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Tricks für Dateinamen unter MacOS und Linux

14.08.2021 | 09:01 Uhr | Roland Freist

Wenn Sie Dateien mit Rechnern austauschen, die andere Betriebssysteme haben, sollten Sie über deren Beschränkungen bei den Dateinamen Bescheid wissen.

Das Mac-OS von Apple ist unkompliziert: Es unterstützt Dateinamen mit bis zu 255 Zeichen, nicht erlaubt sind Doppelpunkte (:) und Schrägstriche (/). Beides gilt auch fürs iPhone. Beachten Sie außerdem: Wird dem Dateinamen ein Punkt vorangestellt, ist die Datei unsichtbar, ansonsten können Sie das Zeichen frei nutzen.

Android lässt theoretisch Dateinamen mit bis zu 255 Zeichen zu. Das sollten Sie jedoch nicht ausnutzen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass es bei Dateinamen mit mehr als 127 Zeichen zu Problemen kommt. Bei den nicht benutzbaren Zeichen sollten Sie berücksichtigen, dass Android-Geräte häufig mit Speicherkarten bestückt sind, auf denen das Dateisystem FAT32 installiert ist. Dort gelten die gleichen Einschränkungen bei den Dateinamen wie bei NTFS.

Im Web wird gemäß den HTML-Konventionen der ASCII-Code verwendet, der im Wesentlichen dem Zeichensatz einer englischen Tastatur entspricht. Damit sind die deutschen Umlaute und das Eszett schon einmal nicht erlaubt. Darüber hinaus sollten Sie bei Datei- und Pfadnamen auf Sonderzeichen wie = ^ [ \ : * ? < > | / ] + $ = # & und % ebenso verzichten wie auf Kommata, Anführungs- und Leerzeichen. Da auf den meisten Webservern ein Linux- oder Unix-System läuft, sind Dateinamen mit einer Länge von bis zu 256 Zeichen erlaubt.

CDs und DVDs: Vorsicht beim Brennen von CDs! Die meisten Brennprogramme verwenden für CDs das Joliet-Format, das Dateinamen mit einer Länge von 64 Zeichen erlaubt. Der Pfad darf inklusive Dateiname nicht länger als 120 Zeichen sein. DVDs verwenden hingegen in der Regel das UDF-Format (Universal Disc Format), das Dateinamen bis zu 255 Zeichen und Pfade mit bis zu 1023 Zeichen vorsieht. Joliet und UDF arbeiten beide mit dem Unicode-Zeichensatz, der nahezu jedes Zeichen unterstützt. Wenn Sie also ein Zeichen unter Windows verwenden können, lässt sich der Dateiname ebenfalls auf CD oder DVD brennen.

Siehe auch: Wissenswertes zu Dateinamen bei Windows

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