der Kupferleitung zwischen Wohnung und DSLAM reduziert sich so auf wenige hundert Meter. Über diese geringe Distanz lassen sich mit Hilfe des VDSL-Standards Datenraten von 50 MBit/s im Download und zehn MBit/s im Upload erreichen. Vom Kabelverzweiger aus werden die Daten über eine schnelle Glasfaserleitung zum Internetknoten des Anbieters geschickt.

Internetanschluss zu langsam? So wehren Sie sich

Obwohl es die VDSL-Technik schon seit 2006 gibt, ist sie noch immer nicht flächendeckend verfügbar. Der Grund dafür sind die hohen Erschließungskosten. Denn VDSL-Ausbau bedeutet: Gehwege aufreißen, Glasfaserkabel vergraben, Kabelverzweigerkästen verbreitern und um DSLAMs erweitern. Nach einer ersten Ausbauoffensive in einigen Großstädten wurde es jahrelang ruhig um die VDSL-Erschließung. Seit rund drei Jahren treten die Telekom und einige regionale Anbieter aber wieder aufs Gas. Und das hat gute Gründe. Zum einen steigt die Nachfrage nach hohen Bandbreiten, zum anderen ist inzwischen eine Erweiterung für VDSL entwickelt worden, die die Geschwindigkeit auf 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload katapultiert. Diese Erweiterung nennt sich Vectoring (Kasten auf Seite 37). Und mit der Möglichkeit, deutlich höhere Datenraten anbieten zu können, steigt auch das wirtschaftliche Interesse der Anbieter, den Ausbau voranzutreiben.

Aufwendig: Um schnelles VDSL zu ermöglichen, werden vielerorts Glasfaserleitungen bis zu den Verteilerkästen verlegt, die ihrerseits um aktive Technik erweitert werden müssen.
Vergrößern Aufwendig: Um schnelles VDSL zu ermöglichen, werden vielerorts Glasfaserleitungen bis zu den Verteilerkästen verlegt, die ihrerseits um aktive Technik erweitert werden müssen.

In den meisten Orten, in denen VDSL seit Herbst 2013 von der Telekom neu ausgebaut wurde, sind Vectoring-Anschlüsse mit 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload bereits verfügbar. Bis alle älteren VDSL-Anschlüsse technisch fit für die neuen Bandbreiten sind, wird es aber wohl bis Ende 2018 dauern. Da der Ausbau von VDSL wie geschildert ziemlich kostenintensiv ist, haben sich andere bundesweit agierende Telekommunikationsanbieter diesbezüglich bisher zurückgehalten. Sie mieten stattdessen in den meisten Fällen die Infrastruktur von der Telekom und bieten sie ihren Kunden dann unter eigenem Namen und mit eigenen Tarifen an. Ausnahmen bilden weiterhin insbesondere regional tätige Anbieter, die einzelne Ortschaften mit eigener VDSL-Technik erschließen.

Vectoring: So funktioniert die (V)DSL-Beschleunigung

Mit VDSL erreicht man in der Praxis Datenraten von bis zu 50 MBit/s, unter Idealbedingungen wäre sogar das Doppelte drin. Hemmschuh ist allerdings ein Effekt, der als „Übersprechen“ bezeichnet wird. Die meist ungeschirmten, nur mit Kunststoff ummantelten Kupferleitungen zwischen Kabelverteiler und Häusern sind in dicken Kabelbündeln eng aneinander geflochten. Erst an den einzelnen Häusern verzweigen sie sich. Von einer mit VDSL beschalteten Leitung gehen starke elektromagnetische Impulse aus. Mehrere solcher Leitungen in einem Kabelbündel stören sich deshalb gegenseitig und bremsen sich aus – so dass am Ende nicht viel mehr als 50 MBit/s pro Anschluss möglich sind.

Ist ein DSLAM mit Vectoring nachgerüstet, überwacht ein spezielles Rechenmodul in Echtzeit alle VDSL-Leitungen eines Kabelstrangs, berechnet die gegenseitigen Störungen voraus und eliminiert sie weitestgehend. Das Verfahren wird gerne mit der aktiven „Rauschunterdrückung“ verglichen, wie sie auch manche Kopfhörer schon bieten: Diese filtern Umgebungsgeräusche dadurch heraus, dass sie sie aufnehmen, invertieren und das invertierte Signal per Interferenz zusammen mit dem Audiosignal ausgeben. Netzwerkausrüster Alcatel Lucent gibt an, dass durch Vectoring jede Leitung so viel Leistung bringen würde, als wäre sie die einzige aktive Leitung im Kabelstrang.

Schon in der Entwicklung beziehungsweise Erprobung befindet sich die nächste Ausbaustufe, „Super-Vectoring“ – sie soll bis zu 300 MBit/s übertragen können.

Internet via TV-Kabel ermöglicht in der Spitze schon 500 MBit/s

TV-Kabelanschlüsse basieren auf gut abgeschirmten Koaxialkabeln, über die sich rein technisch gesehen auch über viele Kilometer hinweg mehrere GBit/s an Internetdaten sowie Telefon-Gespräche parallel zum TV-Signal übertragen lassen.

Da die TV-Kabel aber anfangs nur für die Übertragung von Fernsehen gedacht waren, sind viele Netze noch baumartig aufgebaut: Von einem Kabelstamm pro Straße, Ortsteil oder Ort zweigen mehrere Äste zu den Häusern ab. Und vom Hausanschluss gibt es (bei Mehrfamilienhäusern) wiederum einen langen Strang, von dem die Kabel zu den einzelnen Wohnungen abgehen. Was für die klassische Fernsehverbreitung ideal war, ist in Zeiten des Internets zum Problem geworden. Denn alle Benutzer, die am gleichen Hauptstrang hängen, teilen sich die dort verfügbare Gesamtbandbreite.

Aufwendig: Um schnelles VDSL zu ermöglichen, werden vielerorts Glasfaserleitungen bis zu den Verteilerkästen verlegt, die ihrerseits um aktive Technik erweitert werden müssen.
Vergrößern Aufwendig: Um schnelles VDSL zu ermöglichen, werden vielerorts Glasfaserleitungen bis zu den Verteilerkästen verlegt, die ihrerseits um aktive Technik erweitert werden müssen.

Die Kabelnetzbetreiber rüsten deshalb ihre Netze Stück für Stück auf eine Sternstruktur um. So wird jedes Haus oder zumindest jeder Straßenzug direkt an den Kabelhauptverteiler angeschlossen, der seinerseits über eine Glasfaserleitung mit dem Internet verbunden ist. Dadurch teilt sich nur eine überschaubare Anwenderzahl die Leitungskapazität. Je dichter das Netz wird, desto mehr Geschwindigkeit kann der Anbieter dem einzelnen Anwender zuweisen. Aktuell bewegen sich die angebote- nen Tarife bei der Maximalgeschwindigkeit im Bereich von 400 MBit/s im Download und bis zu 25 MBit/s im Upload. Die Deutsche Telekom bietet erst seit Kurzem 500-MBit-Anschlüsse. Schon in naher Zukunft werden Download-Geschwindigkeiten jenseits der magischen Gigabit-Grenze machbar sein. Beim Upload hinkt das TV-Kabel allerdings den Möglichkeiten von Vectoring-VDSL etwas hinterher.

Siehe auch: Wieviel DSL-Speed brauche ich wirklich?

Die Gebiete, in denen die großen Kabelnetz-Betreiber tätig sind, sind nach Bundesländern aufgeteilt. So ist Unitymedia für Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg zuständig. In den übrigen Bundesländern ist Vodafone/Kabel Deutschland tätig. Daneben gibt es noch regionale Anbieter wie Telecolumbus mit seinen Töchter-Firmen Pepcom/Cablesurf und Primacom.

Die Preise für Komplettpakete mit Internet-Flatrate und kostenlosen Telefongesprächen ins deutsche Festnetz sind beim Internetzugang via Kabelanschluss trotz höherer Geschwindigkeit in der Regel nicht teurer als vergleichbare DSL-Tarife.

Wenn es um die Download-Bandbreite geht, lässt das TV-Kabel mit 400 MBit/s selbst VDSL-Vectoring-Anschlüsse alt aussehen. Auch auf die beliebte Fritzbox muss man beim Kabelanschluss nicht verzichten.
Vergrößern Wenn es um die Download-Bandbreite geht, lässt das TV-Kabel mit 400 MBit/s selbst VDSL-Vectoring-Anschlüsse alt aussehen. Auch auf die beliebte Fritzbox muss man beim Kabelanschluss nicht verzichten.

Ein Kabel-TV-Vertrag zum Fernsehen ist übrigens keine Voraussetzung für Internet und Telefon via Kabelanschluss. Einziges Hindernis könnten bei Mietwohnungen und/oder Mehrfamilienhäusern der beziehungsweise die Eigentümer sein. Denn die müssen zustimmen, dass der zuständige Anbieter das Kabelnetz im Haus modernisieren darf, wenn es für die neue Technik zu alt ist.

Glasfaser ist noch schneller: Datentransfer mit „Lichtgeschwindigkeit“

Wer übers Internet mit vielen komfortablen Zusatzfunktionen fernsehen und Filme, Serien und Dokus von Netflix & Co. in maximaler Bildqualität abrufen will, benötigt einen schnellen Zugang ab 20 MBit/s.
Vergrößern Wer übers Internet mit vielen komfortablen Zusatzfunktionen fernsehen und Filme, Serien und Dokus von Netflix & Co. in maximaler Bildqualität abrufen will, benötigt einen schnellen Zugang ab 20 MBit/s.

Während bei DSL- und Kabelanschlüssen die Daten elektrisch übertragen werden, kommen bei Glasfaser-Übertragungen Lichtimpulse zum Einsatz. Die Bandbreite von Licht ist sehr hoch, daher lassen sich auch extrem viele Daten pro Zeiteinheit übertragen. Eine weitere Stärke liegt in der Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen.

Weil die Signalabschwächung bezogen auf die Leitungslänge sehr gering ist, können per Glasfaser Übertragungen über mehrere hundert Kilometer ohne Zwischenverstärkung stattfinden. Die gängige Datenrate von Glasfasern liegt im zwei- bis dreistelligen Gigabitbereich; unter Idealbedingungen sind sogar mehrere Terabit pro Sekunde drin.

Glasfasern sind also das ideale Medium, um Daten schnell und über weite Strecken hinweg zu transportieren. Aber es ist teuer, die Leitungen in jedes Haus und in jede Wohnung zu legen. Sind keine Leerrohre vorhanden, müssen dafür Gehwege und Vorgärten aufgerissen oder untertunnelt werden. Und bei der Inhouse-Verkabelung in Mehrfamilienhäusern bis in jede einzelne Wohnung hinein (FTTH: Fiber to the home) kann es dann erst recht kleinteilig und damit aufwendig werden. Daher bevorzugen Telekommunikationsanbieter in großen Wohnanlagen Verfahren, bei denen die Glasfaser im Keller endet (FTTB: Fiber to the building). Von dort aus wird sie auf die im Haus vorhandenen Telefonkupferkabel umgesetzt. Die Leitungslänge zwischen Keller und den Telefondosen in den Wohnungen ist in der Regel deutlich kürzer als 250 Meter. Über diese kurze Distanz lassen sich mit dem Übertragungsstandard „G.fast“ Bandbreiten bis zu einem GBit/s erreichen.

LTE: Schnelles Internet per Handynetz

Schnelles Internet lässt sich natürlich auch per Funk ins Wohn- und Arbeitszimmer transportieren. Gemeint ist hier der Mobilfunk, genauer gesagt die Standards UMTS/HSPA und vor allem deren Nachfolger LTE. Die Internetversorgung per Funk hat allerdings das Problem, dass sich alle Nutzer, die mit der gleichen Basisstation verbunden sind und zur gleichen Zeit Daten übertragen, diese maximale Bandbreite teilen.

Per UMTS beziehungsweise dessen Beschleunigungstechnik HSPA sind pro Funkzelle beziehungsweise Funksegment Downloadraten von 42 MBit/s und Uploads mit maximal 5,76 MBit/s möglich. Diese Werte sind jedoch rein theoretischer Natur. Denn da die UMTS-Mobilfunknetze durch die starke Verbreitung von Smartphones stark ausgelastet beziehungsweise stellenweise schon überlastet sind, erreicht man diese Werte praktisch nie. Realistisch sind eher maximal fünf bis sechs MBit/s im Down- und 0,5 bis ein MBit/s im Upload. Mit LTE ist je nach Mobilfunknetz auch unter Realbedingungen das Zehn- bis Zwanzigfache möglich. Ohne eine Geschwindigkeitsdrosselung nach dem tarifabhängigen Datenverbrauch pro Monat kommt allerdings auch LTE nicht aus. Allerdings führt die durch LTE gestiegene Gesamtkapazität in den Mobilfunknetzen dazu, dass es fürs gleiche Geld immer mehr monatliches Inklusivvolumen gibt. Und gleichzeitig werden damit auch ganz neue Produkte und Tarife möglich.

In Bezug auf stationär genutzte Internetanschlüsse, um die es in diesem Beitrag ja geht, sind das zum Beispiel die „Hybrid“-Tarife der Telekom. Sie bestehen aus einem DSL- oder VDSL-Anschluss in Kombination mit einem speziellen Router mit LTE-Modul. Das Prinzip: Wenn die (V)DSL-Leitung wie bei einem umfangreichen Download voll ausgelastet ist, wird nahtlos LTE dazugeschaltet und so die Bandbreite temporär erhöht. Um wieviel, hängt zum einen vom Tarif und zum anderen von der aktuellen Auslastung der örtlichen Funkzelle(n) des Telekom-Mobilfunknetzes ab. Der Clou ist, dass bei „Hybrid“ keinerlei Drosselung vorgenommen wird.

Vodafone hat kürzlich ein Produkt mit dem Namen Gigacube gestartet. Hierbei handelt es sich um einen WLAN-Router, der ausschließlich per Mobilfunk mit bis zu 150 MBit/s mit dem Internet verbunden ist. Dazu gibt es einen speziellen Tarif mit für Mobilfunk-Verhältnisse üppigen 50 GB Highspeed-Volumen pro Monat.

Der schonungslose Tarifvergleich: Prima surfen und sparen

Der Online-Tarifvergleich von PC-WELT listet nicht nur die tagesaktuellen Providerpreise für DSL- und Kabelanschlüsse auf, sondern bietet darüber hinaus zahlreiche individuelle Einstellungen.
Vergrößern Der Online-Tarifvergleich von PC-WELT listet nicht nur die tagesaktuellen Providerpreise für DSL- und Kabelanschlüsse auf, sondern bietet darüber hinaus zahlreiche individuelle Einstellungen.

Nachdem wir die unterschiedlichen Techniken erläutert haben, stellen Sie sich zu Recht die Frage, wo Sie denn möglichst viel Bandbreite für möglichst wenig Geld bekommen. In der Tabelle finden Sie die Tarife ab 50 MBit/s der großen deutschen Provider zusammengestellt. Da Sie als Neukunde zu Vertragsbeginn oft großzügige Rabatte erhalten, haben wir zur besseren Vergleichbarkeit alle Kosten und Guthaben, die während der Mindestlaufzeit von zwei Jahren anfallen, zusammengerechnet und durch 24 Monate geteilt. Darin enthalten sind auch Kosten für einen eventuell obligatorisch mitzubestellenden Router sowie die Versandgebühren dafür. Denn Sie haben zwar seit August des vergangenen Jahres das Recht, jeden beliebigen technisch geeigneten Router anzuschließen. Der Anbieter kann Sie aber bei Vertragsabschluss weiterhin zwingen, einen Router mitzubestellen. Nutzen müssen Sie ihn zwar nicht, zahlen aber schon, wenn er nicht im Tarifpreis enthalten ist. In unserer Tariftabelle haben wir bei der Kalkulation den Preis für den jeweils günstigsten angebotenen Router berücksichtigt.

Beachten Sie auf jeden Fall auch die Spalte „Preis ab 25. Monat“. Denn nach Ablauf der Mindestlaufzeit steigt die Gebühr meist deutlich an. Um das zu umgehen, müssen Sie vor Ablauf der Kündigungsfrist (meist drei Monate vorher) den Wechsel zu einem anderen Anbieter beauftragen. Oder Sie probieren zu diesem Zeitpunkt, bei Ihrem bisherigen Anbieter mit Hinweis auf eine mögliche Kündigung bessere Konditionen auszuhandeln. Einen kontinuierlich aktualisierten Tarifrechner finden Sie übrigens unter http://tarife.pcwelt.de .

Anbieter

Tarifbezeichnung

Technologie

Max. Bandbreite Download

Max Bandbreite Upload

Telefonie

Festnetz-Flatrate

1&1

DSL Basic 50

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

nein

1&1

DSL 50

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

ja

1&1

DSL 100

VDSL

100 Mbit/s

20 Mbit/s

ja

ja

Congstar

Komplett 2 VDSL

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

ja

GMX

Power DSL 50

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

nein

GMX

Power DSL 100

VDSL

100 Mbit/s

20 Mbit/s

ja

nein

O2

DSL M

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

ja

O2

DSL L

VDSL

100 Mbit/s

40 Mbit/s

ja

ja

Telecolumbus

2er Kombi 60

TV-Kabel

60 Mbit/s

4 Mbit/s

ja

ja

Telecolumbus

2er Kombi 120

TV-Kabel

120 Mbit/s

6 Mbit/s

ja

ja

Telecolumbus

2er Kombi 200

TV-Kabel

200 Mbit/s

8 Mbit/s

ja

ja

Telecolumbus

2er Kombi 400

TV-Kabel

400 Mbit/s

12 Mbit/s

ja

ja

Telekom

Magenta Zuhause M

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

ja

Telekom

Magenta Zuhause L

VDSL

100 Mbit/s

40 Mbit/s

ja

ja

Telekom

Magenta Zuhause M Hybrid

VDSL & LTE

50 Mbit/s VDSL + 50 Mbit/s LTE

10 Mbit/s VDSL + 10 Mbit/s LTE

ja

ja

Telekom

Magenta Zuhause L Hybrid

VDSL & LTE

100 Mbit/s VDSL + 100 Mbit/s LTE

40 Mbit/s VDSL + 40 Mbit/s LTE

ja

ja

Unitymedia

2play Comfort 120 Mbit/s

TV-Kabel

120 Mbit/s

6 Mbit/s

ja

ja

Unitymedia

2play Fly 400 Mbit/s

TV-Kabel

400 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

ja

Vodafone

Red Internet & Phone 50 DSL

VDSL

50 Mbit/s

10 Mbit/s

ja

ja

Vodafone

Red Internet & Phone 100 DSL

VDSL

100 Mbit/s

40 Mbit/s

ja

ja

Vodafone

Red Internet & Phone 50 Cable

TV-Kabel

100 Mbit/s

6 Mbit/s

ja

ja

Vodafone

Red Internet & Phone 200 Cable

TV-Kabel

200 Mbit/s

12 Mbit/s

ja

ja

Vodafone

Red Internet & Phone 400 Cable

TV-Kabel

400 Mbit/s

25 Mbit/s

ja

ja

Vodafone

Gigacube

LTE

150 Mbit/s

50 Mbit/s

nein

nein

Die Themen in Tech-up Weekly #92: +++ AMD Radeon Vega FE: Bisher lahmer als der Vorgänger +++ USA: Zwei Fidget Spinner sind explodiert +++ Internetanschluss zu langsam? So wehren Sie sich +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: London: Drohne bringt Flugverkehr zum Erliegen

------

► Alle PC-WELT-Ausgaben digital lesen:
bit.ly/2tOTIu6

------

► AMD Radeon Vega FE: Bisher lahmer als der Vorgänger:
www.pcwelt.de/2284385

► USA: Zwei Fidget Spinner sind explodiert:
www.pcwelt.de/2283019

► Internetanschluss zu langsam? So wehren Sie sich:
www.pcwelt.de/2284096
► Vodafone: 500 Mbit/s jetzt auch im Festnetz verfügbar:
www.pcwelt.de/2283698

------

Quick-News:

► Bitcoin-Börse gehackt: Diebe stehlen 900.000 Euro:
www.pcwelt.de/2284052

► Apple abgemahnt: Verbraucherzentrale erzwingt Rückgabe ohne Originalverpackung:
www.pcwelt.de/2283876

► Nvidia arbeitet an Multi-Chip-GPUs:
www.pcwelt.de/2283810

► Amabrush: Kickstarter-Projekt reinigt Zähne in 10 Sekunden:
www.pcwelt.de/2284222

► Windows 10 FCU: Neue Timeline-Funktion kommt später:
www.pcwelt.de/2283745

► Starcraft Remastered erscheint im August:
www.pcwelt.de/2283162

------

Kommentar der Woche

------

Fail der Woche:

► London: Drohne bringt Flugverkehr zum Erliegen:
www.pcwelt.de/2283520
► Deutsche Flugsicherung fordert Drohnen-Registrierungspflicht:
www.pcwelt.de/2284037

0 Kommentare zu diesem Artikel
1843329