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Grafikkarten-Tricks: Spiele, Filme und Fotos optimieren

08.03.2019 | 08:01 Uhr |

Nicht nur Spieler sollten sich mit den Einstellungen des Grafikkarten-Treibers auskennen: Mit den richtigen Tricks sehen auch Fotos und Filme besser aus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den 3D-Treiber für eine bessere Bildqualität in allen Anwendungen optimieren.

Der Grafiktreiber kümmert sich um die optimale Bilddarstellung. Deshalb versuchen vor allem Spieler, mit den richtigen Treibereinstellungen ein schnelleres oder schöneres Spieleerlebnis zu erreichen. Die Benutzeroberfläche aktueller Grafiktreiber von AMD, Intel und Nvidia bietet jedoch darüber hinaus eine Vielzahl von Optionen, die sich auf die Darstellung von Filmen, Fotos und anderen Inhalten beziehen. Um für jede Anwendung ein optimales Bild zu erzielen, lohnt es sich deshalb auf jeden Fall, ein paar Treibertricks zu kennen – auch wenn Sie nie oder nur selten am PC spielen.

Treibergrundlagen: Ein Update hilft immer

Es gibt nur wenige Komponenten innerhalb eines Computers, die so von einem Treiber-Update profitieren wie die Grafikkarte. Denn die neuen Versionen beinhalten nicht nur Optimierungen für neue Spiele, sondern auch Fehlerbehebungen und andere Verbesserungen. Deshalb sollten Sie auch immer darauf achten, den Treiber aktuell zu halten. Ungeduldige können überdies von den offiziellen Seiten der Grafikchip-Hersteller AMD, Intel und Nvidia Beta-Versionen herunterladen, die schneller als die offiziellen Varianten veröffentlicht werden.

Hardware-Upgrade: Neue CPU oder neue Grafikkarte?

So finden Sie den besten Treiber für Ihre Grafikkarte

GPU-Hersteller wie AMD und Nvidia stellen sehr regelmäßig Updates für den Grafiktreiber bereit.
Vergrößern GPU-Hersteller wie AMD und Nvidia stellen sehr regelmäßig Updates für den Grafiktreiber bereit.

Insbesondere Besitzer von PC-Komplettsystemen wissen nicht immer genau, welche Grafikkarte in ihrem System steckt. Das finden Sie allerdings schnell heraus, auch ohne ein zusätzliches Tool installieren zu müssen: Drücken Sie die Tastenkombination Windows-R, um das Ausführen-Fenster aufzurufen. Tippen Sie dort danach dxdiag ein, um das DirectX-Diagnoseprogramm aufzurufen. Beim ersten Aufruf werden Sie gefragt, ob das Programm die digitale Signatur des installierten Treibers überprüfen soll. Dies sollten Sie zulassen. Unter der Registerkarte „Anzeige“ listet das Tool die eingebaute Grafikkarte auf. Nun wissen Sie, für welches Gerät Sie einen Treiber herunterladen müssen. Für die Updates sollte Sie der Weg zunächst immer zu den offiziellen Herstellerseiten führen ( Nvidia , AMD ).

Vor dem Download werden Sie in der Regel nach dem installierten Betriebssystem und nach der zugehörigen Systemarchitektur gefragt, das heißt 32 Bit oder 64 Bit. Falls Sie Letzteres ebenfalls nicht wissen, betätigen Sie ganz einfach die Tastenkombination Windows-Pause und sehen nach, was unter „Systemtyp“ steht. Nachdem das Update heruntergeladen und installiert wurde, ist in der Regel ein Neustart des PCs notwendig.

Grafiktreiber-Oberfläche: Nicht nur für Gamer interessant

Wenn Sie den Grafikkarten-Treiber aufrufen, dann haben Sie vielleicht im ersten Augenblick besonders bei AMD und Nvidia den Eindruck, dass sich alle Einstellungen nur um Spiele drehen. Doch wir zeigen, wie Sie tiefer einsteigen, um die passenden Optionen auch für andere Anwendungen zu finden. Den Grafikkarten-Treiber erreichen Sie, indem Sie auf einer freien Fläche auf dem Desktop rechtsklicken und aus dem Kontextmenü die Einstellungen Ihrer AMD- oder Nvidia-Grafikeinheit anwählen.

Die wichtigsten Einstellungen im Grafiktreiber von AMD

Ein Windows-Bordmittel zeigt umfangreiche Infos zur Grafikkarte und zum 3D-Treiber.
Vergrößern Ein Windows-Bordmittel zeigt umfangreiche Infos zur Grafikkarte und zum 3D-Treiber.

AMDs Grafiktreiber Radeon Crimson Software Relive Edition bietet zahlreiche Funktionen, die Multimedia-Inhalte und Stromsparen betreffen. Im Reiter „Video“ finden Sie beispielsweise mehrere Profile, um die Darstellung von Filmen zu verbessern. Diese Profile verfügen über Voreinstellungen für Bildschärfe, Farbdarstellung und Helligkeit, die auf bestimmte Inhalte abgestimmt sind. So bietet sich beispielsweise „Cinema Classic“ für Kinofilme an. Wem die vorgegebenen Profile nicht zusagen, der darf über das Profil „Benutzerdefiniert“ selbst Hand anlegen, da die optimale Darstellung vom eingesetzten Monitor, der Umgebungsbeleuchtung und natürlich auch dem eigenen Geschmack abhängt.

Zwei AMD-spezifische Funktionen nutzen die Rechenkraft des Grafikprozessors, um bestimmte Videoinhalte zu verbessern: „ AMD Steady Video “ eignet sich für verwackelte Handyvideos oder für Aufnahmen mit schlechter Bildstabilisierung. Hier versucht die Grafikkarte bei der Wiedergabe die Wackler und das Zittern im Quellmaterial herauszurechnen und die Darstellung zu beruhigen. Darüber hinaus lässt sich „ AMD Fluid Motion Video “ aktivieren. Hinter der Funktion steckt die Technik „Frame Rate Conversion“ (FRC), welche die Bildrate des Videomaterials an die Bildwiederholfrequenz des ausgebenden Bildschirms anpasst. Zum Beispiel liegt auf einer Bluray ein Film normalerweise im Kinoformat mit 24 Bildern pro Sekunde vor. Der herkömmliche PC-Monitor verfügt über eine Bildwiederholrate von 60 Hertz, weshalb die Darstellung des Films ruckelig wirken kann. Genau hier setzt die AMD-Technik an und fügt die fehlenden Bilder des Blu-ray-Films in Echtzeit ein. Das Ergebnis ist dann ein deutlich flüssigeres Video.

Grafikdetails für Spiele optimieren: So geht's automatisch

Geforce Experience von Nvidia bietet Ihnen die Möglichkeit, die Grafikeinstellungen in Spielen auf Ihre Hardware zu optimieren. Um dies zu bewerkstelligen, sendet Experience die Ausstattung Ihres Rechners in die Nvidia-Cloud, die mithilfe von intern erhobenen Testwerten und Erfahrungswerten den Detailgrad regelt. Standardmäßig wird auf ein optimales Spielerlebnis hin optimiert, was eine Balance aus maximaler Leistung und höchster Bildqualität darstellt. Mit einem Klick auf den Schraubschlüssel neben „Optimieren“ können Sie den Regler aber auch verschieben und nehmen so eher schlechtere Grafik, dafür aber hohe Bildraten in Kauf (Richtung „Leistung“), oder Sie opfern einige Bilder pro Sekunde, weil Ihnen die Optik wichtiger ist (Richtung „Qualität“).

Geforce Experience kann die Treibereinstellungen automatisch an ihren PC anpassen.
Vergrößern Geforce Experience kann die Treibereinstellungen automatisch an ihren PC anpassen.

Bis Ende 2016 hatte auch AMD ein ähnliches Tool in petto, das in Kooperation mit Raptr entstanden ist. Das Programm wurde allerdings eingestellt und ist bislang ohne Nachfolger. Raptr selbst steht aber nach wie vor als separater Download bereit und bietet neben der automatischen Grafikoptimierung auch Funktionen zum Aufnehmen und Streaming von Gameplay.

Unter dem Reiter „Anzeige“ gibt es weitere Optionen. „ GPU Skalierung “ bietet Skalierungs- und Auflösungsoptionen, die nicht nativ vom angeschlossenen Bildschirm unterstützt werden. Ist die Einstellung aktiv, skaliert fortan der Grafikchip die Desktop-Inhalte: So lassen sich etwa ältere Anwendungen, die nur im 5:4-Format angezeigt werden, auf einem aktuellen Widescreen-Bildschirm darstellen, ohne dabei das korrekte Seitenverhältnis zu zerstören. Unter „ Skalierungsmodus “ können Sie einstellen, mit welcher Größe sowie auf welcher Position die Anzeige erfolgen soll: „Vollbild“ streckt sämtliche Inhalte auf dem kompletten Monitor, während „Zentriert“ die Programmfenster in der Mitte des Bildschirms platziert. Mittels „Seitenverhältnis beibehalten“ stellt die GPU die Anwendungen im Seitenverhältnis der Anzeige dar.

AMD liefert im Treiber bereits voreingestellte Profile für die häufigsten Videoformate.
Vergrößern AMD liefert im Treiber bereits voreingestellte Profile für die häufigsten Videoformate.

Die Option „ HDMI Link-Sicherstellung “ setzt die Geschwindigkeit von Links innerhalb des HDMI-Kabels so lange herab, bis eine Verbindung aufgebaut werden kann. Insbesondere bei günstigen oder älteren HDMI-Kabeln ist diese Funktion unentbehrlich, da diese Modelle oft nur eine geringere Bandbreite beherrschen. Über „ Farbtiefe “ legen Sie die Zahl der Farben pro Kanal fest, wobei 8 Bit üblich sind. Lediglich kompatible und zumeist teurere Modelle beherrschen eine größere Farbtiefe – vor allem bei HDR (High Dynamic Range) spielt diese Option eine wichtige Rolle, denn erst dadurch erfolgt eine kontrastreichere Darstellung, da mehr Farben zur Verfügung stehen und somit feinere Abstufungen möglich sind.

Im unteren Bereich des Anzeigenfensters befindet sich ein Schieberegler, der prozentual die HDMI-Skalierung beeinflusst. Hiermit regeln Sie die sogenannten Over- und Underscan-Einstellungen und entfernen die klassischen schwarzen Balken, die bei einer falschen Skalierung über oder neben der eigentlichen Anzeige entstehen. Damit strecken Sie die Anzeige, damit der ganze Bildschirm ausgefüllt wird.

Unter „Anzeige“ gibt es im AMD-Treiber im ersten Moment die Optionen zur Skalierung von Inhalten.
Vergrößern Unter „Anzeige“ gibt es im AMD-Treiber im ersten Moment die Optionen zur Skalierung von Inhalten.

Profis freuen sich über die Option „ Benutzerdefinierte Auflösungen “, weil sie dort Timings, Bildwiederholfrequenzen oder Pixeltaktraten einstellen können. Rechts oben im Fenster stehen noch zusätzliche Funktionen zur Verfügung: „ Anzeigengruppe anordnen “ und „ Desktop-Farben “ schickt Sie in die Windows-Monitoreinstellungen respektive in die Farbkalibrierung des Betriebssystems. Mit einem Klick auf „Erkennen“ blenden Sie für einige Sekunden eine Nummer auf dem Bildschirm ein. Das hilft bei der korrekten Anordnung eines Multi-Monitor-Aufbaus. Über „ Farbe “ gelangen Sie in die Farbeinstellungen und können in der Folge dort die Helligkeit, Tönung, Sättigung sowie den Kontrast mit einem Schieberegler verstellen, die Änderungen werden danach unmittelbar angezeigt. „ Spezifikationen “ hält für Sie die Informationen über die aktuelle Anzeige bereit, wie zum Beispiel über die aktuelle Bildwiederholfrequenz oder die Auflösung.

Helligkeit, Tönung, Kontrast und Sättigung lassen sich im AMD-Treiber nach Belieben verstellen.
Vergrößern Helligkeit, Tönung, Kontrast und Sättigung lassen sich im AMD-Treiber nach Belieben verstellen.

Für Spieler interessant ist außerdem die Funktion „ Virtual Super Resolution “ (VSR). Diese erlaubt es, Spiele in einer Auflösung darzustellen, die höher ist, als der Monitor es eigentlich beherrscht. Der Grafikprozessor rendert das Spiel in der höheren Auflösung und skaliert es im Anschluss daran wieder auf die Anzeige herunter, was in einer detailreichen Darstellung resultiert. Nachdem Sie die Funktion aktiviert haben, sollten Ihnen in den Grafikoptionen des Spiels weitere Auflösungen zur Verfügung stehen. Allerdings muss dafür VSR von den Titeln unterstützt werden.

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Die wichtigsten Einstellungen im Grafiktreiber von Nvidia

Alle Einstellungen, die die Bildschirmeinstellungen umfassen, finden Sie im Nvidia-Treiber unter „Anzeige“. Im rechten Teil des Fensters werden Ihnen dann die verschiedenen Optionen aufgelistet. Unter „Auflösung ändern“ können Sie die Auflösung und die Bildwiederholfrequenz festlegen. Wenn Sie auf „Anpassen“ klicken, haben Sie die Möglichkeit, wie bei AMD eine benutzerdefinierte Auflösung zu erstellen.

Auch im Nvidia-Treiber können Sie die Bildwiedergabe optimieren – drei Referenzbilder inklusive.
Vergrößern Auch im Nvidia-Treiber können Sie die Bildwiedergabe optimieren – drei Referenzbilder inklusive.

Im Menü „ Desktop-Farbeinstellungen anpassen “ lassen sich über Schieberegler Helligkeit, Kontrast und Gamma einstellen – getrennt für sämtliche Kanäle oder einzeln für Rot, Grün oder Blau. Die Regler schalten Sie frei, indem Sie die Option „NVIDIA Einstellungen verwenden“ aktivieren. Darunter regeln Sie über die „ Digitale Farbanpassung “ die Farbsättigung des Bildschirms. Dort lässt sich des Weiteren der „Farbton“ anpassen. Nvidia stellt Ihnen hierfür drei Referenzbilder zur Verfügung: Mit deren Hilfe können Sie etwa bei der Darstellung von Menschen Hauttöne optimal anpassen. In „Anzeige drehen“ lässt sich das komplette Bild drehen. Dies macht etwa dann Sinn, wenn Sie beispielsweise mehrere Monitore parallel im Pivot-Modus betreiben, bei dem der Bildschirm hochkant gedreht wird.

HDCP-Status anzeigen “ liefert Ihnen Informationen zum aktuellen Status des Kopierschutzes, während unter „Digitales Audio einrichten“ die Bildschirme aufgelistet werden, die auch über einen Lautsprecher verfügen. Sie können in der Folge festlegen, ob sie als Audiogeräte in Windows erscheinen respektive genutzt werden sollen.

Over- und Underscan können Sie mithilfe des Nvidia-Treibers recht einfach und in Echtzeit einstellen.
Vergrößern Over- und Underscan können Sie mithilfe des Nvidia-Treibers recht einfach und in Echtzeit einstellen.

Im Eintrag „ Desktop-Größe und -Position anpassen “ skalieren Sie die Darstellung abhängig vom Monitor und vom Bildinhalt. Unter der Registerkarte „Größe“ können Sie eine Vergrößerung oder eine Verkleinerung (Over- und Underscan) der Anzeige vornehmen, wenn schwarze Balken auf dem Display Sie nerven. Die Einstellung „ Mehrere Anzeigen einrichten “ legt ein Multi-Monitor-Setup fest. Geht es um die Optimierung von Bewegtbild, so klicken Sie auf „ Video-Farbeinstellungen anpassen “. Hier stehen Ihnen ebenfalls Schieberegler zur Verfügung wie unter „Desktop-Farbeinstellungen anpassen“. Zusätzlich lässt sich aber unter dem Reiter „Erweitert“ auch der Dynamikbereich anpassen: „Begrenzt (16-235)“ ist standardmäßig aktiv und für den alltäglichen Gebrauch eine sichere Hausnummer. Wenn Sie hingegen „Voll (0-255)“ aktivieren, können Sie dunklen und weißen Bereichen noch mehr Details entlocken, im regulären Betrieb kann die Option allerdings zu verfälschten Farben führen.

Über Nvidia-Tool Geforce Experience lassen sich höhere Auflösungen einstellen.
Vergrößern Über Nvidia-Tool Geforce Experience lassen sich höhere Auflösungen einstellen.

Wenn Sie umfassendere Video-Optimierungen vornehmen wollen, öffnen Sie „ Videobildeinstellungen anpassen “. „ Randverbesserung “ schärft das Bild, „ Rauschunterdrückung “ eliminiert unschöne Bildfehler und „ Zeilensprungentfernung “ aktiviert die ursprüngliche Aufnahmequalität. Denn durch Konvertierungen geht immer ein bisschen Bildqualität verloren und die Technik kann auf diese Weise zumindest wieder etwas von der originalen Qualität herstellen.

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Flüssiges Bild dank Freesync und G-Sync

Mittlerweile weit verbreitet bei Monitoren sind die beiden Techniken AMD Freesync oder Nvidia G-Sync – aber nur entweder die eine oder die andere, denn es gibt noch keine Modelle, die beide Techniken unterstützen. Ziel der zwei Techniken ist es, Spiele möglichst flüssig und ohne Bildfehler wiederzugeben. Dafür synchronisieren Freesync und G-Sync die Bildraten der Spiele mit der Bildwiederholfrequenz des Monitors. Denn wenn diese Abstimmung fehlt, kann es zu Tearings (einem Zerreißen der Bilddarstellung) und zu störenden Rucklern kommen. Alle aktuellen Grafikkarten von AMD und Nvidia unterstützen die jeweils hauseigene Technik. Allerdings sind Monitore mit G-Sync teurer und nicht in so hoher Anzahl verfügbar wie Freesync-Displays. Bei der AMD-Technik handelt es sich nämlich um einen offenen Standard.

Downsampling mit Nvidia-Grafikkarten aktivieren

Nvidia bietet ebenfalls eine Option für das Downsampling von Spielen an: Diese nennt sich „ Dynamic Super Resolution “. Zu dieser Technik gelangen Sie jedoch nicht über die Nvidia-Einstellungen, Sie müssen dazu das Gratis-Programm Geforce Experience nutzen. Allerdings kann es auch sein, dass sich das Tool bereits auf Ihrem Rechner befindet, da es sich bei einem Treiber-Update installiert, sofern man es nicht abwählt.

Nach dem ersten Start durchsucht das Programm den PC nach installierten Spielen, die daraufhin anhand der jeweiligen Cover angezeigt werden. Mit einem Klick auf das gewünschte Spiel gelangen Sie in die Einstellungen der Grafikdetails. Klicken Sie auf den Schraubschlüssel neben „Optimieren“ und wählen Sie links oben aus „Auflösung“ die Pixelzahlen. Auch hier müssen Sie sich aber darüber bewusst sein, dass dies viel Grafikleistung kostet. Und vergessen Sie anschließend bitte nicht, die Einstellungen zu übernehmen, damit die Änderungen gespeichert werden.

Bonus: Monitor - So optimieren Sie Ihr Display

Was auch immer Sie am Rechner machen – Sie sehen dabei stets auf den Bildschirm, fast immer ist es ein TFT-Monitor. Umso wichtiger sind augenschonende und korrekte Einstellungen, die sich mithilfe der richtigen Kniffe schnell am Monitor selbst sowie in Windows vornehmen lassen. Generell gilt: Sie erzielen die besten Darstellungsergebnisse, wenn PC und Monitor digital mit einem DVI- oder HDMI-Kabel verbunden sind, bei einem Ultra-HD-Schirm ist eine Displayport-Verbindung ratsam.

Auch für Monitore gibt es die passenden Treiber

Einige Monitorhersteller bieten eigene Tools für die Konfiguration ihrer Geräte an.
Vergrößern Einige Monitorhersteller bieten eigene Tools für die Konfiguration ihrer Geräte an.

Normalerweise erkennt Windows den an die Grafikkarte angeschlossenen Bildschirm mittels Plug & Play automatisch und wählt dann die Bildschirmauflösung, Aktualisierungsrate und Farbeinstellungen entsprechend aus. Bei einigen Modellen, besonders bei UHD-Monitoren, funktioniert die automatische Erkennung aber nicht immer. Verfügt der Monitor über Sonderfunktionen – etwa eine automatische Drehung (Pivot) oder eine Webcam – brauchen Sie zusätzlich zum Monitortreiber unter Umständen noch weitere Software. Beide Probleme lösen Sie durch die Installation des Treiberpakets für Ihren Monitor – über die beiliegende CD oder über einen Download von der jeweiligen Herstellerwebseite. Treiber ohne eigene Setup-Routine installieren Sie im Gerätemanager unter „Monitore“, indem Sie doppelt auf die Bezeichnung des Bildschirms klicken, danach die Registerkarte „Treiber“ nach vorne bringen und als Nächstes auf „Treiber aktualisieren“ klicken. Wählen Sie im Anschluss daran „Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“.

Für Farbechtheit: Richtige Farbtemperatur am Monitor wählen

Die meisten Monitore sind nicht farbecht und oft auch viel zu hell und zu kontrastreich eingestellt. Aus diesem Grund sieht ein und dasselbe Bild oder eine Webseite auf zwei Monitoren unterschiedlich aus. Des Weiteren bieten Ihnen viele Modelle die Möglichkeit, im Menü am Bildschirm die Farbtemperatur in Kelvin und damit auch die Wärme sowie zugleich den Weißpunkt der Bildschirmfarben einzustellen oder benutzerdefinierte Einstellungen nach Farbanteilen zu treffen. Weiß erscheint bei unterschiedlichem Licht nicht immer gleich weiß, doch in den allermeisten Fällen sind 6500 Kelvin als ergonomischer Mittelwert optimal. Zur Orientierung: Um die 6000 Kelvin entsprechen einem weißen Blatt Papier bei durchschnittlichem Tageslicht. Für eine möglichst farbechte Bildschirmdarstellung sollten Sie auf individuelle Farbanteilseinstellungen verzichten.

Helligkeit und Kontrast optimal auf den Arbeitsplatz abstimmen

Helligkeit und Kontrast lassen sich direkt am Monitor regeln. Als Faustregel sollte dabei die Helligkeit nicht zu hoch gewählt werden, weil ansonsten die Augen unnötig belastet werden. Am Notebook können Sie mit gemäßigten Helligkeitseinstellungen die Akkulaufzeit verlängern. Beim Kontrast kommt es auf das richtige Maß an, denn zu viel Kontrast strengt die Augen an, ein zu geringer Kontrast ebenfalls. Am besten passen Sie den Kontrast mittels eines Graustufentestbildes an, wie es beispielsweise Thiemo Mättig anbietet . Regeln Sie als Erstes den Kontrast und im Anschluss daran die Helligkeit so, dass der Farbraum gleichmäßig von Weiß bis Schwarz geht und nicht nur von Hellgrau bis Dunkelgrau. Wichtig: Da die Raumbeleuchtung den wahrgenommenen Weißund Schwarzwert beeinflusst, achten Sie auf ausreichendes Umgebungslicht.

Nachregeln: Haben Sie Helligkeit und Kontrast Ihres Monitors optimal abgestimmt, sind keine weiteren Änderungen am Kontrast mehr erforderlich. Die Helligkeit sollten Sie jedoch zur Schonung der Augen bei Bedarf passend zum Umgebungslicht herauf- oder herunterdrehen.

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Bildschirm mit dem Windows-Tool Dccw gezielt einstellen

Das Windows-Tool Dccw führt Sie Schritt für Schritt durch die Farbkalibrierung.
Vergrößern Das Windows-Tool Dccw führt Sie Schritt für Schritt durch die Farbkalibrierung.

Bei der weitergehenden Bildschirmoptimierung unterstützt Sie das in Windows 10 integrierte Kalibrierungstool Dccw . Es verfügt über verschiedene Testbilder, mit denen sich der Monitor Schritt für Schritt einregeln lässt und mit deren Hilfe Sie die Farbkalibrierung von Windows so korrigieren können, dass ein eventueller Farbstich gemildert wird. Starten Sie das Tool durch Eingabe von dccw in das Suchfeld in Windows 10.

Die ersten drei Infofenster erläutern die Funktionsweise des Tools – bestätigen Sie jeweils mit „Weiter“. In dem Dialog zur Gamma-Einstellung passen Sie im nachfolgenden Schritt die Vorgabe des Schiebereglers derart an, dass die kleinen Kreise in der Mitte des Rechtecks möglichst nicht mehr zu sehen sind. Als Nächstes werden die optimale Helligkeit und anschließend der Kontrast am Monitor eingestellt – hier können Sie dann überprüfen, wie treffsicher Ihre manuellen Einstellungen waren, und gegebenenfalls nachregeln. Die Farbausgleichsanpassung schließt daraufhin die Farbkalibrierung ab und sorgt für eine farbneutrale Darstellung. Hierzu werden verschiedene Graustufenbalken auf dem Monitor abgebildet. Benutzen Sie die Schieberegler so lange, bis die grauen Balken möglichst ohne Farbstich auf dem Monitor angezeigt werden.

Die in Dccw vorgenommene Kalibrierung wird anschließend als neues ICC-Farbprofil gespeichert, der Bildschirmanzeige zugeordnet und von Programmen mit Farbverwaltung verwendet. Das Farbprofil enthält den eingeregelten Gammawert und die Farbsticheinstellung.

Größe von Text und Symbolen individuell anpassen

Bei gleicher Bildschirmdiagonale, allerdings höherer Auflösung sind Text und Symbole auf dem Bildschirm bei identischem Sichtabstand kleiner. Weil man bei einem größeren Monitor meistens weiter weg sitzt, werden Text wie auch Icons häufig zu winzig. In den Anzeigeeinstellungen von Windows können Sie die vorgegebene Größe anpassen, denn gut lesbarer Text ist auch bei einer hohen Auflösung Pflicht. In Windows 10 gehen Sie zur Anpassung nach einem Rechtsklick auf dem Desktop auf „Anzeigeeinstellungen“ und verwenden den Zoomstufenschieber bei „Größe von Text, Apps und anderen Elementen ändern“. Mithilfe von Klicks auf „Erweiterte Anzeigeneinstellungen –› Erweiterte Skalierungseinstellungen –› Benutzerdefinierte Skalierung“ lassen sich Werte bis 500 Prozent festlegen. Die Änderung wird nach einem Neustart wirksam.

Nachteil dieser Anpassung: Durch das Hochskalieren der Schrift in Windows wird bei manchen Programmen der Text sowohl in Menüs als auch auf Schaltflächen mitunter abgeschnitten, weil der Platz für die Beschriftung dann nicht mehr vollständig ausreicht. Die Größe der Symbole auf dem Desktop können Sie bei gedrückt gehaltener Strg-Taste mithilfe des Mausrads leicht anpassen.

Schriftenglättung von Windows einschalten

Cleartype-Textkonfigurierung
Vergrößern Cleartype-Textkonfigurierung

Cleartype ist eine in Windows enthaltene Funktion zum Verbessern der Schriftdarstellung auf LCD-Bildschirmen. Diese Technik bewirkt, dass sich die Kanten der Buchstaben glätten, wodurch diese dann besser zu lesen sind.

In gedruckten Screenshots, beispielsweise für Handbücher, sieht das aber weniger gut aus. Deshalb schaltet man Cleartype beim Anfertigen von Bildschirmfotos am besten ab. Das ist allerdings eine aufwendige Angelegenheit: Geben Sie cleartype in das Suchfeld von Windows ein und klicken Sie nun auf „Clear-Type-Text anpassen“. Damit öffnen Sie einen Assistenten, bei dem „ClearType aktivieren“ in der Voreinstellung eingeschaltet ist. Im nächsten Schritt müssen Sie das Häkchen löschen und im Anschluss daran sämtliche Schritte des Assistenten durchklicken, um die Einstellung zu übernehmen.

Schneller geht’s mit der Freeware Cleartype Switch . Laden Sie das Programm zunächst von der Webseite herunter und kopieren Sie es in einen beliebigen Ordner. Klicken Sie die EXE-Datei an und führen Sie die kurze Installationsroutine aus. Im Folgenden starten Sie das Programm mit einem Doppelklick auf Cleartype-switch.exe.

Durch Ein- und Ausschalten von „Use ClearType (best for LCD monitors)“ können Sie die Funktion schnell per Mausklick aktivieren und deaktivieren. Möchten Sie die Schriftdarstellung doch wieder mit dem Windows-Assistenten optimieren, klicken Sie in der Freeware auf den Button „ClearType Tuner“.

Wer mit mehr als 60 Bilder pro Sekunde oder in einer höheren Auflösung als Full-HD zocken will, der braucht eine passende Grafikkarte. Die Modelle der Mittelklasse kosten bis zu 400 Euro, bieten dafür aber stärker ausgebaute Grafikchips. Also unter anderem mehr Shader-Einheiten, höhere Taktraten und vor allem auch mehr Grafikspeicher. Auch die Kühlungen sind besser ausgebaut. Damit Ihr in der großen Masse an verschiedenen Gaming-Grafikkarten nicht den Überblick verliert, hat Fritz die besten Grafikkarten unter 400 Euro getestet und sagt Euch, wo Ihr die meisten Frames pro Euro bekommt.

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