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Die größten deutschen Internet-Anbieter

19.11.2013 | 10:09 Uhr |

DSL- und Kabel-Anbieterübersicht
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© iStockphoto.com/Henrik5000

Nachdem wir auf der ersten Seite unsere Anforderungen an einen guten beziehungsweise idealen Internet-Tarif gestellt haben, werfen wir nun einen Blick auf den Ist-Zustand, also auf die Tariflandschaft der größten überregional tätigen Anbieter in Deutschland. Wir konzentrieren uns auf Kombipakete, die aus Telefon- und Internet-Anschluss bestehen. Die im Text genannten Preise sind gerundet. Zeitlich begrenzte Sonderaktionen sind ebenso wenig berücksichtigt wie Vergünstigungen, die nur in den ersten Vertragsmonaten gelten. Internet-Anbieter und Tarife im Überblick

1&1: Der schon seit Jahrzehnten im Internetzugangs-Geschäft tätige Provider 1&1 verfügt über kein eigenes Leitungsnetz, sondern nutzt im Festnetzbereich die Technik von Telefonica und Telekom. Die Verfügbarkeit ist daher fast überall in Deutschland gegeben. Die „Doppel-Flat“-DSL-Tarife mit Internet- und Festnetz-Flatrate gibt es in den „bis zu“-Geschwindigkeitsstufen 6, 16 und 50 MBit/s. Die Preise liegen zwischen 25 und 30 Euro, wobei ab dem dritten Nutzungsjahr tarifabhängig eine Erhöhung um 5 oder 10 Euro eintritt. Sie können selbst entscheiden, ob Sie eine Zweijahres-Bindung eingehen wollen oder nicht. Wenn ja, erhalten Sie dafür den WLAN-DSL-Router 1&1 Homeserver (AVM Fritzbox 7362 SL) gratis dazu. Eine Einrichtungsgebühr fällt in keinem Fall an. Der Kundenservice von 1&1 ist über eine normale Ortsnetz-Rufnummer erreichbar.

Congstar: Das Telekom-Tochterunternehmen Congstar richtet sich mit seiner jugendlichen Ansprache vor allem an die Generation „30 Minus“. Die DSL-Komplettpakete gibt es ab 25 Euro mit bis zu 16 MBit/s und ab 35 Euro mit bis zu 50 MBit/s. Sie sind wahlweise auch ohne Mindestlaufzeit erhältlich, allerdings verbunden mit höheren Kosten für die Einrichtungsgebühr (40 Euro statt 10 Euro) und den WLAN-Router (100 Euro statt 50 Euro). Congstar plant, 2014 eine Drosselungs-Klausel in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufzunehmen und diese 2016 technisch einzuführen. Weitere Details dazu sind noch nicht bekannt.

Deutsche Telekom: Die Telekom bietet ihre „Call & Surf“-DSL-Pakete mit Internet- und Festnetz-Flatrate für 35 Euro mit bis zu 16 MBit/s und für 45 Euro mit maximal 50 MBit/s an. Neukunden müssen eine Einrichtungsgebühr in Höhe von 70 Euro zahlen. Seit Mai 2013 hat das Unternehmen in der Leistungsbeschreibung dieser Tarife eine Geschwindigkeits-Drosselung auf 2 MBit/s ab einem bestimmten monatlichen Daten-Limit festgeschrieben. Dieses liegt bei 16-MBit-Anschlüssen bei 75 GB und bei 50-MBit-Anschlüssen bei 200 GB. Technisch umsetzen will die Telekom die Drossel frühestens 2016. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate, ein WLAN-Router ist nicht inklusive. Den Kundenservice der Telekom erreichen Sie über eine kostenlose Rufnummer.

Kabel BW / Unitymedia: Die fusionierten Unternehmen bieten in Baden-Württemberg ( Kabel BW ) beziehungsweise Nordrhein-Westphalen und Hessen ( Unitymedia ) Internet- und Telefonanschlüsse über das modernisierte TV-Kabelnetz an. Bei der Bandbreite hat man die Wahl zwischen 10, 100 und 150 MBit/s für 20, 35 beziehungsweise 42 Euro im Monat. Die Einrichtung kostet 20 Euro, die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre. Ein Kabelmodem ist inklusive, für einen optionalen WLAN-Router werden einmalig 30 Euro fällig. Der Kundenservice ist ab 20 Cent pro Anruf erreichbar.

Kabel Deutschland: Der TV-Kabelnetz-Betreiber ist in allen Bundesländern mit Ausnahme von Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen aktiv. Die Bandbreiten liegen zwischen 10 und 100 MBit/s, die Preise zwischen 20 und 40 Euro im Monat. Die Einrichtungsgebühr beträgt 40 Euro, die Mindestlaufzeit zwei Jahre. Sie haben die Wahl zwischen einem Kabelrouter mit WLAN (2 Euro im Monat) oder ohne (gratis). Alternativ gibt es die Fritzbox 6360 Cable in einer Kabel-Deutschland-Version für 5 Euro im Monat. Ab 60 GB Übertragungsvolumen an einem Tag reduziert Kabel Deutschland die Geschwindigkeit des Anschlusses auf 100 KBit/s, aber nur für File-Sharing-Übertragungen. Ab dem darauffolgenden Tag wird die Drosselung aufgehoben und der Zähler zurückgesetzt. Kabel Deutschland behält sich in seinen AGB vor, diese Geschwindigkeits-Reduzierung zukünftig bereits ab 10 GB Datenvolumen pro Tag vorzunehmen. Ein Anruf bei der Hotline von Kabel Deutschland ist kostenlos.

Drosselung bei O2
Vergrößern Drosselung bei O2

O2: Telefonica Deutschland bietet unter seiner Marke O2 die Tariffamilie „DSL All-In“ an. Sie sind mit und ohne zweijährige Vertragslaufzeit erhältlich. Die Einrichtungsgebühr beträgt 50 Euro, wird aber häufig im Rahmen von Sonderaktionen erlassen. Die Telefon-Flatrate der Komplettpakete umfasst nicht nur Gespräche ins deutsche Festnetz, sondern auch in alle deutschen Handynetze. In der Variante „S“ (25 Euro) beträgt die Übertragungsgeschwindigkeit maximal 8 MBit/s. Sie wird ab einem Verbrauch von 100 GB bis zum Ende des Monats auf 2 MBit/s gedrosselt. Für die Varianten „M“ (30 Euro, bis zu 16 MBit/s) und „L“ (35 Euro, bis zu 50 MBit/s) gilt hingegen die „Fair Flatrate“-Regelung: Wer drei Monate in Folge mehr als 300 GB Datenvolumen verbraucht, wird in allen Folgemonaten ab jeweils 300 GB auf maximal 2 MBit/s ausgebremst. Um der Drosselung zu entgehen, müssen Power-User also alle drei Monate etwas zurückhaltender sein. Alternativ erhalten sie gegen Zusatzgebühr eine unlimitierte Flatrate. Die Gebühren für einen Anruf bei der O2-Hotline betragen 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz.

Vodafone: Die Bandbreite der Tarifvarianten, in denen Vodafone seine DSL-Komplettpakete anbietet, reicht von 1 bis 50 MBit/s. Die Preise liegen zwischen 25 und 35 Euro. Die Einrichtung kostet 9,95 Euro, die Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre. Den passenden WLAN-Router müssen Sie für 40 Euro beziehungsweise 60 Euro (VDSL) mitbestellen. Es gibt zwar Gerüchte darüber, dass auch Vodafone die Einführung einer Drosselungs-Klausel plant, das Unternehmen bestreitet dies jedoch. Die Hotline erreichen Sie zum Nulltarif .

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