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Und es kommt doch auf die Größe an...

21.03.2011 | 10:00 Uhr |

Für viele Nutzer ist es oft wichtiger, wie viel die Kamera wiegt und wie groß sie ist, als dass sie besonders hohe Auflösung oder andere Funktionen bietet. Schlanke, kleine Kameras sind praktisch, doch oft haben sie keinerlei oder nur wenige manuelle Einstellmöglichkeiten und verlassen sich auf automatische Voreinstellungen, die sich abhängig des Motivs selbst einstellen. Diese Automatik-Modi machen in aller Regel einen guten Job, dafür haben Sie weniger Eigenkontrolle über das Aussehen und die Atmosphäre Ihres Fotos.

Zoom und Bildstabilisatoren
Günstige Kameras verzichten meist auf einen starken, optischen Zoom - eine Faustregel, die sich mittlerweile aber im Wandel befindet. In der Riege der bis-zu-200-Euro-Kameras befinden sich auch einige Mini-Bridges: Kompaktkameras mit optischen Zoom-Objektiven, die so stark sind wie 10fach optischer Zoom. Wenn Sie die Wahl haben zwischen einer Kompaktkamera mit größerem optischen Zoom und einer mit höherer Megapixelzahl: greifen Sie zum Modell mit mehr Zoom. Denn damit müssen Sie Ihr Motiv nicht unnötig vergrößern, um später per Software den richtigen Bildausschnitt zu wählen.

Wenn Sie eine DSLR oder eine Kompaktkamera mit Wechselobjektiv kaufen wollen, sind sowohl die Zoom-Reichweite als auch der Bildstabilisator abhängig vom Objektiv. Einige DSLRs und Kompakte mit Wechselobjektiv verfügen über einen Bildstabilisator im Body - soll heißen: alle Ihre Aufnahmen werden durch interne Kameramechaniken stabilisiert, unabhängig vom Objektiv, das Sie benutzen. Wenn Ihre Kamera nicht über einen Bildstabilisator im Body verfügt, gibt es auch optisch stabilisierte Objektive, die allerdings ein wenig teurer sind, als normale.

Kameras mit Festobjektiven bieten mittlerweile Zoom-Reichweiten von bis zu 36x an. Solche Linsen sind ideal für Natur- und Sportaufnahmen; aber solang die Kamera nicht auch über einen guten Bildstabilisator oder eine sehr kurze Verschlusszeit verfügt, brauchen Sie entweder eine ausgesprochen ruhige Hand oder ein Stativ, um verwaschene Bilder zu vermeiden. Probieren Sie bei solchen Zoom-Werten auch unbedingt den Autofokus der Kamera bei vollem Zoom aus. Viele Modelle fokussieren bei vollem Zoom und wenig Licht extrem langsam. Vorsicht auch vor Werbefallen: manche Verkäufer kombinieren den optischen Zoom - der das Objektiv auf das Motiv ausrichtet - mit dem digitalen Zoom, der lediglich weniger Pixel einfängt und diese dann vergrößert.

RAW-Modus
Standardmäßig nehmen alle Kameras ihre Bilder im .jpeg-Format auf, das Ihre Fotos komprimiert und die Details jedes Bildes beeinträchtigt. Viele DSLRs und Kompaktkameras mit Wechselobjektiv bieten daher auch die Möglichkeit an, Fotos im RAW-Format zu schießen. Dieses Format behält alle Daten des Bildes bei, ohne Komprimierung. RAW-Aufnahmen zeigen daher deutlich mehr Details an, sind aber auch um ein Vielfaches größer als im .jpeg-Format. Wenn Sie also Fotos im RAW-Format schießen möchten, stellen Sie sicher, dass Ihre Speicherkarte ausreichend groß ist.

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