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Ubuntu und Mint Themes: Mehr Farbe für den Desktop

05.09.2019 | 14:03 Uhr | Thorsten Eggeling

Wem der Ubuntu-Desktop auf Dauer zu langweilig wird, der kann ihn mit Themes auch anders gestalten. Außerdem lassen sich Themes bis ins Detail individuell anpassen.

Ubuntu bietet von Haus aus nur wenige Möglichkeiten zur Gestaltung des Desktops. Wer in den Standardeinstellungen danach sucht, findet lediglich eine Option, um das Hintergrundbild für den Desktop und den Sperrbildschirm zu ändern. Über das Tool Gnome-Tweaks lassen sich aber auch unter Ubuntu andere Desktopthemen einstellen. Mint-Benutzer benötigen es nicht, denn das Theme lässt sich über die „Einstellungen“ ändern.

Bei beiden Systemen sind Sie aber nicht auf die vorgefertigten Themes angewiesen. Der Oomox Theme Designer kann Themes auf der Basis von Vorlagen gestalten. Sie können beispielsweise die Farbe der meisten Fensterelemente ändern oder Icons für den Desktop oder Dateimanager gestalten.

Tipp: Die besten Systemwerkzeuge für Ubuntu und Mint

Desktoptheme wechseln 

Wer bei Ubuntu ein anderes Theme einstellen möchte, installiert das Tool Gnome-Tweaks in einem Terminalfenster mit diesem Befehl:

sudo apt install gnome-tweaks 

Ein deutschsprachiges Ubuntu zeigt das Tool bei einer Suche nach „Tweaks“ über „Aktivitäten“ als „Optimierungen“ an. Die Themenauswahl finden Sie unter „Erscheinungsbild“. Die Einstellung hinter „Anwendungen“ bezieht sich auf die Gestaltung der Fenster, außerdem können Sie die Farbgebung des Mauszeigers ändern. „Symbole“ wirkt sich die Icons etwa im Dateimanager und auf dem Desktop aus. Die Auswahl hinter „Shell“ ist standardmäßig deaktiviert. Um das zu ändern, installieren Sie ein zusätzliches Paket

sudo apt install gnome-shellextensions

und starten Linux neu. Öffnen Sie dann Gnome-Tweaks, gehen Sie auf „Erweiterungen“ und setzen Sie den Schalter hinter „User themes“ auf „An“. Starten Sie Gnome-Tweaks neu. Die Auswahl bei „Shell“ unter „Erscheinungsbild“ ist jetzt aktiv, allerdings gibt es in der Liste nur den Eintrag „Vorgabe“, weil bisher keine Themes für die Desktopelemente der Gnome-Shell installiert sind (siehe Kasten). Linux-Mint-User mit Cinnamon-Desktop haben es einfacher. Hier gehen Sie im Menü auf „Einstellungen –› Themen“ und legen die Desktopgestaltung für die gewünschten Bereiche fest. Es sind bereits zahlreiche Themes mit unterschiedlichen Farbgebungen vorinstalliert, über „Hinzufügen/Entfernen“ beziehen Sie weitere per Download.

Oomox Theme Designer installieren 

Ubuntu-Nutzer benötigen Gnome-Tweaks, um die Themeeinstellungen zu ändern.
Vergrößern Ubuntu-Nutzer benötigen Gnome-Tweaks, um die Themeeinstellungen zu ändern.

Wer individuelle Anpassungen bei Themes vornehmen möchte, verwendet dafür den Oomox Theme Designer. Für Ubuntu/Mint gibt es auf https://github.com/themix-project/oomox/releases DEB-Pakete für die Installation.

Wir haben die Datei „oomox_1.11-3- gde075379_17.04+.deb“ unter Ubuntu 18.04 und Linux Mint 19 erfolgreich installieren können. Führen Sie dazu die folgenden drei Befehlszeilen in einem Terminalfenster aus: 

cd ~/Downloads
sudo dpkg -i oomox_1.11-3-gde075379_17.04+.deb 
sudo apt -f install 

Außerdem ist die Installation über Flatpak möglich (drei Zeilen): 

sudo apt install flatpak 
flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo 
flatpak install flathub com.github.themix_project.Oomox

Für andere Distributionen finden Sie Installationsanleitungen auf https://github.com/themix-project/oomox

Siehe auch: 5 Fragen und Antworten für Linux-Anfänger

Individuelles Theme erstellen 

Mint-Konfiguration: Mint-Anwender gehen in den „Einstellungen“ auf „Themes“.
Vergrößern Mint-Konfiguration: Mint-Anwender gehen in den „Einstellungen“ auf „Themes“.

Im Oomox Theme Designer wählen Sie zuerst auf der linken Seite eine Vorlage aus, die Ihren Vorstellungen am nächsten kommt. Eine Vorschau sehen Sie auf der rechten Seite des Fensters. Es empfiehlt sich, nicht die Vorlagen selbst zu ändern, sondern über Strg-D eine Kopie zu erstellen. Nehmen Sie dann die gewünschten Änderungen vor. Hinter „Theme Style“ stellen Sie als Basis „Arc“, „Materia“ oder „Oomox (Numix based)“ ein. Danach wählen Sie die Farben der unterschiedlichen Bereiche. Die Änderungen lassen sich sofort in der Vorschau kontrollieren. Im Abschnitt „Theme Options“ legen Sie beispielsweise die Abrundung der Schaltflächenecken („Roundness“) fest und den Farbverlauf („Gradient“). Farbe und Form der Icons bestimmen Sie unter „Iconset“.

Zum Abschluss klicken Sie auf „Export Theme“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Generate Theme for Cinnamon“, wenn Sie das neue Theme unter Linux Mint mit Cinnamon-Desktop verwenden wollen. Die Themedateien speichert Oomox im versteckten Ordner „.themes“ in Ihrem Home-Verzeichnis. Klicken Sie auf „Export Icons“, um die Grafiken für die Desktop- und Dateimanager-Symbole zu erzeugen.

Starten Sie Gnome-Tweaks und wählen Sie hinter „Anwendungen“ und „Symbole“ das neue Theme aus. Bitte beachten Sie, dass Oomox keine Themes für die Shell erstellt. Mint-Nutzer aktivieren das Theme über „Einstellungen –› Themen“. Wer passende Farben zu einem Hintergrundbild erzeugen möchte, kann das Bild über „Import –› Colors from Image“ in Oomox laden. Die Themeeinstellungen sind danach unterhalb von „Plugins –› Image Colors“ zu finden und lassen sich wie bei den anderen Themevorlagen anpassen. 

Linux-Themes zum Download

Unter Linux sehen die Elemente innerhalb von Anwendungsfenstern nicht immer gleich aus. Schaltfläche, Auswahlfelder oder Klickboxen beispielsweise stammen aus Komponentenbibliotheken, die je nach Alter und Desktopumgebung ein unterschiedliches Design zeigen. Fensterrahmen und teilweise auch Menüs sind von der Anwendung meist unabhängig, weil für deren Gestaltung der Window-Manager beziehungsweise unter Ubuntu 18.04 die Gnome-Shell zuständig ist.

Linux-Themes enthalten daher mehrere Ordner, in denen die Dateien für die Komponentenbibliotheken GTK 2 und 3 sowie die Window-Manager beziehungsweise Desktops wie Gnome-Shell, Metacity, Unity und Cinnamon liegen. Beim Download von Themedateien muss man daher darauf achten, dass die jeweils benötigten Dateien auch mit dabei sind.

Eine zentrale Anlaufstelle für Themes ist die Website www.opendesktop.org . Über die Navigation auf der linken Seite steuern Sie „Linux/Unix Desktops –› Desktop Themes“ an.

Darunter geht es weiter mit „Cinnamon Themes“ (für Linux Mint Cinnamon) oder „Gnome/GTK –› GTK3 Themes“ (Ubuntu-Anwendungen) und „Gnome/GTK –› Gnome Shell Themes“ (Ubuntu-Desktop). In den Beschreibungen finden Sie Informationen zu den geeigneten Betriebssystemen und Desktopumgebungen. Die heruntergeladenen Dateien entpacken Sie in den versteckten Ordner „.themes“ in Ihrem Home-Verzeichnis und zur Aktivierung eines Themes verwenden Sie das Tool Gnome-Tweaks.

Auch über die Ubuntu-Standard-Paketquellen lassen sich einige Themes installieren. Verwenden Sie den Paketmanager Synaptic (sudo apt install synaptic), um in den Paketbeschreibungen etwa nach „GTK-Theme“ oder „Gnome Shell“ zu suchen. Geeignet sind beispielsweise die Pakete „numix-blue-gtk-theme“, „numix-gtk-theme“, „greybird-gtk-theme“ und „materiagtk- theme“. Die beiden letzten enthalten auch Themedateien für die Desktopelemente der Gnome-Shell.

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