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Cloud-Computing wird immer wichtiger

30.12.2010 | 10:34 Uhr | BRK / Panagiotis Kolokythas

Cloud Computing
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Während Sie sich nun vielleicht darauf freuen, 2011 noch leistungsstärkere Geräte in Händen zu halten, hoffen andere darauf, künftig weniger abhängig von den Leistungen des eigenen Gerätes zu sein. Cloud Computing ist hier das Stichwort, was Sie in Zukunft wohl immer häufiger hören werden.

Unter Cloud Computing versteht man, dass die Dienste, wie z.B. Office-Programme oder Spiele, die bislang auf dem eigenen PC liefen und möglicherweise eine hohe Anforderung an die Leistung des Rechners stellen, künftig über das Internet bezogen werden und so nicht mehr das eigene System belasten. Die Daten werden auf den Servern gespeichert und bei Bedarf an den Client (etwa Browser) ausgeliefert.

Rechenintensive Vorgänge können ausgelagert werden, so dass die Hardwareanforderungen an den PC sinken. Das Besondere an Cloud Computing ist außerdem, dass Sie sich die Leistungen nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen können. So ist es möglich, dass Sie nicht mehr für komplette, möglicherweise überdimensionierte, Programme zahlen müssen, sondern nach Bedarf einzelne maßgeschneiderte Leistungen ordern können. Ein weiterer Vorteil ist, dass freie Kapazitäten von Servern so nicht ungenutzt bleiben müssen.

Der Dienst Evernote ist ein Beispiel dafür, was mit Cloud Computing möglich ist. Evernote bietet Speicherplatz für Notizen aller Art, die von verschiedenen Endgeräten – vom Handy bis hin zum Desktop-PC – angelegt und abgerufen werden können. Evernote hat angekündigt, künftig stärker in den deutschen Markt zu investieren und seinen Dienst weiter auszubauen.

Sogar das Spielen von grafisch aufwendigen Spielen, ohne dass der PC selber über eine teure Grafikkarte verfügen muss, ist über Cloud Computing möglich. Die Grafikberechnungen werden auf Hochleistungsservern durchgeführt. Anschließend wird das Bild an den heimischen Computer zurückgeliefert. Realisiert wurde dies in den USA bereits mit dem Game-Streaming-Service OnLive , welcher 2011 auch Westeuropa erobern will.

Sogar auf leistungsschwachen alten Systemen sollen mit dieser Technik die neuesten Computerspiele laufen. Sie benötigen für eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln lediglich ein Browser-Plugin und eine Internetverbindung von mindestens 5 Mbit/s. Sogar auf Smartphones und Tablet-PCs kann man auf diese Weise dreidimensionale Welten erobern.

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