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Überarbeitetes Networking mit Virtualisierung für die Cloud

02.11.2011 | 09:52 Uhr |

Verbessertes Networking

Dashboard vom Server Manager
Vergrößern Dashboard vom Server Manager
© Microsoft

Windows Server 8 erhielt ebenfalls überarbeitete Netzwerkfunktionen. Für das Networking werden mehrere Netzwerkschnittstellen mittels „NIC-Teaming“ verbunden. Die Netzwerkadapter können von verschiedenen Herstellern sein, müssen aber Teaming unterstützen. Dies sorgt für eine bessere Ausfallsicherheit und für eine höhere Kapazität.

Für die Bios-Funktion „Consistent Device Naming“ (CDN) hat sich Microsoft mit Hardwareherstellern zusammengetan. CDN vergibt Netzwerkkarten aussagekräftige Namen, so lassen sie sich einfacher und schneller im Netzwerk identifizieren. Das hilft Netzwerkverkabelungsfehler zu vermeiden.

Für Failover muss bei Windows Server 8 keine Failover-Clusters eingerichtet werden. Das übernehmen DHCP-Server-Paare, die konstant repliziert werden. Integrierte Load-Balancing-Mechanismen in den DHCP-Diensten vermeiden Lastspitzen, die nach dem Einschalten von Rechnern auftreten.

Des Weiteren stattet das Serverbetriebssystem den Netzwerkverkehr mit Tags aus. Diese helfen dabei die verschiedenen Typen des Traffics zu identifizieren. Und per integrierten Host-Routing des Netzwerkverkehrs ist es möglich verschiedene physische Netzwerkkarten zu einer Schnittstelle zusammenzufassen.

Tipps und Tricks zur Virtualisierung

Netzwerk-Virtualisierung in der Cloud

Cloud-Implementationen werden mithilfe einer überarbeiteten Bandbreitenkontrolle einfacher. Es können für einen planbaren Datenverkehr Unter- und Obergrenzen festgelegt werden. Bei einer minimalen Bandbreite erhält die virtuelle Maschine, wenn sie einen höheren Bedarf hat, mehr als das Minimum; vorausgesetzt es ist ausreichend Kapazität verfügbar. Die maximale Bandbreite wiederum sorgt dafür, dass eine VM das Netzwerk nicht alleine in Beschlag nimmt.

Außerdem unterstützt die Netzwerk-Virtualisierung hybride IT-Infrastrukturen bei der Integration in eine Cloud. Interne virtuelle Maschinen sowie externe VMs, die gehostet werden, können dieselbe IP-Adresse besitzen. GRE (Generic Routing Encapsulation) packt hierfür den Ethernet-Header in ein neues TCP-Paket. Zusätzlich laufen on-premise (zugekaufte) Maschinen und interne VMs so, als ob sie sich gemeinsam in der eigenen IT-Infrastruktur befinden.

Microsoft hat zudem DirectAccess angepasst. Ab sofort fällt die Installation von Agents auf den Clients unter Windows 7 (Enterprise und Ultimate) und Windows 8 weg. Die Clients kommunizieren sowohl in IPv6 als auch in IPv4 miteinander. Ebenfalls wurde BranchCache überarbeitet. Das Feature forciert das Caching von SMB (Server Message Block)- und HTTP-Zugriffe. BranchCache besitzt außerdem eine integrierte Daten-Deduplikation, um Ressourcen zu sparen.

Server in Hosted-Storage-Szenarien, die kein BranchCache kennen, stattet Microsoft mit einer BranchCache-Schnittstelle aus. Bei einer Abfrage von einer Client-Anwendung über die API (Application Programming Interface) wird automatisch die Prüfsumme berechnet und die Datei lokal zwischengespeichert. Dies führt zu einer Zeitersparnis. Nachfolgende Clients, die die Datei oder eine mit ähnlichem Inhalt suchen, erhalten die Informationen aus dem Cache.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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