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Übertaktung & Mod-BIOS

21.11.2011 | 12:12 Uhr |

Normalerweise sind Notebooks so voreingestellt, dass Sie maximale Energieeffizienz leisten. Dass heißt, dass beispielsweise die CPU bei geringer Auslastung in niedrige Taktraten zurückfallen darf. Deaktivieren Sie diesen „Power Saving Mode“ oder „CPU Sleep Mode“, wenn Sie sich eine schnellere Reaktionszeit wünschen. Oft können Sie auch den Prozessorlüfter einstellen und ihn, je nach Wunsch, auf Leistung oder Energieeffizienz auslegen.

Doch um die voll Leistung herauszuholen, könnten Sie Ihr Notebook auch übertakten, also den Prozessor in einer höheren Taktrate arbeiten lassen, als normalerweise üblich. Beim Desktop-PC ändern Sie den Systemtakt oder den CPU-Multiplikator - falls möglich. Bei mobilen Rechnern ist das nicht so einfach: sie reagieren auf Temperaturerhöhungen entschieden empfindlicher, da die Kühlung des Notebooks auf eine bestimmte maximale Wärmeabgabe (Thermal Design Power, TDP) abgestimmt ist.

Deshalb deaktivieren die meisten Hersteller diese Funktion auch ab Werk und listen sie auch gar nicht erst im BIOS auf. Jedoch können Sie mit Programmen von Drittanbietern den Computer übertakten, wie zum Beispiel mit RMClock oder SetFsb . Hierbei sollten Sie jedoch nur kleine Schritte höher gehen und im BIOS darauf achten, dass „Max CPUID Value Limit“ auf „Disabled“ steht. Bei Geräten mit Windows als Betriebssystem ist dies jedoch schon der Standard.

Sind Sie experementierfreudig, dann können Sie Ihr BIOS auch „modden“, also verändern oder durch eine ganz andere Version ersetzen. Hier besteht jedoch die große Gefahr, dass Sie Ihren Rechner zerstören. Dieser einschneidenede Eingriff ist nur zu empfehlen, wenn Ihr Notebook einen zweiten BIOS-Chip besitzt, über den Sie im Notfall die alte BIOS-Version wieder herstellen können. Für das hohe Risiko erhalten Sie bei den Mod-Versionen aber auch besonders lohnende Einstellungen, die deutlich mehr Leistung bringen oder spürbar mehr Energie einsparen.

Mit BIOS-Mods können Sie zudem Komponenten einbauen, die das Mainboard eigentlich nicht unterstützt - beispielsweise einen anderen WLAN-Chip oder sogar eine neue CPU. Hier sollten Sie aber die exakte Bezeichnung Ihres Mainboards wissen, da Sie ansonsten den Rechner nicht mehr zum Laufen bringen. Auch kleinere Anpassungen wie den Wechsel des Boot-Screens mit einem anderen Bild können Sie dann einstellen. Doch hiervon sollten Laien wirklich die Finger lassen.

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