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Tintenstrahldrucker: Fünf Tipps für den Einkauf

05.09.2009 | 10:45 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Auflösung: Hohe Zahlen sind nicht alles
Angaben zur Druckauflösung stehen prominent auf der Geräteverpackung. Derzeit lesen Sie oft 9600 x 2400 dpi. Trotzdem ist die Auflösung eines Tintenstrahldruckers kein alleiniger Garant für eine hohe Druckqualität. Denn die maximale Auflösung kommt – wenn überhaupt - nur im Fotodruck zusammen mit Fotopapier zum Tragen. Für ein gutes Druckergebnis ist jedoch neben der Anzahl der Druckpunkte wichtig, wie kontrolliert und variabel der Drucker den Tintentropfen setzt. Je genauer das Gerät dabei vorgeht, desto überzeugender finden Sie dann auch das gedruckte Ergebnis.

Drucktempo: Jeder misst anders
Bisher unterstanden die Druckerhersteller bei den Angaben zur Geschwindigkeit keiner Norm. Jeder konnte das Drucktempo nach einem eigenen Messverfahren ermitteln und angeben. Seit kurzem gibt es mit der ISO 24734 (Internationale Organisation für Normung) einen Vorstoß, die Tempoangaben der Hersteller zu normieren und damit für den Anwender übersichtlich zu gestalten. Eine endgültige Zertifizierung steht allerdings noch aus. Deshalb halten sich bis dato noch nicht alle Hersteller an die neue Norm. In unseren Tests absolvieren alle Tintenstrahldrucker dieselben Druckaufgaben: Daher können Sie die von uns ermittelten Zeiten der einzelnen Drucker direkt miteinander vergleichen.

Extras wie CD-Druck-Funktion lässt sich nicht nachrüsten
Vergrößern Extras wie CD-Druck-Funktion lässt sich nicht nachrüsten
© 2014

Tintenpatronen: Einzeltanks oder Kombikartusche
Bei Tintenstrahldruckern stehen unterschiedlich konstruierte Patronen zur Wahl: Weit verbreitet sind einzeln tauschbare Tanks, die für jede Farbe eine einzelne Kartusche vorsehen und in einem Permanentdruckkopf stecken. Der Vorteil: Sie wechseln nur die Farbe aus, die Sie gerade leer gedruckt haben. Der Druckkopf selbst soll ein Druckerleben lang halten.

Im Gegensatz dazu stehen die Patronen mit integriertem Druckkopf. Vorteil: Wechseln Sie die Patrone, erhalten Sie automatisch auch einen neuen Druckkopf. Nachteile: Diese Kartuschen sind teurer als die reinen Tintentanks. Außerdem gibt’s hier keine separaten Farbpatronen. Vielmehr ist die farbige Kartusche mit drei Kammern für die einzelnen Tinten versehen. Benutzen Sie eine Farbe mehr als die anderen, müssen Sie die Kombikartusche bereits austauschen, ohne alle Farben leer gedruckt zu haben. Damit verschwenden Sie nicht nur Tinte, sondern auch bares Geld.

Fremdtinte: Günstiger, nicht immer besser
Tinte ist im Nachkauf besonders teuer. Diese Kosten lassen sich senken, indem Sie anstelle der Originalpatronen des Herstellers Kartuschen von Drittanbietern erwerben. Achten Sie dabei auf vollständige Nachbauten der Patronen. Denn fehlt ein Detail, dann funktionieren die Kartuschen nur eingeschränkt. Ein Beispiel: Sie haben nachgebaute Patronen ohne Chip für die Füllstandssteuerung gekauft. Diese passen zwar wunderbar in Ihren Drucker, allerdings müssen Sie den Füllstand der Tinte selbst überwachen. Das ist nicht nur unpraktisch, sondern kann ernste Folgen haben, wenn Sie übersehen, dass keine Tinte mehr vorhanden ist. In dem Fall kann der Druckkopf „trocken laufen“ und dabei kaputt gehen.

Kombipatrone: Hier bilden Druckkopf und Tank eine Einheit.
Vergrößern Kombipatrone: Hier bilden Druckkopf und Tank eine Einheit.
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Ausstattung: Was der Drucker mitbringen sollte
Entscheiden Sie vor dem Kauf, was Ihr Tintenstrahldrucker mitbringen muss. Denn in der Regel lassen sich einzelne Funktionen nicht oder nur teuer nachrüsten. Wollen Sie den Tintenstrahler beispielsweise im kleinen Büro oder Heimnetzwerk einsetzen, sollte er eine Ethernet-Schnittstelle an Bord haben. Gleiches gilt für eine Duplex-Einheit.

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