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Überwachendes Shirt, rettende Jacke, mitdenkende Ski

13.10.2010 | 10:30 Uhr |

Technik in Kleidung
Vergrößern Technik in Kleidung
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Denkbare Anwendung: die Überwachung von Vitalzeichen dank eines Netzwerks, das den Körper umspannt – ein Body Area Network. Kleinste Sensoren in T-Shirts, Hosen, Anzügen kontrollieren Herzfrequenz, Körpertemperatur, Lungenkapazität oder Blutdruck – und schicken diese Daten via Smartphone und mobiles Internet bei Bedarf zum Arzt. Oder im Notfall direkt zum Rettungsdienst, dann inklusive Geodaten und erster Diagnose.

Weiteres Beispiel im Arbeitsschutz: Ein norwegisches Forschungsteam arbeitet derzeit an einer intelligenten Jacke für Fischer. Das Kleidungsstück merkt, wenn der Träger über Bord gegangen ist – und schickt ein Signal an das Boot, sofort die Motoren zu stoppen. Zudem pumpt sich die Jacke zur Schwimmweste auf und aktiviert ein Licht- und Funksignal. So finden Rettungskräfte den Mann auch dann, wenn er bewusstlos im Wasser treibt.

Und natürlich im Sport und Lifestyle, dem Urmarkt der Wearable Technologies. Ein Zukunftstrend sind hier adaptive Materialien, die zum Beispiel durch Strom ihre Form verändern. Schon heute gibt es Hersteller, die intelligente Sportprodukte anbieten – wie den Tennisschläger oder das Paar Ski, die durch Schwingung Energie erzeugen. Und diesen Strom umgehend einsetzen, um die Schwingung zu absorbieren. Folge: Tennisspieler schlagen stabiler, Skifahrer gleiten sicherer.

Und in ferner Zukunft? Christian Stammels Vision: In jedem Kleidungsstück ist dann ein RFID-Chip eingenäht. „Schmeiße ich dann meine Jeans in die Waschmaschine – und wähle das falsche Programm, warnt mich die Hose.“ Und passt das Programm selbst an.

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