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Tipp: Gezielt Provider ohne Mindestlaufzeit wählen

27.05.2008 | 12:41 Uhr |

Die Provider verhalten sich also in Details durchaus unterschiedlich, eines haben jedoch alle Anbieter mit Langzeitverträgen gemeinsam: So ohne weiteres kann man einen laufenden Vertrag nicht kündigen und in vielen Fällen spielt die Kulanz des Unternehmens eine Rolle.

So bleibt eigentlich nur ein Tipp: Wenn Sie sich jederzeit eine Wechselmöglichkeit offen halten wollen, sollten Sie zu DSL-Dienstleistern greifen, die keine langen Mindestvertragslaufzeiten haben, wie beispielsweise Alice und der Telekom-Discounter Congstar. Lesen Sie in so einem Fall aber immer das Kleingedruckte: Hardware beispielsweise, die es bei 1&1-Komplettangeboten kostenlos dazu gibt, müssen Sie beispielsweise bei Congstar separat bezahlen.

Bei Alice können Sie vier Wochen zum Monatsende kündigen, bei Congstar beträgt die Kündigungsfrist sogar nur zwei Wochen. Allerdings bietet Congstar kein Komplettangebot, sondern setzt zwingend einen T-Com-Anschluss voraus. Wer also zum Beispiel einen zeitlich befristeten Zweitwohnsitz mit DSL versorgen will, sollte diese beiden Anbieter im Auge behalten.

Übrigens: Ein Sonderkündigungsrecht gibt es auch, wenn Neukunden zu lange auf die Freischaltung Ihres DSL-Anschlusses warten müssen. Wer von diesem Recht Gebrauch machen will, muss nach Ablauf der im Vertrag genannten Zeit dem Anbieter eine Frist setzen, üblicherweise noch einmal zwei bis drei Wochen. Wird der Anschluss innerhalb dieser Frist nicht bereitgestellt, kann der Kunde von seinem Vertrag zurücktreten.

Falls Sie einen bestehenden DSL-Vertrag kündigen wollen, weil die DSL-Verbindung oft nicht funktioniert und der Provider somit seinem Versorgungsauftrag und damit seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, dann können Sie das nicht einfach so ohne Vorwarnung machen. Sie müssen zunächst dem Provider schriftlich eine angemessene Frist zur Mängelbehebung setzen. Erst nach Ablauf dieser Frist ist eine sofortige Kündigung möglich.

Außerdem sollten Sie bei technischen Problemen mit ihrem DSL-Zugang immer zuerst Ihre Hardware prüfen. Beispiele: Funktioniert Ihr DSL-Modem/Router einwandfrei? Falls mehrere TAE-Dosen in Ihrer Wohnung vorhanden sind: Haben Sie Ihren Splitter an der richtigen Dose anschlossen?

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