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2-GHz-CPUs in Smartphones & UMTS-Nachfolger LTE

30.12.2010 | 10:34 Uhr | BRK / Panagiotis Kolokythas

Motorola hat als erster Hersteller ein Smartphone mit 2-GHz-CPU für 2011 angekündigt. Die anderen Hersteller dürften schnell nachziehen. Die Leistungssteigerung bedeutet, dass auch Anwendungen und Spiele für mobile Endgeräte immer komplexer und grafisch aufwendiger sein werden, als sie es jetzt schon sind. Dies führt außerdem dazu, dass die Datenmengen, die über das mobile Internet übertragen werden, wie beispielsweise beim Download von Apps, noch stärker zunehmen werden.

UMTS kommt damit an seine Grenzen. Es wurde daher ein neuer Mobilfunkstandard entwickelt, der sich LTE ( Long Term Evolution ) nennt. Dieser erreicht Downloadraten von 100 Mbit/s. Im nächsten Jahr wird das LTE-Netz weiter ausgebaut. Falls Sie auf dem Land leben, können Sie sich glücklich schätzen, besonders schnell in den Genuss des LTE-Netzes zu kommen, denn die LTE-Lizenzen schreiben vor, dass dünn besiedelte Gebiete zuerst abgedeckt werden müssen.

LTE verspricht nicht nur eine deutlich größere Bandbreite, sondern auch eine Signallaufzeit (Latenzzeit), die bei unter 5 Millisekunden liegt und somit geringer ist als bei UMTS (Festnetz: rund 30 ms, bei UMTS/HSPA: etwa 70ms). Das freut Smartphone-Besitzer, die mobil spielen wollen und wirkt sich auch bei VoIP positiv aus - nahezu verzögerungsfreies Telefonieren wird so möglich.

Handys und andere mobile Geräte werden diesen neuen Standard unterstützen müssen, wenn sie mithalten wollen. Auf dem US-Markt ist mit dem Samsung SCH-r900 bereits ein erstes LTE-Handy erhältlich. 2011 können Sie auch mit ersten Modellen auf dem deutschen Markt rechnen.

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