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Tone Mapping

23.09.2008 | 11:56 Uhr | Markus Schelhorn,

Derartig erzeugte HDRIs kann kein Monitor und erst recht kein Drucker mit dem enthaltenen Dynamikumfang darstellen. Wenn man HDRIs nicht in 3D-Applikationen weiterverwenden will, folgt jetzt der Schritt des Tone Mappings. Dabei wird die Tonwertabbildung auf einen darstellbaren Umfang reduziert. Ähnlich wie bei Raw-Dateien wird bei HDRIs nur die Darstellungsoption am Bildschirm geändert, in Photoshop z.B. mit der Funktion „32-Bit-Vorschauoptionen“.

Die Anwendung des Tone Mapping findet beim Export in andere Dateiformate statt. Hier ist es empfehlenswert, die Bilder als 16-Bit-TIF zu exportieren, da meist noch Kontrast und Farbgebung in Photoshop oder einer anderen Bildbearbeitung vorgenommen werden sollten. Beim Tone Mapping soll im Sinne von HDRI natürlich so vorgegangen werden, dass sowohl Lichter- wie Schattenbereiche mit voller Detailzeichnung erhalten bleiben. FDR Tools bietet zum Tone Mapping den Komfort, zwischen Anpassung der HDR-Generierung und Tone Mapping beliebig zu wechseln. Will man z.B. ein Einzelbild der Aufnahmeserie stärker gewichten, geht man zurück in den HDRI-erzeugen-Modus und macht dort die Änderungen. Ebenso lassen sich Dynamikbereiche eingrenzen oder einzelne Bilder ausschließen.

FDR Tools arbeitet mit den Methoden Simplex, Receptor und Compressor, wobei die ersten beiden beiden global wirken und Receptor die bessere Methode ist. Natürlichere Ergebnisse gelingen mit einer lokalen Adaptionsmethode. Sie ist übrigens in Photoshop enthalten und die beste Wahl. Denn das Verfahren berücksichtigt die Umgebung der einzelnen Bildpunkte und sorgt so für einen höheren Detailkontrast. In FDR Tools lässt sich diese „Compressor“ benannte Methode noch mit einer Weißpunkt-/ Schwarzpunkt-Anpassung mit Histogramm-Anzeige sowie drei Reglern zu den Tone-Mapping-Parametern feinregeln. Photomatix Pro beschränkt sich auf zwei Tone-Mapping-Methoden: die globale Methode „Tone Compressor“ und die lokale Adaption mit „Detail Enhancer“. Hier müssen aber unbedingt einige Parameter nachgeregelt werden, um zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen.

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