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Timings ändern

17.03.2008 | 11:11 Uhr | Christian Löbering, Verena Ottmann

Die Beschriftung eines Speicherriegels verrät einiges über dessen Geschwindigkeit. Und sie ist hilfreich, wenn Sie den Arbeitsspeicher im Bios übertakten wollen. Wichtig dafür sind folgende Einstellungen:

CAS Latency (CL) bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Absenden eines Lesekommandos und dem Erhalt der Daten. Angegeben wird die Zahl der benötigten Taktzyklen: Je niedriger der Wert ist, desto schneller wird auf den Speicher zugegriffen. Trägt Ihr Speichermodul beispielsweise die Bezeichnung CL4, bedeutet das, dass vier Taktzyklen vergehen, bis die Daten nach dem Lesekommando zur Verfügung stehen. Im Bios können Sie diesen Wert nach unten setzen. Wie weit, müssen Sie ausprobieren.

RAS to CAS Delay beschreibt, wie lange das Zeilensignal (RAS) auf der Leitung gültig bleibt, bis auf das Spaltensignal (CAS) umgeschaltet wird. Auch hier ist der Zugriff schneller, je geringer der Wert ist. Allerdings sollten Sie beachten, dass bei einem zu kurzen Intervall die gewünschte Speicherzelle nicht richtig adressiert und die Daten nicht ausgelesen werden können – es kommt zum Systemabsturz.

RAS Precharge Time legt fest, wie oft der Speicherinhalt aufgefrischt wird. Zwar arbeitet ein PC mit längeren Intervallen schneller. Es kann jedoch zu Datenverlust kommen. Belassen Sie daher den Wert auf 2T, wenn Sie bereits die CAS-Latency und RAS-to-CAS-Delay geändert haben.

Command Rate bezeichnet die Zeit, die der Speichercontroller zur Auswahl der Speicherchips benötigt. Daher ist bei drei bis vier Modulen oft eine Command Rate von 2T nötig. Schneller ist jedoch 1T.

Übrigens: Um herauszufinden, ob Ihr PC mit den neuen Speichereinstellungen stabil läuft, lassen Sie am besten ein Diagnose-Tool wie Memtest über Nacht durchlaufen. Kommt es zu Fehlermeldungen, können Sie die Speicherspannung schrittweise erhöhen. Beachten Sie dabei aber die Richtwerte des Herstellers, die Sie auf der Beschriftung des Speicherriegels finden. So liegt beispielsweise die Signal- und Versorgungsspannung von DDR2-SDRAM bei 1,8 Volt.

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