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NVM Express: Die Schnittstelle der Zukunft

09.05.2014 | 10:22 Uhr |

PCI Express als Schnittstelle nutzt auch das neue Übertragungsprotokoll NVM Express (NVMe), das seit einigen Jahren von einer Arbeitsgruppe von 90 Firmen entwickelt wird, darunter auch Schwergewichte der Branche wie Intel, Cisco, Dell, Samsung, Seagate, LSI oder Micron.

Im Vergleich zum bisher genutzten SATA-AHCI-Protokoll ist NVM Express besser auf die Eigenschaften von Flash-Speichern zugeschnitten, da AHCI für deutlich langsamere mechanische Festplatten entwickelt wurde.

So können über NVMe (Non-Volatile Memory Host Controller Interface) deutlich mehr Kommandos parallel übertragen werden, das Protokoll nutzt dabei auch die Tatsache, dass moderne Server über immer mehr CPU-Cores verfügen. Als mechanisches Interface kann neben PCI Express auch SATA Express dienen. Der Anschluss ist abwärtskompatibel zu SATA, enthält aber zusätzlich mehrere PCI-Express-Lanes. Neben NVM Express kann auch weiterhin AHCI als Übertragungsprotokoll genutzt werden.

Die erste SSD mit NVMe-Unterstützung ist die Samsung XS1715. Die 2,5-Zoll-MLC-SSD soll beim sequentiellen Lesen bis zu 3000 Mbit/s übertragen. Zudem gibt Samsung für die XS1750 bis zu 740000 IOPS an, ein Wert, der sogar weit über dem bisheriger PCIe-SDDs mit RAID 0 liegt. Das Z-Drive 4500 liefert hier laut OCZ bis zu 252000 IOPS.

Als Anschluss dient ein SATA-Express-Konnektor mit vier PCI-Express-Lanes (SFF-8639), als maximale Kapazität nennt Samsung 1,6 TByte. Dell setzt die Samsung XS1715 im neuen PowerEdge R920 Server ein, der jetzt auf den Markt kommt. (rb)

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