224028

Unter der Lupe: Leistung nach der Optimierung

22.07.2010 | 15:09 Uhr |

Der „Turbo-Modus“ der Tune Up Utilities schaltet einige Hintergrundprogramme ab. Das ist weder neu noch kreativ, aber von der Bedienung her vorbildlich einfach.
Vergrößern Der „Turbo-Modus“ der Tune Up Utilities schaltet einige Hintergrundprogramme ab. Das ist weder neu noch kreativ, aber von der Bedienung her vorbildlich einfach.
© 2014

PC-WELT hat einige der Komponenten der Tune Up Utilities mit einem Windows-7-PC gründlich geprüft.
In den Bereichen „System warten“ und „Leistung steigern“ bietet das Tune-UpPaket vielversprechende Funktionen. Nur auf zwei Optionen hat PC-WELT für die Tests verzichtet: Programme zu de-installieren und die Windows-Suche abzuschalten. Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen aktiviert: Systemstart und Herunterfahren optimieren, defekte Verknüpfungen entfernen, Registrierdatenbank reinigen und defragmentieren, Live-Optimierung, Speicherplatz gewinnen, Systemstart konfigurieren, Energiesparplan für „Höchstleistung“.
Die Stoppuhr musste die Auswirkung zeigen: Vor dem Tuning dauerte das Laden einer beispielhaften Arbeitsumgebung 89,21 Sekunden, danach 91,01 Sekunden. Keine Spur von mehr Leistung also: Der Test-PC wurde sogar etwas langsamer. Das mag hier noch im Rahmen der Messtoleranz liegen. Tendenziell sinkt das Tempo aber – das zeigt auch ein weiterer Test: Vor dem Tuning dauerte das Konvertieren eines Testvideos 205,12, danach 209,94 Sekunden.

Unter der Lupe: Der Turbo-Modus
Aus einem Opel wird nie ein Ferrari werden. Aber auch bei einem Auto aus Rüsselsheim kann man durch Verringerung des Gewichts die Geschwindigkeit steigern. So machen es auch die Tune Up Utilities: Im „Turbo-Modus“ schaltet das Programm einige Windows-Dienste ab. Wenn Sie alle Optionen wählen, schaufeln Sie damit bis zu 40 MB im Arbeitsspeicher frei.
Wesentlicher als die Speicherersparnis ist ein anderer Punkt: Der Turbo-Modus verhindert, das störende Systemprozesse dazwischenfunken. Das Ergebnis: Im Normalbetrieb absolvierte der Computer den PC-WELT-Leistungstest in 67,9 Sekunden, im Turbo-Modus waren es 62,8 Sekunden. Dieses Tempoplus von rund 8 Prozent bezahlen Sie aber mit sichtbaren und spürbaren Einschränkungen: Wenn Sie alle Optionen des Turbo-Modus einschalten, kommt Windows 7 im Uralt-Schick von Windows 98 daher, der Design-Dienst ist dann ebenso deaktiviert wie die Windows-Suche und der Update-Dienst.
Nebenbei bemerkt: Etwas dreist ist es schon, das Abschalten einiger Dienste als „Tune Up Turbo Modus“ zu betiteln. Zum selben Ergebnis kommt ein Windows-Kenner auch mit ein paar Befehlszeilen im Kommandozeilenprogramm Sc.exe .

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
224028